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Vertikale Gerechtigkeit im Wandel: Familienveränderungen, grenzüberschreitende Mobilität und Nachhaltigkeit in öffentlichen Rentensystemen

Project Description

Öffentliche Rentensysteme stehen aufgrund der demografischen Alterung und sinkender Geburtenraten unter wachsendem finanziellem Druck. Um sozialen Schutz zu gewährleisten, stützen sie sich häufig auf vertikale Gerechtigkeit, d.h. die Umverteilung zugunsten einkommensschwächerer Gruppen. Während dieses solidaritätsorientierte Design Fairness fördert, erhöht es zugleich die Ausgaben und das fiskalische Risiko - mit Blick auf die langfristige Nachhaltigkeit. Parallel verändern gesellschaftliche Trends die Umverteilungskanäle: Die steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen stärkt individuelle Ansprüche, nichteheliche Lebensgemeinschaften relativieren die Bedeutung von Einkommenssplitting und Hinterbliebenenrenten, und Migration sowie grenzüberschreitendes Pendeln führen zu fragmentierten Versicherungsverläufen.
Dieses Projekt untersucht, wie Familienstrukturen, Arbeitsmarktmuster und grenzüberschreitende Mobilität die vertikale Umverteilung in Rentensystemen prägen. Mittels dynamischer Mikrosimulation und verteilungsanalytischer Dekomposition werden Reformoptionen bewertet, die soziale Fairness und fiskalische Tragfähigkeit miteinander in Einklang bringen. Aufgrund der strukturellen Nähe der Systeme lassen sich Erkenntnisse aus der Schweiz direkt auf Liechtenstein übertragen.

Schlüsselwörter

Finanzwirtschaft Risikomanagement Innovation Gesellschaft Finanzmärkte