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Walz 4.0: Ein Forschungsprojekt für die Zukunft des Handwerks

Walz 4.0: Ein Forschungsprojekt für die Zukunft des Handwerks

Blick auf einen Schreibtisch mit bunten Notizzetteln und Menschen, die an einem Tisch sitzen im Hintergrund

Das Forschungsprojekt Walz 4.0 der Universität Liechtenstein entwickelt neue Modelle der Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Hochschulbildung. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Bauwirtschaft der Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein-Region vor mehreren Herausforderungen steht: Fachkräftemangel, steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit sowie der Verlust von handwerklichem Erfahrungswissen. Gleichzeitig entstehen neue Technologien und Planungsinstrumente, deren Potenziale im Handwerkskontext noch nicht ausgeschöpft sind.

Walz 4.0 untersucht, wie traditionelles Handwerkswissen und moderne Hochschullehre sich gegenseitig stärken können. Im Zentrum steht die Frage, wie Planung, Materialverständnis und handwerkliche Ausführung wieder enger miteinander verbunden werden können. Das Projekt setzt dabei auf offene, verteilte und praxisorientierte Lernformen, die sowohl den Austausch über Berufsgrenzen hinweg fördern als auch neue Wege der Wissensvermittlung erproben. Ziel ist es, Forschungs- und Ausbildungsprozesse so zu gestalten, dass sie zur Entwicklung einer resilienten, klimafreundlichen und zukunftsfähigen Baukultur beitragen.

Projektleiter ist Dr. Wolfgang Schwarzmann, Architekt und Postdoktorand an der Liechtenstein School of Architecture in der Fachgruppe Handwerk & Struktur.

Erster Workshop „1 Problem – 1000 Lösungen“

Als Auftakt zu den praktischen Formaten fand am 7. November 2025 im Designforum Dornbirn der Workshop „1 Problem – 1000 Lösungen“ statt. Beteiligt waren Architekturstudierende der Universität Liechtenstein, Zimmererlehrlinge sowie Jugendliche im Alter zwischen 10 und 16 Jahren.

Der Workshop verfolgte das Ziel, unterschiedliche Perspektiven auf Gestaltung und handwerkliche Praxis zusammenzuführen. In gemischten Teams entwickelten die Teilnehmenden Lösungsansätze für einfache Reparatur- und Weiterentwicklungsaufgaben und setzten diese in kleinen Modellen um. Die offene Lernumgebung ermöglichte unmittelbaren Austausch, gemeinsames Experimentieren sowie ein Lernen voneinander über berufliche Rollen oder Alter hinweg.

Der Workshop bildete den Beginn einer Reihe weiterer Formate, in denen Walz 4.0 neue Wege der Berufsorientierung, Kompetenzentwicklung und Zusammenarbeit zwischen Planung und Handwerk erprobt.

Blick auf einen Schreibtisch mit bunten Notizzetteln und Menschen, die an einem Tisch sitzen im Hintergrund