Skip to Main Content
Themenbereich

Wirtschaftsstrafrecht

Das Wirtschaftsstrafrecht ist heute ein Schlüsselbereich für die rechtliche Bewertung unternehmerischen Handelns, sowohl im nationalen als auch im internationalen Kontext. Im Zentrum stehen Fragen der strafrechtlichen Verantwortlichkeit natürlicher und juristischer Personen: von klassischer Wirtschaftskriminalität wie Geldwäscherei, Korruption oder Insolvenzdelikten bis hin zu aktuellen Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung, etwa Cyberkriminalität, Token-Ökonomie und Künstliche Intelligenz. Die Einbindung von Cybersicherheit und digitaler Resilienz erweitert das Wirtschaftsstrafrecht auf innovative Weise. Besonderes Gewicht kommt der Criminal Compliance zu, also der Entwicklung und Umsetzung wirksamer interner Schutzmechanismen zur Prävention strafrechtlich relevanten Verhaltens. Unsere universitären Weiterbildungsangebote im Bereich Wirtschaftsstrafrecht vermitteln vertiefte juristische Fachkenntnisse und stärken das Bewusstsein für strafrechtliche und compliance-relevante Risiken in der Unternehmenspraxis – fundiert, praxisnah und zukunftsorientiert.

Studiengänge

Executive Master of Laws (LL.M.)

LL.M. im Wirtschaftsstrafrecht

Eine junge Frau sitzt an einem Schreibtisch mit einem Notizbuch und lächelt freundlich in die Kamera. Sie trägt ein gestreiftes Hemd, und im Hintergrund ist eine kreative Büroumgebung zu sehen. Der Schreibtisch ist mit Laptop, Notizen und einer Kaffeetasse bedeckt, während sie einen Stift in der Hand hält, bereit zu schreiben.

Wirtschaftskriminalität – von Steuerhinterziehung über Geldwäscherei bis hin zu Cybercrime und Cryptocrime – stellt Staaten und Unternehmen vor wachsende Herausforderungen. Der Executive Master of Laws (LL.M.) im Wirtschaftsstrafrecht vermittelt vertieftes Fachwissen im liechtensteinischen, EWR-, europäischen und internationalen Wirtschaftsstrafrecht, im liechtensteinischen Verwaltungsstrafrecht sowie im liechtensteinischen Strafverfahrensrecht. Das Programm verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit praxisnaher Anwendung und qualifiziert für verantwortungsvolle Aufgaben in Strafverteidigung, Strafverfolgung, Criminal Compliance und Verbrechensprävention.

Weitere Informationen
Eine junge Frau sitzt an einem Schreibtisch mit einem Notizbuch und lächelt freundlich in die Kamera. Sie trägt ein gestreiftes Hemd, und im Hintergrund ist eine kreative Büroumgebung zu sehen. Der Schreibtisch ist mit Laptop, Notizen und einer Kaffeetasse bedeckt, während sie einen Stift in der Hand hält, bereit zu schreiben.

Zertifikatsstudiengang Wirtschaftsstrafrecht

Ein junger, selbstbewusster Mann in einem Business-Anzug, der mehrere Bücher trägt, lächelt freundlich in die Kamera. Der Hintergrund zeigt eine ruhige Büroumgebung, die eine produktive und professionelle Atmosphäre vermittelt.

Die Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität gewinnt rasant an Bedeutung, und die Sensibilisierung für strafrechtliche Risiken ist notwendiger denn je. Vor diesem Hintergrund bietet der Zertifikatsstudiengang Wirtschaftsstrafrecht eine umfassende und praxisorientierte Weiterbildung, die insbesondere Fachpersonen und Mitarbeitenden aus der Finanzdienstleistungsbranche sowie Behörden entscheidende Vorteile für ihre tägliche Praxis vermittelt.

Weitere Informationen
Ein junger, selbstbewusster Mann in einem Business-Anzug, der mehrere Bücher trägt, lächelt freundlich in die Kamera. Der Hintergrund zeigt eine ruhige Büroumgebung, die eine produktive und professionelle Atmosphäre vermittelt.
Wirtschaftsstrafrecht

Intensivkurse

Der Intensivkurs Anti-Money Laundering (AML) vermittelt fundiertes Wissen zu den gesetzlichen Anforderungen und typischen Risikofaktoren im weit gefassten Kontext der Geldwäscherei inkl. Terrorismusfinanzierung (CFT). Dabei werden relevante Inhalte aus dem Wirtschaftsstrafrecht, aktuelle Entwicklungen sowie praktische Massnahmen zur Geldwäschebekämpfung vermittelt. Der Fokus liegt auf der Darstellung strafrechtlicher Risiken im beruflichen Alltag, mit dem Ziel, die Teilnehmenden für die Einhaltung geldwäscherechtlicher und sonstiger einschlägiger Compliance-Vorgaben zu sensibilisieren und zu befähigen. 

 

Kursdauer: 4 Tage

Kursgebühr: CHF 1.800,–

Teilnehmendenzahl: maximal 35 Teilnehmende

Programmsprache: Deutsch

Kurstyp: berufsbegleitend

Unterrichtszeiten: halbtags, abends, Wochenendkurs

 

Die Inhalte im Überblick:

  • Kenntnisse über Geldwäschereitechniken, Methoden der Terrorismusfinanzierung, aktuelle Phänomene und regulatorische Entwicklungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene
  • Kenntnisse für die Ausübung der Berufstätigkeit als Sorgfaltspflichtbeauftragter (Anti-Money Laundering Officer)
  • Kenntnisse über Risikoanalyse und -bewertung sowie Verdachtsmeldung bei FIU
  • Kenntnisse über die strafrechtlichen Risiken im Zusammenhang mit Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung, organisierter Kriminalität und Verbandsverantwortlichkeit
  • Kenntnisse über die Herausforderungen von Kryptowährungen sowie den Einsatz von KI-Tools zur Erkennung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung

 

Besonderheiten:

  • 1x jährliche Durchführung
  • SAQ-Rezertifizierung «Kundenberater Bank»
  • Der Intensivkurs gilt als anerkannte berufliche Schulung und Weiterbildung nach Art 21 SPG in Verbindung mit Art 32 SPV sowie als Nachweis im Sinne des Art 36 SPV im Ausmass von 2,5 Tagen.


Der Intensivkurs findet in Kooperation mit dem Liechtensteinischen Bankenverband, der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) und der Liechtensteinischen Treuhandkammer statt.

Dieses Weiterbildungsangebot wird in regelmässigen Abständen durchgeführt. Die nächste Durchführung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier — sofern aktuell buchbar.

Möchten Sie benachrichtigt werden, sobald eine Anmeldung möglich ist? Lassen Sie sich unverbindlich informieren.

Der Intensivkurs «Geldwäscherei und supranationales Strafrecht» ist das dritte Modul des Executive Master of Laws (LL.M.) im Wirtschaftsstrafrecht. Im Fokus stehen dabei die rechtlichen Grundlagen und Herausforderungen im Kampf gegen Geldwäscherei, organisierte Kriminalität und Terrorismusfinanzierung — sowohl auf nationaler als auch auf supranationaler Ebene.

Zu Beginn vermittelt der Kurs die Grundlagen des liechtensteinischen Sorgfaltspflichtgesetzes (SPG), das zentrale Vorschriften zur Prävention und Bekämpfung von Geldwäscherei im Sinne des Strafgesetzbuches (StGB) enthält. Darauf aufbauend werden die relevanten Strafbestimmungen im Detail behandelt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der grenzüberschreitenden Dimension dieser Delikte. Daher werden die Regelungen des liechtensteinischen Strafanwendungsrechts thematisiert, das die Strafverfolgung bei Sachverhalten mit Auslandsbezug ermöglicht.

Darüber hinaus lernen die Teilnehmenden die Grundlagen des europäischen, EWR- und internationalen Strafrechts kennen — einschliesslich der wichtigsten Institutionen und Mechanismen zur internationalen Strafverfolgung und Zusammenarbeit.
 

Kursinhalte im Überblick:

  • Geldwäschereibekämpfung gemäss SPG und Strafgesetzbuch
  • Nationale und internationale Rechtsvorschriften zur Terrorismusfinanzierung
  • Strafrechtliche Zuständigkeiten bei Sachverhalten mit Auslandsbezug
  • Funktionsweise von EU, EWR, FATF, MONEYVAL sowie weitere internationale Institutionen
  • Praxisrelevante Einblicke in Compliance, Due Diligence und grenzüberschreitende Strafverfolgung


Nach Abschluss des Kurses verfügen die Teilnehmenden über fundierte Kenntnisse im Bereich der Geldwäschereiprävention, verstehen das Zusammenspiel von nationalem und internationalem Strafrecht und kennen die relevanten Akteure und rechtlichen Rahmenbedingungen im Kampf gegen Finanzkriminalität.

Dieses Weiterbildungsangebot wird in regelmässigen Abständen durchgeführt. Die nächste Durchführung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier — sofern aktuell buchbar.

Möchten Sie benachrichtigt werden, sobald eine Anmeldung möglich ist? Lassen Sie sich unverbindlich informieren.

Der Intensivkurs «Grundlagen des Wirtschaftsstrafrechts» bildet das erste Modul des Executive Master of Laws (LL.M.) im Wirtschaftsstrafrecht. In diesem praxisnahen und zugleich theoretisch fundierten Kurs erwerben die Teilnehmenden essenzielle Grundkenntnisse im Strafrecht, Wirtschaftsstrafrecht und ergänzend im Verwaltungsstrafrecht.

Ein zentraler Bestandteil des Kurses ist die Einführung in wirtschaftsphilosophische Denkansätze sowie die theoretischen Grundlagen des Strafrechts. Dabei wird besonderer Fokus auf das liechtensteinische Strafgesetzbuch (StGB) gelegt. Die Teilnehmenden lernen unter anderem die Strafrechtsprinzipien, die Grundlagen strafrechtlicher Verantwortung sowie die Voraussetzungen strafbaren Handelns kennen.

 

Behandelte Schwerpunkte im Kurs sind:

  • Grundbegriffe des Strafrechts: Tun und Unterlassen, Kausalität, Vorsatz und Fahrlässigkeit
  • Besondere Aspekte: Versuch, Beteiligung, tätige Reue, Strafbemessung und Verjährung
  • Materiell-rechtlicher Teil des liechtensteinischen Verwaltungsstrafgesetzes (VStrG) 
     

Anhand von praxisnahen Fallbeispielen wird das theoretische Wissen vertieft und auf konkrete Fragestellungen im Wirtschaftsstrafrecht angewendet.

Nach Abschluss des Kurses sind die Teilnehmenden mit den juristischen Grundlagen des Strafrechts vertraut und verfügen über fundierte Einstiegskenntnisse in die Wirtschaftsphilosophie. Dieses Modul bietet die ideale Grundlage für die weiteren Spezialisierungen im Rahmen des Executive LL.M. Wirtschaftsstrafrecht in Liechtenstein.

Dieses Weiterbildungsangebot wird in regelmässigen Abständen durchgeführt. Die nächste Durchführung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier — sofern aktuell buchbar.

Möchten Sie benachrichtigt werden, sobald eine Anmeldung möglich ist? Lassen Sie sich unverbindlich informieren.

Das internationale Sanktionenrecht zählt zu den komplexesten Bereichen des Wirtschaftsrechts. Seit Beginn der militärischen Aggression gegen die Ukraine haben sich die regulatorischen Vorgaben und EU-Sanktionsmassnahmen rasant weiterentwickelt, während OFAC seine Durchsetzungspraktiken verschärft und die  extraterritoriale Anwendung US-amerikanischen Sanktionenrechts ausgeweitet hat.

Der Kurs vermittelt eine fundierte Einführung in das liechtensteinische ISG sowie in die neuen EU-Strafbestimmungen bei Verstössen gegen restriktive Massnahmen. Rechtsvergleichende Einblicke in die Schweiz und Informationen zu OFAC ergänzen die praxisorientierte, sektorübergreifende Vertiefung der geltenden Sanktionsregeln. Ziel ist die Entwicklung rechtssicherer Handlungskompetenz im Umgang mit internationalen Sanktionen sowie die nachhaltige Stärkung der Compliance.


Kursdauer: 2 Tage
Kursgebühr: CHF 750.-
Teilnehmendenzahl: maximal 35 Teilnehmende
Programmsprache: Deutsch, Englisch
Kurstyp: berufsbegleitend
Unterrichtszeiten: halbtags, abends

 

Inhalte:

  • Strafbestimmungen des ISG im Allgemeinen und der Ukraine-VO im Besonderen sowie die neuen EU-Straftatbestände
  • Praxisfragen im Sanktionenrecht in Liechtenstein und der Schweiz
  • Bedeutung und Geltungsbereich internationaler Sanktionen (insbesondere OFAC)
  • Auswirkungen auf den Finanzplatz Liechtenstein und insbesondere den Treuhand- und Bankensektor

 

Besonderheiten

  • 2x jährliche Durchführung
  • Der Intensivkurs gilt als anerkannte berufliche Schulung und Weiterbildung nach Art 21 SPG in Verbindung mit Art 32 SPV sowie als Nachweis im Sinne des Art 36 SPV im Ausmass von 1,5 Tagen.


Dieses Weiterbildungsangebot wird in regelmässigen Abständen durchgeführt. Die nächste Durchführung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier — sofern aktuell buchbar.

Möchten Sie benachrichtigt werden, sobald eine Anmeldung möglich ist? Lassen Sie sich unverbindlich informieren.

Ziel dieses Weiterbildungsformats ist es, den Teilnehmenden eine vertiefte Auseinandersetzung mit den verschiedenen liechtensteinischen Rechtsgebieten zu ermöglichen und gleichzeitig den Konzipientinnen und Konzipienten eine Unterstützung bei der Vorbereitung auf die Rechtsanwaltsprüfung in Liechtenstein zu bieten. Unter der Leitung ausgewiesener Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis wird sichergestellt, dass die Teilnehmenden theoretisch fundiertes und gleichzeitig praxisorientiertes Wissen erwerben.

Vermittelt werden u.a. Kenntnisse in Staatsrecht und EWR-Recht, Verwaltungsrecht, Strafrecht und Strafprozessrecht, Zivilrecht (Schuldrecht, Sachenrecht, Erbrecht, Personen- und Familienrecht, Arbeitsrecht) und Zivilprozessrecht sowie Standes- und Honorarrecht, Verfahrenshilfe, Insolvenz-, Exekutions-, Sozialversicherungs- und Arbeitsrecht, Internationales Privatrecht, Schiedsrecht und Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht.

Ein optionaler Klausurenkurs widmet sich dem Verfassen von Schriftsätzen zur Vorbereitung auf die schriftliche Rechtsanwaltsprüfung. Der Klausurenkurs wird zwei Mal jährlich angeboten und kann nur gemeinsam mit den Modulen 1 bis 4 gebucht werden.
 

Weitere Informationen

Der Intensivkurs „Strafrecht und Digitalisierung“ bildet das sechste Modul des Executive Master of Laws (LL.M.) im Wirtschaftsstrafrecht. Im Zentrum stehen die strafrechtlichen Herausforderungen der digitalen Transformation, insbesondere im Kontext von Cyberkriminalität, Blockchain-Technologie und Künstlicher Intelligenz (KI).

Zunächst erhalten die Teilnehmenden einen umfassenden Überblick über die relevanten Strafbestimmungen zur Cyberkriminalität. Dabei wird unterschieden zwischen:

  • Cybercrime im engeren Sinne: Angriffe auf Daten und IT-Systeme mittels moderner Informationstechnologien (zB Hacking, Ransomware- oder DDoS Attacken)
  • Cybercrime im weiteren Sinne: Einsatz von IT zur Begehung klassischer Delikte (zB Phishing oder Kinderpornografie)


Im Anschluss wird das Thema Cybersicherheit behandelt, inklusive präventiver Massnahmen, technischer Schutzmechanismen sowie der rechtlichen Pflichten im Bereich IT-Security und Cyberresilienz.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf neuen digitalen Technologien:

  • Die Blockchain-Technologie und ihre strafrechtlichen Implikationen werden anhand des liechtensteinischen Blockchain-Gesetzes (TVTG) vertieft. Dabei wird auch die Entstehung der Token-Ökonomie praxisnah erläutert.
  • Die Künstliche Intelligenz (KI) — insbesondere generative KI wie ChatGPT — wird in ihrer Anwendung im beruflichen Alltag vorgestellt, unter anderem im Kontext der Kriminalitätsbekämpfung. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen werden auch ethische sowie strafrechtlich relevante Fragestellungen diskutiert.


Kursinhalte im Überblick:

  • Strafrechtliche Einordnung von Cyberkriminalität und Cybersecurity
  • Aktuelle Entwicklungen im digitalen Strafrecht
  • Blockchain, Tokenisierung und das liechtensteinische TVTG
  • Künstliche Intelligenz im juristischen Kontext: Chancen, Risiken und rechtliche Grenzen
  • Interaktive Fallbeispiele und praxisbezogene Diskussionen


Nach erfolgreicher Teilnahme sind die Studierenden in der Lage, strafrechtlich relevante Sachverhalte in digitalen Kontexten zu erkennen, rechtlich einzuordnen und praxisnah zu lösen. Sie verfügen über fundierte Kenntnisse im technologiebasierten Wirtschaftsstrafrecht und sind vorbereitet auf den kompetenten Umgang mit digitalen Risiken im Unternehmens- und Rechtskontext.

Die Teilnehmenden erwerben die Fähigkeit, strafrechtlich relevante Sachverhalte im digitalen Kontext zu erkennen und praxisorientiert zu lösen. Sie können qualifiziert mit den Herausforderungen von Token und KI umgehen.

Dieses Weiterbildungsangebot wird in regelmässigen Abständen durchgeführt. Die nächste Durchführung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier — sofern aktuell buchbar.

Möchten Sie benachrichtigt werden, sobald eine Anmeldung möglich ist? Lassen Sie sich unverbindlich informieren.

Der Intensivkurs «Strafrecht und Unternehmen» ist das fünfte Modul des Executive Master of Laws (LL.M.) im Wirtschaftsstrafrecht. Im Zentrum steht das Unternehmen als potenziell strafrechtlich verantwortliche Einheit und der präventive Umgang mit rechtlichen Risiken im wirtschaftlichen Umfeld.

Zunächst wird die im liechtensteinischen Strafgesetzbuch (StGB) verankerte Unternehmensstrafbarkeit analysiert. Dabei stehen insbesondere das Fehlverhalten von Leitungspersonen sowie das sogenannte Organisationsverschulden im Fokus, das auf unzureichende interne Strukturen oder Aufsichtsmassnahmen zurückzuführen ist.

Ein wesentlicher Teil des Kurses widmet sich dem Themenkomplex Criminal Compliance. Vermittelt werden:

  • Grundlagen und Aufbau einer wirksamen Compliance-Architektur
  • Strategien der präventiven Rechtsberatung für Unternehmen
  • Planung und Durchführung interner Untersuchungen (Internal Investigations)


Dabei wird praxisnah aufgezeigt, wie Compliance-Verstösse identifiziert, analysiert und behoben werden können — einschliesslich der Zusammenarbeit mit Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden, falls erforderlich.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Whistleblowing: Die Teilnehmenden lernen, wie Hinweisgebersysteme rechtskonform implementiert und Missstände intern oder extern gemeldet und behandelt werden können.

Zum Abschluss werden vertiefte Kenntnisse in spezifischen unternehmensrelevanten Rechtsgebieten vermittelt, darunter:

  • Urheberstrafrecht
  • Lauterkeitsstrafrecht (unlauterer Wettbewerb)
  • Strafbestimmungen im Bereich gewerblicher Schutzrechte


Anhand praxisorientierter Fallbeispiele wird der Stoff anschaulich und handlungsorientiert vermittelt.


Kursinhalte im Überblick:

  • Unternehmensstrafbarkeit und Organisationsverschulden
  • Entwicklung und Implementierung von Compliance-Systemen
  • Interne Untersuchungen und risikoorientierte Massnahmen
  • Whistleblowing und Hinweisgeberschutz
  • Wirtschaftsstrafrecht in Bezug auf geistiges Eigentum und Wettbewerb


Nach Abschluss des Kurses verfügen die Teilnehmenden über spezialisiertes Wissen im Unternehmensstrafrecht und in der Criminal Compliance. Sie sind in der Lage, strafrechtliche Risiken frühzeitig zu erkennen, präventive Compliance-Strategien zu entwickeln und umzusetzen sowie aktiv an internen Untersuchungen zur Aufklärung unternehmensinterner Rechtsverstösse mitzuwirken.

Dieses Weiterbildungsangebot wird in regelmässigen Abständen durchgeführt. Die nächste Durchführung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier — sofern aktuell buchbar.

Möchten Sie benachrichtigt werden, sobald eine Anmeldung möglich ist? Lassen Sie sich unverbindlich informieren.

Der Intensivkurs "Strafverfahren" bildet das achte Modul des Executive Master of Laws (LL.M.) im Wirtschaftsstrafrecht. Im Fokus steht das liechtensteinische Strafverfahrensrecht, das in wirtschaftsstrafrechtlichen Verfahren eine zentrale Rolle spielt — von der Einleitung des Verfahrens bis hin zum Rechtsmittelweg und zur internationalen Zusammenarbeit.

Zu Beginn werden die Grundprinzipien des Strafverfahrens in Liechtenstein vermittelt. Anschliessend erfolgt eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Vorverfahren, insbesondere mit:

  • Rechten der Verfahrensbeteiligten
  • Beweisaufnahme und Beweisverwertungsverboten
  • Aussagepflichten und Aussageverweigerungsrechten
  • Ermittlungsmassnahmen (zB Durchsuchung, Beschlagnahme und Überwachung)

Im Hauptverfahren liegt der Schwerpunkt auf dem Erkenntnisverfahren, insbesondere der Schlussverhandlung, bevor das Rechtsmittelverfahren ausführlich behandelt wird.

Ein integraler Bestandteil des Kurses ist das internationale Rechtshilferecht, das für grenzüberschreitende Strafverfahren von grosser Bedeutung ist. Die Teilnehmenden lernen, wie Amtshilfeverfahren in der Praxis durchgeführt und rechtlich fundiert begleitet werden.

Abschliessend werden verfahrensrechtliche Regelungen des Verwaltungsstrafgesetzes (VStrG) behandelt — eine essenzielle Ergänzung für die Bearbeitung sogenannter Verwaltungsübertretungen.
 

Kursinhalte im Überblick:

  • Liechtensteinisches Strafverfahrensrecht: Aufbau und Ablauf
  • Vorverfahren: Rechte, Beweise, Ermittlungsmassnahmen
  • Erkenntnisverfahren und gerichtliche Hauptverhandlung
  • Berufung, Revision und weitere Rechtsmittelverfahren
  • Internationale Rechtshilfe in Strafsachen
  • Liechtensteinisches Verwaltungsstrafverfahren 
     

Die Teilnehmenden erwerben umfassende Kenntnisse im Strafprozessrecht, die sie qualifiziert in nationalen Verfahren anwenden können. Darüber hinaus sind sie in der Lage, grenzüberschreitende Strafverfahren rechtssicher und effizient zu begleiten — eine Schlüsselkompetenz im modernen Wirtschaftsstrafrecht.

Dieses Weiterbildungsangebot wird in regelmässigen Abständen durchgeführt. Die nächste Durchführung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier — sofern aktuell buchbar.

Möchten Sie benachrichtigt werden, sobald eine Anmeldung möglich ist? Lassen Sie sich unverbindlich informieren.

Der Intensivkurs «Wirtschaftsstraftaten im Strafgesetzbuch» bildet das zweite Modul des Executive Master of Laws (LL.M.) im Wirtschaftsstrafrecht. Im Zentrum des Kurses steht die detaillierte Auseinandersetzung mit wirtschaftsrelevanten Straftatbeständen im liechtensteinischen Strafgesetzbuch (StGB).
 

Die Teilnehmenden erwerben fundierte Kenntnisse in zentralen Wirtschaftsstraftaten, insbesondere:

  • Vermögensdelikte (zB Betrug, Untreue, Veruntreuung)
  • Urkundendelikte (zB Urkundenfälschung, Urkundenunterdrückung)
  • Insolvenzdelikte (zB betrügerische Krida, Gläubigerbegünstigung)
  • Korruptionsdelikte (zB Bestechlichkeit, Bestechung, Vorteilsannahme, Vorteilszuwendung)


Diese Deliktsgruppen werden umfassend analysiert, systematisch aufbereitet und mit zahlreichen praxisnahen Fallbeispielen vertieft, um den Teilnehmenden ein rechtsanwendungsorientiertes Verständnis zu vermitteln.

Ein besonderes Highlight bildet der rechtsvergleichende Teil am Ende des Kurses, in dem internationale Perspektiven auf ausgewählte Wirtschaftsstraftaten betrachtet werden. Dabei werden die Regelungen in anderen Jurisdiktionen — etwa im deutschsprachigen Raum oder in ausgewählten OECD-Ländern — herangezogen, um Vergleichbarkeit, Unterschiede und internationale Standards im Wirtschaftsstrafrecht aufzuzeigen.
 

Kursinhalte im Überblick:

  • Systematik der Wirtschaftsstraftaten im liechtensteinischen StGB
  • Vertiefung in relevante Delikte des Wirtschaftslebens
  • Fallbearbeitung zur Anwendung strafrechtlicher Vorschriften
  • Rechtsvergleichung mit ausgewählten internationalen Strafrechtsordnungen


Am Ende des Kurses verfügen die Teilnehmenden über praxisrelevantes Wissen zu zentralen Straftatbeständen im Wirtschaftsrecht und ein vertieftes Verständnis für deren Anwendung im internationalen Kontext. Dieses Modul ist essenziell für Jurist:innen, Compliance-Verantwortliche und Führungskräfte mit Berührungspunkten zum Straf- und Wirtschaftsstrafrecht.

Dieses Weiterbildungsangebot wird in regelmässigen Abständen durchgeführt. Die nächste Durchführung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier — sofern aktuell buchbar.

Möchten Sie benachrichtigt werden, sobald eine Anmeldung möglich ist? Lassen Sie sich unverbindlich informieren.

Der Intensivkurs „Wirtschaftsstraftaten in Materiengesetzen“ ist das vierte Modul des Executive Master of Laws (LL.M.) im Wirtschaftsstrafrecht. Im Fokus stehen jene Strafbestimmungen des Nebenstrafrechts, die in unterschiedlichen Materiengesetzen verankert sind und für die Praxis des Wirtschaftsstrafrechts von zentraler Bedeutung sind.
 

Die Teilnehmenden erwerben vertiefte Kenntnisse in folgenden Bereichen:

  • Steuerstrafrecht und Zollstrafrecht
  • Bilanzstrafrecht und Kapitalmarktstrafrecht
  • Strafrechtlicher Schutz von Geheimnissen (zB Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse)
  • Internationale Sanktionen


Aufgrund des akzessorischen Charakters dieser Wirtschaftsstraftatbestände werden auch die zugrunde liegenden ausserstrafrechtlichen Verhaltensnormen, wie steuer-, zoll- und aufsichtsrechtliche Vorschriften, systematisch aufgearbeitet.

Besonderer Wert wird auf den Praxisbezug gelegt: In anwendungsorientierten Fallstudien analysieren die Teilnehmenden konkrete Sachverhalte, wenden strafrechtliche Normen an und entwickeln fundierte Lösungsstrategien — mit direktem Bezug zu den Herausforderungen in Unternehmenspraxis, Compliance und Strafverteidigung.
 

Kursinhalte im Überblick:

  • Wirtschaftsstraftatbestände ausserhalb des Strafgesetzbuchs (StGB)
  • Verknüpfung von materienrechtlichen Vorschriften mit strafrechtlichen Sanktionen
  • Aktuelle Entwicklungen im Sanktionenrecht
  • Analyse und Lösung komplexer Fallkonstellationen aus der Unternehmenspraxis


Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses sind die Teilnehmenden in der Lage, relevante Straftatbestände des Nebenstrafrechts sicher zu identifizieren, rechtlich einzuordnen und wissenschaftlich fundierte Lösungsansätze für komplexe wirtschaftsstrafrechtliche Fragestellungen zu entwickeln. Damit schaffen sie eine wesentliche Grundlage für verantwortungsvolles Handeln in Wirtschaft, Verwaltung und Rechtsberatung.

Dieses Weiterbildungsangebot wird in regelmässigen Abständen durchgeführt. Die nächste Durchführung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier — sofern aktuell buchbar.

Möchten Sie benachrichtigt werden, sobald eine Anmeldung möglich ist? Lassen Sie sich unverbindlich informieren.

Den Teilnehmenden werden spezielle Themenstellung des Bankrechts abseits des BankG, etwa im Bereich der Zahlungsinstitute, der Zahlungssysteme und des E-Geld-Regimes, vorgestellt. Zudem werden sie für den Bereich der Geldwäschereiprävention sensibilisiert. In diesem Modul erarbeiten sich die Teilnehmenden ausserdem umfassende Kenntnisse im Bereich des privaten Bankvertragsrechts und der gängigen Rahmenverträge, die für den täglichen Einsatz in der Bankenpraxis unabdingbar sind.

Dieses Weiterbildungsangebot wird in regelmässigen Abständen durchgeführt. Die nächste Durchführung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier – sofern aktuell buchbar.

Möchten Sie benachrichtigt werden, sobald eine Anmeldung möglich ist? Lassen Sie sich unverbindlich informieren.

Wirtschaftsstrafrecht

Tagungen und Reihen

Die „Liechtensteinischen Gespräche zum Wirtschaftsstrafrecht“ sind eine etablierte Tagungsreihe im Fürstentum Liechtenstein, die sich mit aktuellen Fragen des nationalen und internationalen Wirtschaftsstrafrechts befasst. Im Mittelpunkt stehen dabei Herausforderungen der Compliance sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Strafrecht.

Ziel der Gespräche ist es, eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu schaffen. Die Tagungsreihe bietet Raum für hochkarätige Fachvorträge, rechtsvergleichende Perspektiven und interaktive Diskussionen mit Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland.
 

Im Fokus stehen unter anderem:

  • Aktuelle Fragestellungen im liechtensteinischen Wirtschaftsstrafrecht und Strafverfahrensrecht
  • Entwicklungen im EWR-, europäischen und internationalen Wirtschaftsstrafrecht
  • Digitale Transformationsprozesse und ihre strafrechtlichen Implikationen
  • Criminal Compliance und Risikomanagement


Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich aktiv an Podiumsdiskussionen zu beteiligen und eigene Fragen in den Dialog einzubringen. Die «Liechtensteinischen Gespräche» richten sich an Juristinnen und Juristen, Compliance-Verantwortliche, Unternehmen, Behörden sowie an alle, die sich fundiert mit aktuellen wirtschaftsstrafrechtlichen Entwicklungen auseinandersetzen möchten.

Dieses Weiterbildungsangebot wird in regelmässigen Abständen durchgeführt. Die nächste Durchführung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier – sofern aktuell buchbar.

Möchten Sie benachrichtigt werden, sobald eine Anmeldung möglich ist? Lassen Sie sich unverbindlich informieren.

Lassen Sie uns über Ihre Weiterbildung sprechen

Kontakt aufnehmen

Mag. phil. Christoph Osztovics
Studiengangsmanager - Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung
Employee