Zertifikatsstudiengang Compliance-Officer
Der Zertifikatsstudiengang Compliance-Officer der Universität Liechtenstein bereitet praxisnah auf anspruchsvolle Aufgaben im Bereich Compliance vor. Vermittelt werden Fachkompetenzen zu Corporate Compliance, Geldwäschereibekämpfung, IT-Compliance und mehr.
Das berufsbegleitende Programm richtet sich an Fachkräfte in Banken, Unternehmen, Versicherungen, Fonds sowie der öffentlichen Verwaltung. Internationale Regelwerke werden umfassend berücksichtigt.
Modulübersicht
Der Zertifikatsstudiengang bereitet die Teilnehmenden auf qualifizierte Tätigkeiten im Bereich der Compliance vor und vermittelt praxisorientiert Fachkompetenzen für die Compliance-Beauftragten in Banken, Treuhand- und Industrieunternehmen, Vermögensverwaltungsgesellschaften, Versicherungen, Fonds und öffentliche Einrichtungen.
Vermittelt werden insbesondere:
- Kenntnisse für die Ausübung der Berufstätigkeit als Compliance-Officer
- Kenntnisse über die Corporate Compliance und die Schnittstellen zur Corporate Governance sowie zum Risikomanagement
- Kenntnisse im Bereich Aufsicht und Regulierung insbesondere im Zusammenhang mit der Geldwäschereibekämpfung und dem Sorgfaltspflichtrecht -
- Kenntnisse im Bereich des Datenschutzes und der IT-Compliance Kenntnisse der compliance-relevanten strafrechtlichen Tatbestände und Sanktionen
- Kenntnisse im Bereich Tax Compliance
- Kenntnisse für Compliance-Beauftragte im Bankwesen, im Versicherungswesen, im Fondsgeschäft und in der Vermögensverwaltung, in der Industrie sowie im Treuhandwesen.
Der Studiengang vermittelt Inhalte im Bereich der Compliance unter Berücksichtigung der internationalen, europäischen und national rechtlichen Regelungen (FL, CH, AT, DE).
Module 1 – Corporate Compliance I
Im ersten Modul des Studiengangs wird den Teilnehmenden zunächst eine Einführung in die Thematik der Compliance gegeben. Aufgezeigt werden die Grundbegriffe, gesetzliche Grundlagen sowie der geschichtliche Hintergrund. Im Anschluss werden Grundsatzfragen der Compliance im Hinblick auf Kultur, Ethik und Werte erörtert. Besonderes Augenmerk wird auf die unternehmensinterne Compliance-Organisation, Abläufe, Prozesse und das Zusammenspiel mit anderen Funktionen im Unternehmen gelegt. Ebenfalls untersucht wird das Thema Compliance Risk Assessment und Reporting. Darüber hinaus wird der Einsatz von Compliance auf der strategischen Ebene näher beleuchtet.
Nachdem zunächst generell der Aufbau einer Compliance-Organisation (Anforderungen an das Management, organisatorisches Setup in den einzelnen Compliance-Bereichen, …) näher beleuchtet wird, soll in weiterer Folge spezifisch auf das Weisungswesen (Ausgestaltung eines Code of Conduct/Verhaltensrichtlinien anhand von gesetzlichen Grundlagen, …) in der Praxis eingegangen werden. Zentral ist in diesem Zusammenhang die Abgrenzung zur Corporate Governance. Basierend auf den Ausführungen zu diesen Themen wird der Konnex zur internen Revision hergestellt. Am Ende des ersten Moduls werden zudem die Betrugsprävention als Aufgabe des Compliance-Officers sowie interne und externe Untersuchungen näher beleuchtet.
Module 2 – Corporate Compliance II
Im zweiten Modul werden die im Modul 1 behandelten Themen weiter vertieft und ergänzt. Nicht zu vernachlässigende Aspekte der Compliance, deren immense Bedeutung zunehmend erkannt wird, stellen das Krisenmanagement und die Psychologie dar.
Darüber hinaus wird ein kurzer Einblick in die Compliance-Standards gegeben. Auch die Tools zur Unterstützung des Compliance-Officers bei der Aufgabenwahrnehmung werden vorgestellt. Im Anschluss daran werden die Anforderungen an die Compliance in Bezug auf Suitability (MiFID II) und Cross Border Compliance genauer beleuchtet.
Module 3 – Aufsicht und Regulierung
Im dritten Modul werden den Teilnehmenden die internationalen, europarechtlichen und nationalen regulatorischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Compliance nähergebracht. Dabei erfahren die Teilnehmenden auch die Zusammenhänge mit der internationalen Politik und Standardsetters.
Hervorzuheben sind an dieser Stelle insbesondere die Entwicklungen auf dem Gebiet der Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung. Besonderes Augenmerk wird zudem auf das Thema Risikomanagement und Compliance sowie das Thema Sorgfaltspflichtenrecht gelegt.
Nach einer Einführung in die Grundlagen des SPG lernen die Teilnehmenden die Mitteilungspflichten an die FIU und das Analyse-Know-how im Detail kennen.
Module 4 – Compliance und Recht
Im vierten Modul setzen sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Bereichen des Rechts, die in Zusammenhang mit Compliance in der Praxis eine wichtige Rolle einnehmen, auseinander.
Zunächst werden Detailkenntnisse in den Bereichen Datenschutz, Datensicherheit und IT vermittelt. Anschliessend erfahren die Teilnehmenden, welchen Stellenwert die Compliance in den Bereichen Fintech und Kryptowährungen einnimmt und welche angemessenen Vorkehrungen zu treffen sind.
Einen weiteren wichtigen Aspekt in der Praxis der Compliance stellt die Compliance im Strafrecht dar, die Teilnehmenden sollen insbesondere das für Compliance relevante Thema der Wirtschaftskriminalität kennenlernen.
Besonderes Augenmerk wird zudem auf Tax Compliance, den damit zusammenhängenden automatischen Informationsaustausch und etwaige Doppelbesteuerungsabkommen gelegt.
Module 5 – Branchenspezifische Compliance
Das fünfte Modul soll einen Einblick in den Einsatz der Compliance in den verschiedenen Branchen am Finanzplatz und der Industrie in Liechtenstein vermitteln und wird als Pflichtwahlmodul ausgestaltet. Die Teilnehmenden können konkret zwischen den folgenden fünf Teilmodulen wählen, wobei mindestens drei Teilmodule absolviert werden müssen: Compliance im Bankwesen, Compliance im Versicherungswesen, Compliance im Fondsgeschäft und in der Vermögensverwaltung, Compliance in der Industrie sowie Compliance im Treuhandwesen.
In den branchen-spezifischen Teilmodulen werden insbesondere die einschlägigen rechtlichen Compliance-Bestimmungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene dargelegt und rechtsvergleichend analysiert. Des Weiteren werden den Teilnehmenden die Aufgaben und Anforderungen sowie Haftungsrisiken, die sich einem Compliance-Beauftragten in den behandelten Branchen stellen, nähergebracht. Das gegenständliche Modul widmet sich zudem den einzelnen Aspekten einer effizienten Compliance-Organisation.
Module 6 – Fallstudien
Im sechsten Modul werden die bereits erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse der Module 1 bis 5 in einer praxisorientierten Fallstudie angewendet. Das Modul umfasst Fallstudien aus der Praxis, die in Kleingruppen durch die Studierenden selbstständig bearbeitet werden müssen.
Im Gegensatz zu den vorherigen Modulen wird das sechste Modul durch die Präsentation inklusive Diskussion der Fallstudien abgeschlossen. Für die beste Gruppenleistung in Modul 6 verleiht die VP Bank AG den VP Bank Award, der mit einem Preisgeld in Höhe von CHF 5‘000 dotiert ist.
Studiengang im Überblick: Informationen, Ablauf und FAQ
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Highlights
Downloads und Links
Rechtliche Grundlagen und Reglemente
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