Zertifikatsstudiengang Wirtschaftsstrafrecht
Die Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität gewinnt rasant an Bedeutung, und die Sensibilisierung für strafrechtliche Risiken ist notwendiger denn je. Vor diesem Hintergrund bietet der Zertifikatsstudiengang Wirtschaftsstrafrecht eine umfassende und praxisorientierte Weiterbildung, die insbesondere Fachpersonen und Mitarbeitenden aus der Finanzdienstleistungsbranche sowie Behörden entscheidende Vorteile für ihre tägliche Praxis vermittelt.
Modulübersicht
Der Zertifikatsstudiengang vermittelt in drei Modulen fundierte Kenntnisse des liechtensteinischen, europäischen und internationalen Strafrechts einschliesslich Vermögensdelikte, Korruptionsdelikte, Sorgfaltspflichten und Verwaltungsstrafrecht sowie Geldwäscherei.
Modul 1 – Grundlagen des Wirtschaftsstrafrechts
In diesem einleitenden Modul werden wirtschaftsphilosophische Ansätze in ihren Grundzügen sowie die theoretischen Grundlagen des Strafrechts, Wirtschaftsstrafrechts und ergänzend des Verwaltungsstrafrechts behandelt. Die Studierenden erhalten insbesondere einen Einblick in das liechtensteinische Strafgesetzbuch, die Straftheorien sowie die gesellschaftliche Rolle des Strafrechts und lernen die Grundsätze der strafrechtlichen Verantwortung sowie die Voraussetzungen strafbaren Verhaltens kennen. Vermittelt werden dabei die grundlegenden Kategorien des Strafrechts, wie Tun und Unterlassen, Kausalität, Vorsatz und Fahrlässigkeit, Versuch und Beteiligung, Strafbemessung, tätige Reue und Verjährung. Anhand von Fallbeispielen wird das erlernte Wissen vertieft.
Die Studierenden erlangen die notwendigen Kenntnisse, um den weiteren Modulen des Studiengangs folgen zu können. Sie sind mit den theoretischen Grundlagen des Strafrechts sowie dessen grundlegenden Begrifflichkeiten vertraut und haben Grundkenntnisse in Wirtschaftsphilosophie erworben.
Modul 2 – Wirtschaftsstraftaten im Strafgesetzbuch (StGB)
Im zweiten Modul werden den Studierenden fundierte Kenntnisse des liechtensteinischen Strafgesetzbuchs vermittelt. Der Schwerpunkt liegt auf den Wirtschaftsstraftaten, insbesondere den Vermögensdelikten, wie Betrug, Untreue und Veruntreuung, den Urkundendelikten, den Insolvenzdelikten sowie den Korruptionsdelikten, wie Bestechung und Bestechlichkeit, verbotene Intervention oder Vorteilsannahme und Vorteilszuwendung. Diese Deliktsgruppen werden im Detail behandelt und umfassend erläutert. Das erlernte Wissen wird durch die Bearbeitung praxisnaher Fallbeispiele gefestigt, wodurch ein tieferes Verständnis für die Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen erreicht wird. Das Modul wird mit einem rechtsvergleichenden Teil abgeschlossen, in dem ausgewählte Länder und deren spezifische Strafbestimmungen betrachtet werden.
Die Studierenden erwerben fundiertes Fachwissen in Bezug auf zentrale Wirtschaftsstraftaten des Strafgesetzbuchs. Sie sind in der Lage, strafrechtlich relevante Sachverhalte zu identifizieren, einschlägige Problemstellungen zu analysieren und entsprechende Lösungsansätze zu entwickeln sowie diese in der Praxis anzuwenden.
Modul 3 – Geldwäscherei und supranationales Strafrecht
Im dritten Modul wird auf nationaler sowie supranationaler Ebene jene Materie behandelt, die den zentralen Begriff der Geldwäscherei im weiten Sinne betrifft. Zunächst werden die Grundlagen des liechtensteinischen Sorgfaltspflichtgesetzes (SPG) vermittelt, das die Bekämpfung der Geldwäscherei, organisierten Kriminalität und Terrorismusfinanzierung im Sinne des Strafgesetzbuches bezweckt. Im Anschluss wird auf die einschlägigen Strafbestimmungen eingegangen. Angesichts der grenzüberschreitenden Natur dieser kriminellen Phänomene wird zum einen das liechtensteinische Strafanwendungsrecht erläutert, das Sachverhalte mit Auslandsbezug regelt. Zum anderen werden die Grundlagen sowie die wichtigsten Institutionen des europäischen, EWR- und internationalen Strafrechts vorgestellt. Das Modul schliesst mit einer Einführung in die juristische Recherche ab.
Die Studierenden erwerben Fachwissen über die beruflichen Sorgfaltspflichten zur Bekämpfung von Geldwäscherei, organisierter Kriminalität und Terrorismusfinanzierung. Sie sind in der Lage, diese kriminellen Phänomene zu erkennen, Sachverhalte mit Auslandsbezug zu identifizieren und geeignete Lösungsansätze zu entwickeln. Zudem sind sie mit den grundlegenden Begriffen des EU-, EWR- und internationalen Strafrechts vertraut.
LL.M. und Zertifikatsstudiengang Wirtschaftsstrafrecht
LL.M. Wirtschaftsstrafrecht Statements von Alumni
Studiengang im Überblick: Informationen, Ablauf und FAQ
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