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Unternehmerische Resilienz und ihre Auswirkungen auf die Unternehmensleistung

Project Description

Unternehmerische Resilienz hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Schlüsselthema der Managementforschung entwickelt. Trotz ihrer hohen Relevanz bleibt das Konzept konzeptionell und empirisch unscharf, da Resilienz sowohl als Kapazität, Prozess oder Ergebnis beschrieben wird. Bestehende Messansätze wie VOLARE oder das von Ortiz-de-Mandojana & Bansal (2016) vorgeschlagene Modell haben wichtige Impulse geliefert, erweisen sich in der praktischen Anwendung jedoch bislang als wenig überzeugend und lassen zentrale Anforderungen an Vergleichbarkeit und Umsetzbarkeit offen. Das beantragte Projekt verfolgt daher das Ziel, ein neuartiges, reliables und valides Resilienz Mass zu entwickeln, das die Mehrdimensionalität des Konstrukts systematisch erfasst. Damit wird einerseits die theoretische Fundierung gestärkt und die Basis für robuste empirische Forschung gelegt. Andererseits erhalten Unternehmen und Investoren ein praxisnahes Instrument, um Resilienz als strategische Kenngröße zu nutzen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen nachhaltig zu messen und zu vergleichen.

Relevance to Liechtenstein

Die Forschung zu unternehmerischer Resilienz unterstützt Unternehmen in einem kleinen, eng verflochtenen und international geprägten Wirtschaftsraum wie Liechtenstein dabei, besser auf externe Belastungen und strukturelle Abhängigkeiten zu reagieren. Durch die Entwicklung verlässlicher Messansätze erhalten regionale Unternehmen eine solide Grundlage, um ihre Widerstandsfähigkeit realistisch einzuschätzen und gezielt auszubauen. Davon profitiert nicht nur die Stabilität einzelner Betriebe, sondern auch die Verlässlichkeit regionaler Wertschöpfungs- und Lieferketten, was insgesamt einen spürbaren Mehrwert für Liechtenstein und die umliegende Region schafft.

Scientific, Economic and Societal Impact

Unternehmerische Resilienz ist für die betriebliche Praxis von hoher Bedeutung, doch bislang fehlen verlässliche quantitative Verfahren, um sie systematisch zu erfassen. Die Entwicklung neuer Messansätze soll dazu beitragen, das bisher nur grob fassbare Konzept klarer und nachvollziehbarer abzubilden. Dadurch können Unternehmen künftig besser erkennen, wo sie verwundbar sind und welche Bereiche gestärkt werden sollten. In der Praxis bietet eine solche Messbarkeit die Chance, Resilienz fördernde Strukturen und Prozesse gezielt in Entscheidungen und Abläufe einzubinden. Das FFF Projekt unterstützt damit die langfristige Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen auf einer nachvollziehbaren, empirischen Grundlage.

Schlüsselwörter

Strategisches Management Unternehmen Resilienz Unternehmenserfolg