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Implementierung SOA-basierter ERP-Systeme

Project Description

ERP-Systeme, die auf den Prinzipien serviceorientierter Architekturen (SOA) basieren (serviceorientierte ERP-Systeme), weisen größere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an Geschäftsprozesse eines Unternehmens auf als sog. monolithische (konventionelle) ERP-Anwendungen.
Konventionelle ERP-Systeme versuchen die Geschäftsprozesse eines Unternehmens innerhalb eines Softwarepakets abzubilden. Der Nutzen eines ERP-Systems steigt daher mit der Anzahl der im System abgebildeten Funktionen und Prozesse und der damit einhergehenden stärkeren Vernetzung der unternehmenseigenen Daten. Hersteller konventioneller Systeme verwenden Basisprozesse (meist Best-Practice-Prozesse mit Anpassungsmöglichkeiten im Rahmen des Customizings), um betriebswirtschaftliche Funktionen in ERP-Systemen abzubilden. Diese weisen nur in Einzelfällen eine vollständige Deckung mit der Unternehmensrealität eines Anwenderunternehmens auf. Im Rahmen der Implementierung muss daher für einzelne Geschäftsprozesse zwischen den Optionen „optimale Systemanpassung mittels Sonderprogrammierung“ und „Übernahme des im ERP-System abgebildeten Standardprozesses und Anpassung durch Customizing“ gewählt werden. Unternehmenseigene Prozesse sind nicht per se von höherer Güte als Standardprozesse eines ERP-Systems. Die Übernahme von Standardprozessen eines ERP-Systems kann auch eine Verbesserung und Professionalisierung bestehender und historisch gewachsener Abläufe darstellen.

Relevance to Liechtenstein

Serviceorientierte Architekturen ermöglichen eine feingranulare Anpassung von Informationssystemen, die sowohl grossen wie auch kleinen und mittleren Unternehmen Wettbewerbsvorteile durch neue Geschäftsprozesse und durch optimale Integration in die Wertschöpfungskette verschaffen kann. Unternehmen in Liechtenstein können ihre Flexibilität durch SOA optimal in Informationssysteme umsetzen.

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