Christian Bredemeier
Alumnus des Master Entrepreneurship 2020
CEO | Jedsy
Co-Founder & Geschäftsführer | 32Peaks
Wie hat Ihr Studium Ihre Art zu denken, Probleme anzugehen oder neue Lösungen zu entwickeln, beeinflusst?
Mein Studium hat meine Denkweise und Herangehensweise an Probleme stark geprägt. Besonders der Umgang mit verschiedenen Personen und Interessengruppen während des Studiums hat mir geholfen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und komplexe Situationen besser zu verstehen. Ich habe gelernt, lösungsorientiert zu arbeiten und dabei immer den Austausch mit anderen zu suchen.
Welche Fähigkeiten oder Perspektiven, die Sie an der Universität Liechtenstein erworben haben, helfen Ihnen heute am meisten in Ihrem Berufs- oder Privatleben?
Ich bin durch das Studium deutlich opportunistischer geworden. Ich sehe Chancen schneller und bin bereit, neue Wege zu gehen, um innovative Lösungen zu entwickeln und diese auch mutig umzusetzen.
Haben Sie durch Ihr Studium Netzwerke oder Kontakte geknüpft, die Sie auf Ihrem Weg begleitet haben?
Ja, absolut! Während meines Studiums an der Universität Liechtenstein habe ich nicht nur wertvolle Kontakte, sondern auch viele enge Freundschaften geknüpft. Mit einigen dieser Freunde habe ich später sogar zwei Firmen gegründet und aufgebaut – ein Netzwerk, das mich bis heute begleitet und unterstützt.
Am wichtigsten ist für mich jedoch, dass ich an der Uni Liechtenstein das Wertvollste in meinem Leben kennengelernt habe: meine bezaubernde Ehefrau Tanja. Ohne das Studium hätte sich unser Weg wohl nie gekreuzt. Dafür bin ich der Universität besonders dankbar.
Welche konkreten Beiträge leisten Sie heute in Ihrem Beruf oder Ihrer Branche, die auch das Land positiv beeinflussen?
Mit unserer Gin-Firma 32PEKAS haben wir eine Marke geschaffen, die Liechtenstein auf genussvolle Weise repräsentiert und sowohl national als auch international vielen Kunden ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Es freut mich besonders, ein Produkt aus der Region erfolgreich in die Welt hinauszutragen.
Mit Jedsy konnten wir zudem über 50 Arbeitsplätze schaffen – ein grosser Teil davon direkt hier in der Region. Es ist mir ein Anliegen, durch Innovationen und nachhaltiges Wachstum einen positiven Beitrag zur lokalen Wirtschaft und zum internationalen Ansehen Liechtensteins zu leisten.
Inwiefern sehen Sie die Universität als Motor für Innovation, Forschung oder gesellschaftlichen Fortschritt im Land?
Ich sehe die Universität Liechtenstein in erster Linie als Motor für Innovation, weil sie Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenbringt und so Raum für neue Ideen schafft. Der Austausch unter den Studierenden und die Netzwerke, die dadurch entstehen, sind aus meiner Sicht der wahre Treiber für Innovation und Fortschritt im Land – auch so Vereine wie START Vaduz etc.
Welche Karrieretipps würden Sie unseren heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?
Mein wichtigster Karrieretipp ist: Steht zu dem, was ihr sagt. Wenn ihr beispielsweise versprecht, jemandem “nachher” etwas zu schicken, dann macht das auch wirklich und nicht erst in ein, zwei Tagen. Verlässlichkeit ist eine unterschätzte, aber enorm wichtige Eigenschaft.
Gleichzeitig möchte ich euch mitgeben: Glaubt an euch und eure eigenen Ideen. Arbeitet nicht zu viel nur für die Träume und Visionen anderer, sondern nutzt eure Energie, um eure eigenen Projekte und Ziele voranzubringen. Es lohnt sich, Verantwortung für den eigenen Weg zu übernehmen.