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Teaching for the Socio-Ecological Transformation of Neighborhoods: Ein inter- und transdisziplinärer Ansatz

Project Description

Unser Konsortium (Universität Liechtenstein, Bergen School of Architecture, Universität Münster und Università degli Studi di Genova) bringt führende akademische Institutionen zusammen, die sich für die Förderung der interdisziplinären Ausbildung einsetzen. Mit Hilfe der Erasmus+-Förderung wollen wir ein neues Lehrmodell entwickeln, das verschiedene disziplinäre Perspektiven und Ansätze, sehr unterschiedliche Definitionen und Maßstäbe von Nachbarschaften im Einklang mit der EU-Leipzig-Charta und dem European Green Deal integriert und so eine solidere Grundlage für die Auseinandersetzung mit den komplexen Fragen der Nachbarschaftsentwicklung schafft.
Die Motivation für das Projekt „Teaching for the Socio-Ecological Transformation of Neighborhoods: Ein inter- und transdisziplinärer Ansatz“ entstand aus der Zusammenarbeit zwischen den Partnern in der Vergangenheit und der gemeinsamen Überzeugung, dass innovative Lösungen für die gegenwärtigen Herausforderungen in der Stadtentwicklung interdisziplinäre Expertenteams UND einen transdisziplinären Ansatz benötigen, der Bürger und Interessenvertreter einbezieht. Es gibt viele dringende Herausforderungen, die für einen langfristigen sozial-ökologischen Wandel angegangen werden müssen, wie z.B. wirtschaftliche Umstrukturierung, Umweltzerstörung und soziale Ungleichheiten. Indem wir uns auf vier sehr unterschiedliche städtische Kontexte in Genua, Münster, Liechtenstein und Bergen konzentrieren, zeigt unser Projekt, wie inter- und transdisziplinäre Ansätze in der Planungsausbildung - die Architektur, Humangeographie und Stadtplanung integrieren - nuancierte, kontextspezifische Interventionen entwickeln können, die zu einer nachhaltigen Stadterneuerung führen.
Die zweite Motivation für dieses gemeinsame Projekt ist die neue und zunehmende Betonung der Quartiersebene. Wichtige europäische Rahmenwerke wie die EU-Leipzig-Charta und der Europäische Green Deal betonen das Quartier als wichtigen Ort für planerische Interventionen und weisen darauf hin, dass auf der Quartiersebene „urbane Herausforderungen [...] stärker ausgeprägt sind“ (Europäische Union, 2020: S.3). Während inter- und transdisziplinäre Ansätze auch im Neuen Europäischen Bauhaus-Kompass gefordert werden, sind sie in der Lehre noch zu wenig erforscht. Unser Projekt versucht, diese Lücke zu schließen, indem wir inter- und transdisziplinäres Lernen und Lehren in den Kern unseres Ansatzes zur nachhaltigen Quartiersentwicklung einbetten. Durch angewandte Lehrformate wie Workshops, Exkursionen und Designstudios, die die Stärken und Lehrschwerpunkte der Projektpartner hervorheben, werden wir ein tieferes Verständnis zwischen Studierenden und Lehrkräften verschiedener Fachrichtungen fördern und sie mit den Fähigkeiten ausstatten, die sie benötigen, um die vielschichtigen Herausforderungen der Quartiersentwicklung zu bewältigen. Diese Betonung der Inter- und Transdisziplinarität bereichert nicht nur den akademischen Diskurs, sondern stellt auch sicher, dass unsere Erkenntnisse direkt auf die reale Quartiersentwicklung anwendbar sind. Die vier Projektstandorte stehen stellvertretend für die große Vielfalt sozialräumlicher Kontexte in Europa, so dass die Projektergebnisse auch auf andere europäische Kontexte übertragbar und skalierbar sein werden.