Digitale Spuren als Schlüssel zur Prozessgestaltung – Herausragende Dissertation von Gregor Kipping
Digitale Spuren als Schlüssel zur Prozessgestaltung – Herausragende Dissertation von Gregor Kipping
Die Universität Liechtenstein gratuliert Gregor Kipping herzlich zur erfolgreichen Disputation seiner Dissertation «Advancing Process Science - Leveraging Multiple Sources of Data in Business Process Management» mit der höchsten Auszeichnung.
Wie können sozio-technische Prozesse besser verstanden und datenbasiert gestaltet werden, um komplexe Herausforderungen im digitalen Zeitalter zu bewältigen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Dissertation von Gregor Kipping unter der Betreuung von Prof. Dr. Jan vom Brocke an der Universität Liechtenstein. Im Fokus der Arbeit stehen der Beitrag digitaler Datenquellen zur evidenzbasierten Gestaltung sozio-technischer Prozesse und Systeme sowie die prozessbasierte Verhaltenssichtbarkeit, die es ermöglicht, auf Grundlage digitaler Spuren Einsichten in tatsächliche Arbeitsabläufe zu gewinnen und diese für Managemententscheidungen nutzbar zu machen.
Basierend auf zehn wissenschaftlichen Studien wurden methodische und konzeptionelle Grundlagen entwickelt, die zeigen, wie digitale Spurendaten, Sensorinformationen und Bildungsdaten in Designprozesse integriert werden können. Als einer der ersten Beiträge in der Wirtschaftsinformatik nimmt die Arbeit eine explizit sozio-technische Perspektive auf digitale Bildungsnachweise (sogenannte «Digital Credentials») ein. Im Zentrum steht dabei nicht nur die technologische Infrastruktur von solchen digitalen Bildungsnachweisen, sondern auch deren Einbettung in organisationale Prozesse, Governance-Strukturen und digitale Lernökosysteme. Durch diesen interdisziplinären Ansatz erweitert die Dissertation den Diskurs über lebenslange Lernprozesse und die Rolle von digitalen Bildungsnachweisen um eine gestaltungsorientierte Sichtweise.
Die Ergebnisse geben neue Impulse für die Weiterentwicklung des interdisziplinären Wissenschaftsgebiets Process Science und zeigen, wie Problemlösen als dynamischer Gestaltungsprozess verstanden und systematisch unterstützt werden kann. Damit trägt die Dissertation zur digitalen Transformation von Organisationen und der Weiterentwicklung von Bildungstechnologien bei.
Die Universität gratuliert Gregor Kipping und dankt seinem Betreuer Prof. Dr. Jan vom Brocke und dem Co-Betreuer Prof. Dr. Axel Winkelmann von der Universität Würzburg sowie Prof. Dr. Leo Brecht als Disputationsvorsitzendem sehr herzlich für deren grosse Unterstützung.