Tradition trifft Technologie: Die Überwindung kultureller Spannungen bei der KI-Adoption im Lean Quality Management
Tradition trifft Technologie: Die Überwindung kultureller Spannungen bei der KI-Adoption im Lean Quality Management
Am Montag, 23. Juni 2025, fand an der Universität Liechtenstein die Antrittsvorlesung von Assoz. Prof. Dr. Benjamin van Giffen statt. Unter dem Titel «Tradition trifft Technologie: Die Überwindung kultureller Spannungen bei der KI-Adoption im Lean Quality Management» beleuchtete der neue Professor für Information Systems & Digital Innovation die Herausforderungen und Chancen, die sich aus dem Zusammenspiel traditioneller Lean-Prinzipien und moderner KI-Technologien ergeben.
Den feierlichen Auftakt bildete das offizielle Programm ab 17.00 Uhr. In ihren Begrüssungs- und Grussworten hoben Dr. Christian Frommelt, Rektor der Universität Liechtenstein, Dr. Gunter Beitinger, Senior Vice-President Manufacturing und Head Factory Digitalization bei Siemens, sowie Karsten Neugebauer, Gründer der VIQTORIOUS AG und zuvor CEO der G2K Group, die Relevanz des Themas für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft hervor. Sie betonten die Rolle der Universität als Impulsgeberin für digitale Innovationen in der Region und darüber hinaus. Insbesondere die Verbindung von exzellenter Forschung mit praxisorientierter Anwendung zog sich als roter Faden durch alle Beiträge.
Im Zentrum der anschliessenden Vorlesung stand die Frage, wie Unternehmen kulturelle Spannungen bewältigen können, die durch die Einführung künstlicher Intelligenz in etablierte Managementsysteme entstehen. Benjamin van Giffen machte deutlich, dass die Integration von KI nicht nur technologische, sondern vor allem kulturelle und organisatorische Veränderungen erfordert. Mit praxisnahen Beispielen und fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen zeigte er auf, wie Unternehmen diesen Transformationsprozess erfolgreich gestalten und dabei sowohl Effizienzgewinne als auch innovationsfördernde Strukturen erzielen können.
Der Vortrag verband theoretische Tiefe mit einem starken Praxisbezug und bot dem Publikum Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Führungskräfte und Organisationen im digitalen Wandel. Besonders betonte Professor van Giffen die Bedeutung eines menschzentrierten Innovationsansatzes, der auf Design Thinking basiert und sowohl ethische als auch Governance-bezogene Aspekte der KI-Nutzung berücksichtigt.
Mit dieser Antrittsvorlesung stellte sich Professor van Giffen nicht nur als ausgewiesener Experte in der Gestaltung und Skalierung von KI-Systemen vor, sondern auch als Brückenbauer zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und unternehmerischer Praxis. Seine vielfältigen Erfahrungen aus Forschung, Lehre und Industrieberatung – darunter Kooperationen mit Unternehmen in Liechtenstein, Europa und den USA – verleihen seiner Arbeit besondere Relevanz für die regionale wie internationale Wirtschaft.
Im Anschluss an die Vorlesung lud die Universität zu einem Networking-Apéro ein, bei dem Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung die Gelegenheit nutzten, sich in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen. In zahlreichen Gesprächen wurde das Thema der Vorlesung aufgegriffen, weiter vertieft und im Kontext konkreter unternehmerischer Herausforderungen diskutiert. Der Apéro bot zudem eine willkommene Gelegenheit, Assoz. Prof. Dr. van Giffen persönlich kennenzulernen und erste Kontakte für potenzielle Kooperationen zu knüpfen.
Die Universität Liechtenstein freut sich, mit Assoz. Prof. Dr. Benjamin van Giffen einen profilierten Wissenschaftler und praxisorientierten Vordenker gewonnen zu haben, der mit seiner Forschung und Lehre bedeutende Impulse für die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft setzen wird.