Neue Impulse für die Liechtenstein School of Architecture: Reem Almannai übernimmt Professur
Neue Impulse für die Liechtenstein School of Architecture: Reem Almannai übernimmt Professur
Die Universität Liechtenstein begrüsst Reem Almannai als neue Assoziierte Professorin für Architektur und Gesellschaft an der Liechtenstein School of Architecture.
Seit ihrem Amtsantritt am 1. Dezember 2025 bereichert sie die Universität mit ihrer breiten Erfahrung in Wohnbau, Stadtplanung und gesellschaftlicher Verantwortung – sowohl aus der Praxis als auch aus der Wissenschaft.
Ein internationaler Werdegang
Reem Almannai, 1979 in Bahrain geboren, hat eine beeindruckende Karriere hinter sich. Ihr Architekturstudium führte sie nach Weimar, Venedig und an die ETH Zürich, wo sie 2006 bei Hans Kollhoff abschloss. In der Praxis arbeitete sie in renommierten Büros wie Cino Zucchi in Mailand, Hermann Czech in Wien sowie Suzanne Senti und Diener & Diener in Basel, bevor sie sich verstärkt der Lehre widmete.
Vor ihrem Wechsel nach Liechtenstein lehrte Almannai an führenden Hochschulen wie der TU München, der ETH Zürich, der Universität Kassel und der Universität Antwerpen.
«Almannai Fischer»: Architektur mit Haltung
Seit 2016 leitet sie gemeinsam mit Florian Fischer das Münchner Architekturbüro «Almannai Fischer». Das Büro setzt auf gesellschaftlich relevante Architektur und konzentriert sich seit 2021 auf innovative Wohnformen und gemeinwohlorientierte Projekte. Statt auf Einfamilienhäuser oder Luxusapartments wie noch zuvor setzen sie seitdem ausschliesslich auf Konzepte für kollektives Wohnen bzw. suffiziente Projekte. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine «sachliche Heterogenität» aus – Projekte entstehen ohne vorgefertigte Muster und passen sich den jeweiligen Anforderungen an.
Pionierarbeit in der Kooperative Grossstadt
Almannai engagiert sich zudem als Gründungsmitglied der Münchner Baugenossenschaft Kooperative Grossstadt. Dort hat sie zukunftsweisende Wohnmodelle wie das «Nukleuswohnen» mitentwickelt. Dieses Konzept erlaubt es, Wohnungen flexibel an veränderte Bedürfnisse anzupassen, ohne bauliche Eingriffe. Erstmals wurde es im genossenschaftlichen Projekt «San Riemo» in München umgesetzt. Mit der Methode «Open Plan Open Decision» (OP-OD) fördert sie ausserdem neue Planungsprozesse, die auf kollektive Entscheidungen und Nachhaltigkeit im Wohnungsbau abzielen.
Neue Schwerpunkte in Liechtenstein
An der Universität Liechtenstein wird Reem Almannai ihre Expertise in den Bereichen Wohnen, Gesellschaft und Gemeinwohl einbringen. Sie verbindet Forschung und Praxis, um drängende Fragen des Wohnens und der Suffizienz mit innovativen Ansätzen zu beantworten.
Die Universität freut sich auf die Impulse, die Reem Almannai in Lehre und Forschung setzen wird, und heisst sie herzlich willkommen.