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Wissenschaft und Forschung sichtbar gemacht!

Wissenschaft und Forschung sichtbar gemacht!

Die Universität Liechtenstein, die Private Universität im Fürstentum Liechtenstein (UFL) und das Liechtenstein-Institut bilden gemeinsam den Hochschulverbund Liechtenstein. An allen drei Institutionen wird wissenschaftliche Forschung betrieben mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Am 27. März 2024 stellten sich die drei Institutionen zum zweiten Mal im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit Podiumsdiskussion, Posterausstellung und Science Slam an der UFL in Triesen der interessierten Öffentlichkeit vor.

 

Gastgeberin Barbara Gant, Rektorin der UFL, Christian Frommelt, Rektor der Universität Liechtenstein, und Thomas Meier, Direktor des Liechtenstein-Instituts, begrüssten die zahlreich erschienenen Anwesenden. Katja Gey, Leiterin des Amtes für Volkswirtschaft, richtete Grussworte an die Besucherinnen und Besucher.

 

In der anschliessenden Podiumsdiskussion, moderiert von Carmen Dahl (Leiterin Kommunikation und Marketing, Universität Liechtenstein), erörterten Georges Baur (Liechtenstein-Institut), Lindsay Blair Howe (Universität Liechtenstein) und Claudia Seitz (UFL) das Thema «Internationalität», das auch Schwerpunktthema der letzten Ausgabe des gemeinsam herausgegebenen Forschungsmagazins 1602 war.

 

Im Anschluss bot sich die Möglichkeit, in einer Posterausstellung mit Forschenden der drei Institutionen ins Gespräch zu kommen. Daneben boten Forscherinnen und Forscher der drei Institutionen in einem «ScienceSlam» Einblick in von ihnen bearbeitete Forschungsthemen. 

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Dissertation von Daniel Knapp liefert neue Erkenntnisse im Zusammenspiel Innovation und Nachhaltigkeit

Dissertation von Daniel Knapp liefert neue Erkenntnisse im Zusammenspiel Innovation und Nachhaltigkeit

Vier Männer stehen vor einem Bildschirm, der eine Präsentation mit dem Titel „Driving Sustainability with Purpose“ zeigt. Sie tragen Business-Kleidung und lächeln in die Kamera. Der Hintergrund ist ein moderner Innenraum.

Die Universität Liechtenstein gratuliert Daniel Knapp herzlich zur erfolgreichen Disputation seiner Dissertation «Driving Sustainability with Purpose: Unraveling the Role of Influencing Factors in Advancing Innovation Efficiency» mit Auszeichnung.

 

In seiner Arbeit untersucht Daniel Knapp, wie Unternehmen Nachhaltigkeit strategisch nutzen können, um ihre Innovationseffizienz zu steigern und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Der Fokus liegt auf der Identifikation und empirischen Analyse zentraler Einflussfaktoren wie organisationalem Lernen, regulatorischen Rahmenbedingungen, umweltbezogenen Aktivitäten, Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeitsberichterstattung, um daraus Handlungsempfehlungen für Wissenschaft und Praxis abzuleiten.

 

Die Dissertation umfasst mehrere innovative Beiträge, darunter ein Resource-Efficiency-Framework für börsennotierte Unternehmen, empirische Nachweise für den Zusammenhang von Nachhaltigkeitsaktivitäten und Innovationseffizienz sowie eine internationale Analyse von ESG-Reporting-Praktiken mittels Text Mining und Sentiment-Analysen.

 

Die Forschung liefert wertvolle Erkenntnisse für Unternehmen, die ökologische Verantwortung als strategische Chance begreifen, und wurde bereits in mehreren wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht. Die Universität gratuliert Daniel Knapp herzlich zur erfolgreichen Verteidigung seiner Dissertation und dankt seinem Betreuer Prof. Dr. Leo Brecht, dem Co-Betreuer Prof. Dr. Martin Müller von der Universität Ulm sowie dem Disputationsvorsitzenden Assoz. Prof. Dr. Benjamin van Giffen für ihre wertvolle Unterstützung.

Vier Männer stehen vor einem Bildschirm, der eine Präsentation mit dem Titel „Driving Sustainability with Purpose“ zeigt. Sie tragen Business-Kleidung und lächeln in die Kamera. Der Hintergrund ist ein moderner Innenraum.

Väter als Ernährer, Mütter als Kümmerer? Neue Studie deckt verhängnisvolle Rollenbilder auf

Väter als Ernährer, Mütter als Kümmerer? Neue Studie deckt verhängnisvolle Rollenbilder auf

Eine Person mit Brille und langem Haar steht in einem modernen Gebäude und trägt einen roten Pullover. Sie lächelt leicht und lehnt sich an ein Geländer.

Warum bleibt echte Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern im Berufsleben oft nur ein Ideal? Eine aktuelle Studie zeigt: Traditionelle Vorstellungen über Mutterschaft und Vaterschaft haben einen erheblichen Einfluss darauf, wie Rollen in der Familie verteilt und Frauen am Arbeitsplatz benachteiligt werden.

 

Assoz. Prof. Dr. Lindsay Howe von der Universität Liechtenstein hat gemeinsam mit Forschenden der University of Cardiff und des Institute for Voluntary Action Research untersucht, wie tief verwurzelte Geschlechterrollen den Alltag von Familien in Südafrika prägen – mit überraschenden Ergebnissen.

 

Die Untersuchung, die auf Fokusgruppen, ethnografischen Studien und innovativen Datenerhebungen mittels «Volunteered Geographic Information» (VGI) basiert, zeigt: Viele Menschen – unabhängig vom Geschlecht – sehen Väter immer noch in erster Linie als «Ernährer». Das führt dazu, dass viele Väter ihre Erziehungsaufgaben lediglich in freien Momenten zwischen beruflichen Verpflichtungen erledigen. Dieses Muster, das die Forschenden als «parenthetische Elternschaft» bezeichnen, verstärkt bestehende Ungleichheiten.

 

Besonders brisant: Dieser Widerspruch zwischen Ideal und Realität betrifft Familien aller sozialen Schichten. Während viele Väter sich eine aktivere Rolle in der Erziehung wünschen, werden sie durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen daran gehindert. Gleichzeitig bleibt der Grossteil der Erziehungsarbeit an den Müttern hängen – mit weitreichenden Folgen für deren berufliche Entwicklung.

 

Die Studie, veröffentlicht in der renommierten Fachzeitschrift «The Professional Geographer», ergänzt eine Reihe vorheriger Forschungen der Autorinnen. Bereits in einem «Time Magazine»-Artikel (https://time.com/6249410/secret-tax-women-time/) beleuchteten sie die versteckten Kosten, die Frauen tragen, weil sie für Pflege- und Fürsorgeaufgaben verantwortlich gemacht werden. Die neuen Ergebnisse zeigen nun: Es geht nicht nur um Mütter, sondern auch um die Hindernisse, mit denen engagierte Väter konfrontiert sind.

 

Fest steht: Solange diese traditionellen Rollenbilder bestehen bleiben, wird Gleichberechtigung schwer zu erreichen sein. Doch die Erkenntnisse der Studie könnten dazu beitragen, den Weg für eine gerechtere Aufteilung von Erwerbs- und Erziehungsarbeit zu ebnen.

 

Mehr zur Studie: https://www.uni.li/de/forschung/forschungsaktivitaeten/veroeffentlichungen/publikationen/@@publication_detail/9837.67

Eine Person mit Brille und langem Haar steht in einem modernen Gebäude und trägt einen roten Pullover. Sie lächelt leicht und lehnt sich an ein Geländer.
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