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Reusing & Upcycling Architecture: Geschichte der Wiederverwendung, Wiederverwendung der Geschichte?

Project Description

Ausbeutung und Zerstörung der Umwelt machen einen Paradigmenwechsel im Ressourcenverbrauch unumgänglich: "Neues" Bauen wird sich vom Dogma des Neubaus lösen müssen. Baubestand muss wieder als Quelle von Ressourcen und Ideen betrachtet, seine Wieder- und Weiterverwendung als architektonisches Potenzial verstanden werden.
Neue Ansätze in der Architektur zeigen einen Trend zu Konzepten des häufig genutzten, theoretisch und historisch jedoch kaum definierten Begriffs Upcycling. Dabei geht oft vergessen, dass die Geschichte des Bauens immer auch eine Geschichte der Wieder- und Weiterverwendung war - erstens von Baumaterialien und Bauteilen, zweitens von Bauwissen und Baustilen. Bauwerke wieder als Teil eines Prozesses im gesellschaftlichen Wandel zu verstehen, hinterfragt unsere heutigen Gewohnheiten und ein modernes Verständnis von Eindeutigkeit, Abgeschlossenheit und Autorschaft von Architektur.
Das Forschungsprojekt untersucht das Potenzial historischer Konzepte des Upcyclings - der qualitativen Wiederverwendung von Bauten und Bauteilen - und stellt sie neuen Entwicklungen in der Architektur- und Baupraxis gegenüber. Dadurch sollen neue Verständnisebenen eröffnet und der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich neue Lösungen für die Architektur der Zukunft gewinnen lassen; damit "Wiederverwendung und Upcycling" keine Frage von Idealismus, sondern ein Argument der Ökonomie und gestalterisch-konstruktiven Qualität werden kann.

Project Participants

Employee
Prof. Dr. Daniel Stockhammer
- Projektleiter
Professor - Bauerbe und Upcycling Akademischer Leiter Doktorat AR - Liechtenstein School of Architecture
Projektleiter
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Employee
Prof. Peter A. Staub
- Projektmitarbeiter
Projektmitarbeiter
Employee
Dipl. Arch. BSA/HTL Dieter Jüngling
- Projektmitarbeiter
Projektmitarbeiter