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Landschaftsstrukturen im Alpenrheintal, ihre Bedeutung und ihr Beitrag zur Qualifizierung der Zwischenstadt

Project Description

Die Arbeit geht davon aus, dass mit bestehenden städtebaulich wirksamen Landschaftsstrukturen eine Siedlungsraumentwicklung in der Zwischenstadt Alpenrheintal auf regionaler und städtebaulicher Ebene qualifiziert werden kann (Bormann et al. 2005).

Hintergrund ist die integrale und sich in den Raumqualitäten ergänzende Betrachtung von Siedlungs- und Landschaftsraum (Corboz 2001, 1983).

Für diesen Anspruch werden kontextbezogene Analysemethoden herangezogen (Schöbel 2003, Kort-Krieger et al. 2006).

Historische und gegenwärtige Strukturen der Tallandschaft Alpenrheintal werden überlagert und mit ihrem gesellschaftlichen und zeitlichen Nutzungs- und Bedeutungswandel in Bezug gesetzt. So können Zusammenhänge abgeleitet und Potenziale erkannt werden.
Den Teilräumen gemeinsam ist das Vorhandensein von Landschaftsstrukturen, die jeweils Träger unterschiedlicher oder mehrfacher Funktionen sind (Prominski 2004).

In einem zweiten Schritt wird die eingangs formulierte These in städtebaulichen Testgebieten des Alpenrheintals für Verdichtung und Erweiterung anhand von zuvor definierten Kriterien auf ihre Tragfähigkeit hin überprüft. So wird nachvollziehbar gemacht, ab wann strategisch, verhandlungstaktisch oder konzeptionell gegengesteuert werden muss, wenn bestimmte Qualitäten und Funktionen erhalten bleiben sollen.

Relevance to Liechtenstein

Durch das Überlagern von historischen und gegenwärtigen Strukturen Liechtensteins und des gesamten Alpenrheintals mit ihrem gesellschaftlichen und zeitlichen Nutzungs- und Bedeutungswandel können Zusammenhänge abgeleitet und Potenziale erkannt werden. In städtebaulichen Testgebieten soll daraufhin festgestellt werden, ab wann strategisch, verhandlungstaktisch oder konzeptionell gegengesteuert werden muss, wenn bestimmte Raum- oder Aufenthaltsqualitäten und Nutzungspotentiale erhalten bleiben sollen.

Scientific, Economic and Societal Impact

Auf regionaler, gemeindegrenzen- und staatsgrenzenüberschreitender Handlungsebene liefern übergeordnete Landschaftsstrukturen Ansatzpunkte und Hinweise für gemeinsame Entwicklungsstrategien der Tallandschaft im Alpenrheintal und Längstälern mit ähnlichen Rahmenbedingungen.

Auf der städtebaulichen Ebene werden Prinzipien zu Raumqualitäten, Aufenthaltsqualitäten und Nutzungspotentialen im Zusammenhang mit den Gebäuden und der Topographie herausgefiltert.

Gebäudestrukturen und der zugehörigen Außenraum werden als Handlungseinheiten auf Gemeinde- und Gemeindeverbandsebene vorschlagen. Hieraus können Strategien für steuerbare Siedlungsraumentwicklungen auf regionaler und Gemeindeebene abgeleitet werden. Es können erwünschte Abfolgen in bestimmten Talabschnitten auf mehreren Masstabsebenen erzeugt werden.

Schlüsselwörter

Landschaftsarchitektur Raumplanung Siedlungsplanung Siedlungsentwicklung

Project Participants

Prof. Dr. Sören Schöbel-Rutschmann
- Betreuer
Betreuer
PD Dr. Mario F. Broggi
- Kobetreuer
Kobetreuer
Employee
Dipl. Ing. Catarina Proidl
- Doktorandin
Doktorandin

Publications