Executive Master of Laws (LL.M.) im Bank- und Finanzmarktrecht
Das Bank- und Finanzmarktrecht ist ein Schlüssel-
bereich für eine stabile und innovative Finanzwelt. Unsere Weiterbildungsangebote richten sich an Berufstätige, die sich im komplexen regulatorischen Umfeld noch besser zurechtfinden, ihr juristisches Fachwissen erweitern und aktuelle Herausforde-
rungen am Finanzplatz Liechtenstein meistern möchten. Im Mittelpunkt stehen praxisrelevante Themen aus dem Bank- und Finanzmarktrecht – stets mit Blick auf nationale und europäische Rahmen-
bedingungen. Ob Bankrecht, Kapitalmarktrecht, Geldwäschereiprävention oder angrenzende Bereiche: Unsere Programme bieten fundierte rechtliche Orientierung für Fach- und Führungspersonen.
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bis 31. März 2026
Modulübersicht
Der LL.M. im Bank- und Finanzmarktrecht vermittelt in neun Modulen die wesentlichen rechtlichen Rahmenbedingungen betreffend Banken, Versicherungen, Fonds, Vermögensverwaltung und neue Geschäftsmodelle.
Behandelt werden unter anderem europäisches und internationales Finanzmarktrecht, Bankrecht, Kapitalmarktrecht, sowie die spezifischen Rechtsordnungen von Liechtenstein und der Schweiz. Zudem werden Themen wie Geldwäschereiprävention, Corporate Governance, digitale Innovationen und Nachhaltigkeit sowie praxisnahe Fallstudien behandelt.
Modul 1 – Grundlagen des Finanzmarktrechts
Modul 1 des Executive Master of Laws (LL.M.) im Bank- und Finanzmarktrecht vermittelt die Grundlagen des liechtensteinischen und europäischen Bank- und Finanzmarktrechts. Es umfasst rechtliche und ökonomische Aspekte, darunter Aufsichtsrecht, zivilrechtliche Grundlagen und das Zusammenspiel nationaler und europäischer Aufsichtsbehörden wie EBA und ESMA. Studierende lernen die Grundlagen des Bankgeschäfts sowie ökonomische Theorien und Risikomanagement. Ein besonderes Augenmerk gilt dem EWR-Finanzmarktrecht und den Prinzipien von Corporate Finance und Accounting.
Modul 2 – Bankrecht
Das Modul „Bankrecht“ vermittelt die Grundlagen des liechtensteinischen und europäischen Bankenaufsichtsrechts im Kontext der Bankenunion. Der Fokus liegt auf der CRD, CRR und dem Bankengesetz, einschließlich Bewilligungsanforderungen, Corporate Governance und Bankenabwicklung. Ein Schwerpunkt sind Kapitalanforderungen nach dem Baseler Rahmenwerk sowie die Tätigkeit der FMA. Weitere Themen sind die Verhaltenspflichten von Banken, Geschäftsmodelle, Eigenkapitalverordnung (CRR) und die makroprudenziellen Aufsichtsmechanismen im Banksektor.
Modul 3 – Zahlungsverkehr und Geldwäschereiprävention
Modul 3 behandelt das liechtensteinische und europäische Zahlungsverkehrsrecht, von der PSD über die Regulierung von Zahlungskonten bis zu E-Geld-Instituten. Es behandelt zentrale Zahlungsdiensterichtlinien und Rahmenverträge wie Kreditkarten- und Online-Banking-Verträge. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Geldwäschereiprävention, mit Fokus auf das liechtensteinische Sorgfaltspflichtengesetz und die europäische Geldwäscherichtlinie. Zudem werden Themen wie Terrorismusfinanzierung, FATCA und der automatisierte Informationsaustausch (AIA) behandelt.
Modul 4 – Kapitalmarktrecht
Modul 4 behandelt das liechtensteinische und europäische Kapitalmarktrecht, einschließlich Primär- und Sekundärmarktrecht sowie marktinfrastrukturrechtliche Vorgaben. Themen wie die ProspektVO, MiFID-Vorgaben und MarktmissbrauchsVO (MAR) stehen im Mittelpunkt. Weitere Schwerpunkte sind Transparenzpflichten beim Derivatehandel (MiFIR), die EU-Verordnung zu OTC-Derivaten (EMIR) und Clearing-Vorgaben. Zudem werden Depotverwahrung, Settlement und Wohlverhaltenspflichten bei Wertpapierdienstleistungen behandelt, inklusive aktueller Entwicklungen wie Nachhaltigkeit im Kapitalmarkt.
Modul 5 – Fondsrecht
Modul 5 vertieft das liechtensteinische und europäische Investmentfondsrecht, mit Fokus auf die UCITS- und AIFM-Regulierung. Es behandelt Fondsstrukturierung, -besteuerung und die Regulierung von Hedgefonds, Prime Brokern und Verwahrstellen. Studierende lernen zentrale fondsrechtliche Regelungen wie das UCITSG und AIFMG kennen. Schwerpunkte sind die Zulassung von Fondsverwaltern, Verhaltenspflichten bei Kapitalanlagen sowie spezielle europäische Fondsregime wie EuVECA und ELTIF. Zudem werden Pensionsfonds und steuerrechtliche Aspekte der Fondsstrukturierung behandelt.
Modul 6 – Versicherungsrecht
Modul 6 vermittelt grundlegendes Wissen im Versicherungsrecht, einschließlich Versicherungsaufsichtsrecht (Solvency II), Versicherungsvermittlung (IDD, PRIIP-Verordnung) sowie dem liechtensteinischen, schweizerischen und österreichischen Versicherungsvertragsrecht. Es behandelt Versicherungsverträge (VersVG, ABGB) und grenzüberschreitende Versicherungsdienstleistungen, insbesondere im EWR. Schwerpunkte sind die Regulierung von Versicherungsunternehmen, Pensionskassen und die betriebliche Personalvorsorge (BPVG). Zudem werden die Pflichten der Versicherungsvermittlung und Produktregulierung nach der PRIIP-Verordnung behandelt.
Modul 7 – Studienreise
Modul 7 umfasst eine sechstägige Studienreise, die individuell auf die Themen des Studiengangs abgestimmt ist. Die Reise beinhaltet Besuche bei Aufsichtsbehörden, internationalen Organisationen, Universitäten und Kanzleien sowie Workshops. Studierende haben die Möglichkeit, sich mit den Studieninhalten auseinanderzusetzen, einen internationalen Blick auf die Themen zu gewinnen und sich mit Fachleuten sowie Kommilitoninnen und Kommilitonen auszutauschen. Die Studienreise fördert nicht nur fachliche, sondern auch persönliche Netzwerke.
Modul 8 – Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Modul 8 bietet einen vertieften Einblick in aktuelle regulatorische Entwicklungen in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Im Fokus stehen die Regulierung von Kryptowerten (TVTG, MiCAR, DLT Pilot Regime), Datenschutzrecht und europäische Nachhaltigkeitsregulierung. Es werden FinTech-Trends wie digitale Vermögensverwaltung, Algorithmic Trading und Crowdfunding-Plattformen behandelt. Das Modul beleuchtet auch europäische Plattformregulierungen (DMA, DSA) sowie den Rechtsrahmen zu Sustainable Finance (TaxonomieVO, CSRD). Weitere Themen sind nachhaltige Kreditvergabe und Anlageberatung nach MiFID II.
Modul 9 – International Private Wealth Management
Modul 9 besteht aus einem interdisziplinären Workshop, bei dem Studierende aus verschiedenen Executive Masterprogrammen zusammenarbeiten. In Teams bearbeiten sie eine Fallstudie zu einem Querschnittthema im International Private Wealth Management. Die Fallstudie umfasst Bank- und Finanzmarktrecht sowie Gesellschafts- und Steuerrecht. Studierende simulieren eine reale Beratungssituation, lösen komplexe Rechtsprobleme und präsentieren ihre Ergebnisse in einer interdisziplinären Diskussion mit anderen Studiengängen. Dies fördert praxisorientierte Problemlösung und Teamarbeit.
Alumni Porträt - Stefano Frick
Studiengang im Überblick: Informationen, Ablauf und FAQ
Infoveranstaltung für Studieninteressierte
Derzeit sind keine Informationsveranstaltungen online buchbar. In der Zwischenzeit beraten wir Sie gerne persönlich.
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