Rückblick Campus Gespräch: Luzia Tschirky über die Realität des Ukraine-Krieges
Rückblick Campus Gespräch: Luzia Tschirky über die Realität des Ukraine-Krieges
Am 24. Februar 2026 beleuchtete die Journalistin und langjährige SRF-Korrespondentin Luzia Tschirky an der Universität Liechtenstein die weitreichenden Folgen des russischen Angriffskrieges. Der vollständige Vortrag steht nun als Videoaufzeichnung zur Verfügung.
Der russische Angriffskrieg stellt eine historische Zäsur für die Ukraine und den gesamten europäischen Kontinent dar. Nie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es einen derart grossen Krieg in Europa, der das sicherheitspolitische Fundament der vergangenen Jahrzehnte so grundlegend in Frage stellt.
Beim «Campus Gespräch» im Auditorium der Universität Liechtenstein teilte Luzia Tschirky ihre fundierten Einschätzungen zur geopolitischen Lage und berichtete von ihren persönlichen Erfahrungen im Kriegsgebiet. Während fünf Jahren war die ausgewiesene Expertin für den postsowjetischen Raum als Korrespondentin für das Schweizer Fernsehen (SRF) tätig. Sie schilderte eindrücklich, wie sie in den Jahren vor der Vollinvasion in Moskau beobachtete, wie Wladimir Putin durch staatliche Repression im Inland den Boden für den Krieg ebnete.
Den eigentlichen Ausbruch des Konflikts erlebte sie ab dem ersten Tag direkt bei den Menschen in der Ukraine vor Ort. In ihrem Referat dokumentierte Tschirky, was blinde Gewalt für die Zivilbevölkerung bedeutet und wie der Krieg das Leben von Millionen Menschen nachhaltig und für immer verändert hat. Die Veranstaltung bot dem Publikum eine tiefgehende Einordnung der Geschehnisse zwischen politischer Analyse und den menschlichen Realitäten an der Front.
Die Veranstaltungsreihe wurde durch die Peter Marxer Lecture Foundation ermöglicht.