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Alpine Gebrauchslandschaft Rätikon

Project Description

Liechtenstein wird meist vom Rheintal aus erforscht und beplant (Verein Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein 2016; Universität Liechtenstein 2019; Broggi 2011). Dies hängt vor allem mit der dynamischen Entwicklung im Alpen-rheintal und den vielfältigen Verflechtungen der Liechtensteiner Gemeinden mit dem benachbarten Ausland zusam-men. Während Mario Broggi im Liechtensteiner Alpenrheintal von eine "Monegassierung" und einem Stadtstaat Liech-tenstein spricht (Broggi 2011, S. 103), ist für die Liechtensteiner Identität jedoch ein anderer Ausschnitt der Landschaft konstitutiv (Merki und Frommelt 2018): Der Rätikon, ein Gebirgskamm der sich auch auf österreichisches und schwei-zerisches Staatsgebiet erstreckt.
Denkt man diese trinationale Region Rätikon nicht von den Talsohlen, sondern vom Gebirgskamm aus, so vollziehen sich an allen Rändern des Rätikon unterschiedlichste Urbanisierungsprozesse. Der identitätsstiftende aber weitestge-hend vegetationslose Gebirgskamm, der im Zentrum dieser Region liegt, wird in der Arealstatistik wenig charmant als "unproduktive Fläche" ausgewiesen (Regierung des Fürstentum Liechtenstein 2008, S. 33). In der Forschung werden jene, wenig urbanisierten Gebiete auch als "stille Zonen" bezeichnet (ETH Studio Basel 2006). Trotz aller scheinbaren Unproduktivität sind die Anspruchsgruppen und -nutzungen vielfältig: Jäger, Touristen, Förster, Kraftwerke oder der Alpenverein beanspruchen das Gebiet für sich. Erfindungen wie das E-Bike bringen ungekannte Massen von Menschen in die Höhen. Solche Innovationen verdeutlichen die zusehends stärkere Verflechtung von unproduktivem Zentrum und urbanisiertem Grenzraum und bringen neue Arten des Gebrauchs in diese wenig berührte, offene Landschaft.
Seit dem Jahr 2017 gibt es die Drei-Länder-Initiative "Naturpark Rätikon", welche die Region um diesen Gebirgszug (inklusive der gesamten Landesfläche Liechtensteins) zu einer Modellregion für nachhaltige Entwicklung machen möchte. Naturpärke zeichnen sich generell durch hohe Natur- und Landschaftswerte, eine einzigartige Kulturland-schaft und identifikationsstiftenden Landschafts- und Ortsbilder aus (Schweizerischer Bundesrat 2018). Im Rahmen der nachhaltigen Raumentwicklung sollen diese Werte geschützt, gestärkt und weiterentwickelt werden. Die Schaffung eines Naturparks hat unter anderem zum Ziel, die Qualität von Natur und Landschaft sowie die Biodiversität zu erhalten und zu verbessern, lokale Ressourcen nachhaltig zu nutzen oder den Charakter des Orts- und Landschaftsbildes zu wahren und zu stärken. Während die Machbarkeitsstudie für den zukünftigen Naturpark Rätikon zum Schluss kommt, dass die planerischen Instrumente zur Sicherung dieser Ziele in Liechtenstein vorhanden sind (Internationaler Natur-park Rätikon 2019c), ist die Frage, welche Arten des Gebrauchs und welche Nutzungsansprüche von unterschiedlichs-ten Akteuren an diese Landschaft gestellt werden, noch unbeantwortet. Hier setzt das vorliegende Forschungsprojekt an, um mit der Beantwortung dieser Frage ein Fundament für einen vertiefenden Forschungsantrag über die alpine Gebrauchslandschaft Rätikon zu entwickeln.

Participating Institutions

Alliance for developing, teaching and training Digital Forensics and Incident Response students and practitioners

Project Description

Das Wachstum von Cyberangriffen weltweit hat zu einer erhöhten Nachfrage nach Cybersicherheitsspezialisten geführt, insbesondere im Bereich des Incident Response. Neben dem Mangel an Fachleuten erfordert das schnelle Tempo der Technologieentwicklung eine regelmäßige Aktualisierung der Fähigkeiten derjenigen, die bereits in diesem Bereich tätig sind .
Dieses Projekt hatte zum Ziel, diese Anforderungen durch die Entwicklung eines aktuellen Lehrplans für Digitale Forensik und Incident Response (DFIR) zu erfüllen, der kostenfrei für die akademische Welt und Industrie zugänglich gemacht werden sollte. Das Projekt hat eine systematische Analyse der erforderlichen Fähigkeiten im Bereich der digitalen Forensik sowie des benötigten Lehrmaterials zur Forderung dieser Fähigkeiten auf verschiedenen Ebenen der beruflichen Entwicklung geliefert. Im Rahmen der Lehrplanentwicklung hat das Konsortium theoretisches Material zu den Kernthemen der digitalen Forensik gesammelt und es um begleitende praktische Übungen erweitert. Diese Materialien wurden während der Durchführung echter Kurse an zwei Partneruniversitäten getestet. Die Bildungsqualität dieser Materialien wurde durch Kursevaluierungen bewertet. Die Fallstudien zur Entwicklung praktischer Fähigkeiten wurden unter Verwendung von AWS als Viitualisierungsplattform konzipiert. Eine solche Entwicklung umfasste die Definition einer exemplarischen Architektur eines Zielsystems sowie die Implementierung von harmlosen Anwendungen, Angriffen und Überwachungsaktivitäten. Zur automatisierten Einrichtung der
virtuellen Maschinen für eine beliebige Anzahl von Studierenden wurde die Generierung der Laborinfrastruktur skriptgesteuert. Solche Skripte können von Dozenten wiederverwendet werden, die solche Fallstudien durchfuhren. Die Bildungsqualität der entwickelten Fallstudienlabore wurde durch ihre Bereitstellung bei öffentlichen Workshops bewertet, die im Rahmen etablierter Konferenzen im Bereich Informationssicherheit und digitale Forensik abgehalten wurden. Das gesamte Lehrmaterial ist öffentlich zugänglich auf der von einem der Projektteilnehmer eingerichteten Lehrplattform.

Aktuelle EWR-rechtliche Entwicklungen

Project Description

Liechtenstein feierte im Jahr 2020 seine 25-jährige Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Dass der EWR kein statisches Rechtsgebilde ist, zeigt sich nicht nur anhand des Ho-mogenitätsziels und der verpflichtenden Übernahme von EU-Rechtsakten, sondern auch anhand der vielfältigen Herausforderungen, vor denen die EU und auch der EWR noch in Zukunft stehen.
Die gesellschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie sind kaum abschätzbar, der digitale Wandel bringt gleichermassen Chancen wie Herausforderungen und auch Zukunftsthemen der sozia-len, ökologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit werden (weiterhin) massgeblichen Ein-fluss auf die europäische Entwicklung haben. Sowohl die Erfolge der Vergangenheit als auch die Herausforderungen der Zukunft legen einen vertieften Blick auf aktuelle europa- sowie EWR-rechtliche Entwicklungen nahe.
Im Forschungsvorhaben werden sowohl die Potentiale als auch die Grenzen der europäischen Integration herausgearbeitet. Analysiert werden im Speziellen die Auswirkungen der Digitalisie-rung auf etablierte rechtliche Normen sowie auf die Finanzbranche als wichtiger Wirtschaftssek-tor, die Weiterentwicklung rechtlicher Vorgaben als Beitrag zur Stärkung der globalen Nachhaltigkeitsziele sowie die rechtlichen Einflüsse auf das künftige soziale Zusammenleben.

Project Participants

Employee
Dr. iur. Judith Ellen Sild
- Projektleiterin
Projektleiterin
Employee
Mag.iur. Nicola Pfisterer
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin
Employee
Mag. iur. Vanessa Pfurtscheller
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin
Employee
Mag. phil. Tanja Habicher Wagner
- Projektmitarbeiterin
Assistentin - Dekanat Liechtenstein Business Law School
Projektmitarbeiterin
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Aktuelle Entwicklungen in der Corporate, Foundation und Trust Governance

Project Description

Corporate Governance wird gemeinhin als der rechtliche und faktische Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen beschrieben. Obwohl sich mittlerweile eine abstrakte Definition etablieren konnte, unterliegt dieses allgemeine Begriffsverständnis doch einem stetigen Wandel. Jüngste gesellschaftliche Entwicklungen finden vermehrt Eingang in die Corporate-Governance-Diskussion und treiben die Abkehr vom klassischen Share-bzw. Stakeholder-Ansatz voran. Seit geraumer Zeit gewinnt insbesondere die Corporate Social Responsibility (CSR) in der Frage guter Unternehmensführung an Bedeutung, weshalb neben reiner Gewinnmaximierung soziale Bedürfnisse sowie Umwelt-und Nachhaltigkeitsaspekte in den Mittelpunkt rücken. Darüber hinaus macht auch die voranschreitende Digitalisierung vor der Governance nicht halt und wirft neue Fragestellungen hinsichtlich Haftung, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten auf. Ferner bleibt zu konstatieren, dass die Corporate Governance Ausgangspunkt für die Foundation Governance und Trust Governance ist und daher in diesen Rechtsinstituten ebenso Untersuchungen anzustellen sind. Vor diesem Hintergrund gilt es, im Rahmen des Forschungsprojektes zu erörtern, wie eine effektive Governance die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in Unternehmen, Stiftungen und Trusts beeinflusst und welchen Faktoren in diesem Kontext eine wesentliche Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung zukommt. In diesem Zusammenhang ist des Weiteren zu untersuchen, inwiefern ein nachhaltiger, sozialer oder umweltbezogener Stiftungs- oder Trustzweck den Stiftungsrat bzw. den Trustee bei seiner Tätigkeit bindet. Das gesellschaftsrechtliche Konzept des Verantwortungseigentums ist eng mit der Nachhaltigkeitsthematik verbunden, weshalb dessen mögliche Umsetzung mithilfe liechtensteinischer Gesellschaftsformen, der Stiftung und des Trusts eruiert wird. Die daraus resultierenden Spannungsfelder werden im Kontext der Governance beleuchtet.

Relevance to Liechtenstein

Die lokale Relevanz der im Forschungsprojekt aufgegriffenen Rechtsfragen ist sowohl für Wissenschaft als auch Praxis als gross einzuschätzen. Das Fürstentum Liechtenstein ist ein international bedeutender Stiftungs-, Trust- und Unternehmensstandort. Die Unternehmenslandschaft ist breit diversifiziert, sodass kleine Familienunternehmen bis hin zu grossen Konzernen ihren Sitz in Liechtenstein haben. Der internationalen Bedeutung des Standortes Liechtenstein liegt eine funktionierende Corporate Governance zugrunde, wodurch eine transparente und effiziente Führung und Kontrolle von Unternehmen, Stiftungen und Trusts sichergestellt wird. Darüber hinaus ist eine effektive Zusammenarbeit der im Governanceprozess beteiligten Personen, Behörden und Unternehmen essenziell. Vor diesem Hintergrund ist es unerlässlich, aktuelle und neue Tendenzen aufzugreifen und wissenschaftlich zu untersuchen, damit das Vertrauen der breiten Öffentlichkeit in Unternehmen, Stiftungen und Trusts in Liechtenstein erhalten bleibt.

Scientific, Economic and Societal Impact

Das Forschungsprojekt hat einen breiten praktischen Anwendungsbereich, indem es Lösungsansätze zur Integration neuer Governanceaspekte in Unternehmen, Stiftungen und Trusts entwickelt. Die aufgegriffenen Forschungsfragen zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Governance, wie bspw. im Kontext von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten oder neuen Formen der Unternehmensführung, sind für die Praxis von grosser Relevanz.
Mit den gewonnenen Erkenntnissen wird die Governance in Unternehmen, Stiftungen und Trusts gestärkt, um Transparenz, Verantwortlichkeit und Effektivität in den Organisationen und bei den Organen aufrechtzuerhalten. Das Vertrauen in Unternehmen, Stiftungen und Trusts in Liechtenstein bleibt hierdurch erhalten und die rechtlichen Anforderungen können auch im Kontext neuer Entwicklungen effektiv umgesetzt werden.

Schlüsselwörter

Trust Nachhaltigkeit Corporate Foundation Governance

Publications

Aktuelle Entwicklungen im Verhältnis der liechtensteinischen Stiftung zu ihren Stiftungsbeteiligten

Project Description

Zentrale Elemente der Totalrevision des liechtensteinischen Stiftungsrechts 2009 waren insbesondere die mehrdimensionale Foundation Governance, die Stärkung der Verantwortlichkeit des Stifters und die Beseitigung von Rechtsunsicherheiten und widersprüchlicher Rechtsprechung. Aufgrund aktueller Entwicklungen im Umfeld der Stiftung und jüngster höchstrichterlicher Rechtsprechung begegnen die Besonderheiten des liechtensteinischen Stiftungsrechts erneut gewissen Spannungsfeldern im Zusammenspiel der Rechte und Pflichten der Stiftungsbeteiligten. Diese greift das gegenständliche Forschungsprojekt auf und analysiert die sich hieraus ergebenden zentralen Fragestellungen in Wissenschaft und Praxis. Besondere Schwerpunkte sind hierbei die Organhaftung und die Rechtsfolgen mangelhafter Beschlüsse. Ebenso werden Spannungsfelder zwischen der Perpetuierung des Stiftungszwecks und der im liechtensteinischen Stiftungsrecht möglichen Änderungs- und Widerrufsrechte untersucht. Darüber hinaus setzt sich das Forschungsprojekt mit grundlegenden Fragen im Bereich des sogenannten Verantwortungseigentums im Lichte der Perpetuierung des Stiftungszwecks und etwaiger gegenteiliger Interessen der Beteiligten auseinander.

Relevance to Liechtenstein

Das Forschungsprojekt widmet sich aktuellen Fragen im Umfeld der liechtensteinischen Stiftung zu ihren Stiftungsbeteiligten. Im Wettbewerb der Rechtsordnungen muss auch das liechtensteinische Stiftungsrecht auf jüngste Entwicklungen reagieren, um Rechtssicherheit und Kontinuität gewährleisten zu können. Darüber hinaus wird das sogenannte Verantwortungseigentum, das in den Nachbarländern Liechtensteins immer mehr an Bedeutung im Rahmen der Unternehmensnachfolge gewinnt, im Kontext der liechtensteinischen Stiftung untersucht.

Scientific, Economic and Societal Impact

Das Verhältnis der Stiftungsbeteiligten untereinander sowie zur Stiftung befindet sich im Wandel. Es ist daher sowohl für Wissenschaft als auch Praxis unerlässlich, dass Erkenntnisse im Bereich der Forschungsziele des Projektes gewonnen werden. Das Forschungsprojekt greift daher aktuelle Spannungsfelder und Konfliktpotenziale im Verhältnis der Stiftung zu den Stiftungsbeteiligten auf. Weitere Schwerpunkte des Forschungsprojektes sind die Pfändbarkeit von Widerrufsrechten, die zweckwidrige Verwendung des Stiftungsvermögens und die Umsetzung des Verantwortungseigentums im liechtensteinischen Recht.

Schlüsselwörter

Stiftungsrecht

Publications

AI-bility: Cultivating AI Awareness in Schoolchildren

Project Description

Wir haben die Vielzahl an intelligenten Spielzeugen, adaptiven Lernanwendungen und digitalen Assistenten für Schulkinder auf dem Markt beobachtet. Diese Produkte stellen auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Konversationsagenten dar, die in der Lage sind, sich unter Verwendung natürlicher Sprache zu kommunizieren. Die Verbreitung dieser Produkte wurde durch die COVID-19-Pandemie höchstwahrscheinlich maßgeblich beeinflusst. Nichtsdestotrotz besteht, trotz der Unannehmlichkeiten, die Wahrheit darin, dass wir nach wie vor nur begrenztes Wissen darüber haben, wie Schulkinder diese KI-basierten Konversationsagenten zum eigenen Nutzen anwenden. Aufgrund der spezifischen Ausgestaltung dieser Agenten – sei es in Form eines physisch berührbaren Körpers oder in digitaler Charakterform – können Schulkinder verschiedene Arten von Interaktionen und Erfahrungen mit ihnen haben. Des Weiteren könnten sie aufgrund ihrer unterschiedlichen Kommunikationsmodalitäten, sei es durch Text, Sprache oder Gestik, unterschiedlich wahrgenommen werden. Dieses Projekt adressierte eine Diskussion, die in den kommenden Jahren voraussichtlich an Relevanz gewinnen wird, bedingt durch die zunehmende Verbreitung von KI-basierten Konversationsagenten und generativer KI (z. B. ChatGPT) im Kontext von Bildungs- und Freizeitaktivitäten. Gerne möchten wir vier Hauptergebnisse unseres Projekts hervorheben:
1: Wir haben eine Typologie von Konversationsagenten für Schulkinder entwickelt und diese in einer führenden Zeitschrift für Informationssysteme veröffentlicht.
2: Wir haben Einblicke in die Wahrnehmung und Nutzung von Konversationsagenten durch Kinder im Kontext von Lern- und Freizeitaktivitäten gewonnen.
3: Wir führten ein wissenschaftliches Experiment durch, um zu verstehen, ob und wie Kinder von verschiedenen Arten von Konversationsagenten im Lernprozess (Wissenserwerb und -speicherung) profitieren können.
4: Die im Verlauf des Projekts gewonnenen Erkenntnisse wurden auf unserem Projektdashboard verbreitet (https://ai-bility.eu/blog).
5: Wir verfassten und veröffentlichten Geschichten für Kinder, um das gewonnene Wissen in unterhaltsamer Weise mit Familien zu teilen (siehe https://ai-bility.eu/stories).

Project Participants

Employee
Dr. Leona Chandra Kruse
- Projektleiterin
Projektleiterin

Agrosolar - Kreation von ökologischen Ausgleichsflächen mit Energienutzung

Project Description

Gegenstand ist die Entwicklung städebaulicher und landschaftsintegrierter Lösungen für die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen zur Erzeugung photovoltaischen Stroms.

Relevance to Liechtenstein

Gegenstand ist die Entwicklung städtebaulicher und landschaftsintegrierter Lösungen für die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen zur Erzeugung photovoltaischen Stroms.

Participating Institutions

Institut für Architektur und Raumentwicklung / Partner
Delinat Institut für Ökologie u. Klimafarming / Partner

Project Participants

Employee
Prof. em. DI MAAS Peter Droege
- Professor
Professor

Affective Signalling in the Digital Workplace

Project Description

Die Digitalisierung prägt unsere globalisierte Welt schon seit geraumer Zeit und legt sowohl dem Individuum als auch Organisationen immer weitreichendere Affordanzen auf. Doch die COVID-19-Pandemie hat in diesem stetig voranschreitenden Prozess eine Zäsur ausgelöst, indem sie eine plötzliche Umstellung auf Home-Office erforderlich machte, die Führungskräfte und Mitarbeiter mit der Herausforderung konfrontierte, sich unmittelbar an diese ungewohnte digitale Ar-beitsumgebung anzupassen. Da Meetings und persönliche Gespräche nicht mehr möglich waren, musste sich die Arbeitswelt mit digitalen Kommunikationsformen abfinden. Schriftliche digitalen Medien sind jedoch weniger reich an Informationen, lassen keine Übertragung von nonverbalen Verhaltensweisen zu und vor allem bei der E-Mail-Kommunikation wird ein eher nüchterner und sachlicher Ton erwartet. Dies stellt eine große Herausforderung für Führungskräfte dar, da die Übertragung von Emotionen, die zumeist durch die nonverbale Kommunikation gesteuert wird, eine der wichtigsten Voraussetzungen für ihre Effizienz darstellt. Daher zielt dieses Projekt darauf ab, erstens die Eigenschaften zu erforschen, die dazu führen, dass Führungskräfte emotionale Signale trotz oder gerade wegen des digitalen Kontexts verwenden. Zweitens sollen die emotio-nalen, kognitiven und behavioralen Reaktionen der Empfänger auf affektive Führungssignale in der digitalen schriftlichen Kommunikation experimentell untersucht werden. Auf diese Weise wird dieses Projekt den affektiven Signalisierungsprozess in der digitalen Arbeitsumgebung um-fassend beschreiben und somit wertvolle Einblicke in die Kontexte liefern, in denen Führungs-kräfte emotionale Kommunikationstechniken einsetzen oder eher darauf verzichten sollten. Dar-über hinaus werden die Ergebnisse Rückschlüsse darauf zulassen, wie Mitarbeitende auf be-stimmte verbale und quasi-nonverbale emotionale Äußerungen im digitalen Raum reagieren, und somit Handlungsempfehlungen für Führungskräften geben, wie sie ihre affektive Kommunikation anpassen können, um sicherzustellen, dass sie die beabsichtigten Reaktionen hervorruft.

Schlagwörter: Digitale Führung, Emotionale Kommunikation, Affektive Signale, Charismatische Führung

Relevance to Liechtenstein

Da die COVID-19-Krise die rasche Digitalisierung plötzlich zu einer unvermeidlichen Herausforderung für einen Großteil der Gesellschaft gemacht hat und die Art und Weise, wie wir arbeiten, nachhaltig beeinflussen wird, ist ein besseres Verständnis der Besonderheiten und einzigartigen Möglichkeiten der digitalen schriftlichen Kommunikation nicht nur für Führungskräfte von unmittelbarem praktischem Wert, sondern auch für alle, die direkt oder indirekt von Remote-Arbeit betroffen sind. Dies gilt insbesondere für die hochinnovativen Unternehmen im Rheintal, die oft enge Beziehungen zu international tätigen Abteilungen, Kunden und Lieferanten unterhalten müssen. Wenn Führungskräfte in der Lage sind, ihre Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit durch ihre alltägliche Kommunikation zu signalisieren, wird es ihnen leichter fallen, ihr Unternehmen intern und extern zu repräsentieren und ein effizientes, loyales und robustes internationales Netzwerk aufzubauen. Um sicherzustellen, dass die Erkenntnisse aus diesem Projekt in der Praxis Anwendung finden, können sie in die Führungskräfteentwicklung der Universität Liechtenstein einfliessen und damit unmittelbar an Führungskräfte in der Region vermittelt werden. Insgesamt stellt dieses Projekt eine direkte Verbindung zu mehreren Kernstrategien der Universität Liechtenstein und des Landes her, indem es sich mit den Herausforderungen der Digitalisierung auseinandersetzt, Führungskräften hilft, innovative Kommunikationstechnologien zu ihrem Vorteil zu nutzen, und Wege aufzeigt, wie die Herausforderungen der aktuellen globalen Pandemie in Chancen umgewandelt werden können, die einen langfristigen Wert für die Gesellschaft darstellen.

Scientific, Economic and Societal Impact

Die Ergebnisse dieses Projekts sollen zeigen, welche Eigenschaften dazu führen, dass Führungskräfte emotional kommunizieren, obwohl oder gerade weil sie den Großteil ihrer Kommunikation auf ein digitales Umfeld umstellen mussten. Damit wird die Validität emotionaler Hinweise als Signal für bestimmte Führungseigenschaften bewertet und damit die Signalfunktion solcher Verhaltensweisen exploriert.
Daher kann dieses Projekt Führungskräften Handlungsempfehlungen geben, wie sie die physische Distanz an modernen Arbeitsplätzen durch eine Sprache überwinden können, die psychologische Nähe schafft. Die Ergebnisse werden deutlich machen, was zu tun und was zu vermeiden ist, wenn man mit Mitarbeitenden per E-Mail oder Chat kommuniziert, um ihre Motivation zu steigern und einen positiven Eindruck von sich selbst als Führungskraft zu vermitteln. Sie werden es Führungskräften darüber hinaus ermöglichen, abzuschätzen, wie ihre Mitarbeitenden auf bestimmte verbale und quasi-nonverbale emotionale Äußerungen am digitalen Arbeitsplatz reagieren werden, und somit, je nach Kommunikationskontext, ihre affektiven Signale anzupassen, um sicherzustellen, dass sie wie beabsichtigt verarbeitet werden. Die Fähigkeit, über digitale Medien so zu kommunizieren, dass die Anerkennung der Führungskraft, die Zuschreibung von Charisma und die Motivation der Mitarbeitenden gesteigert wird, ist für alle Führungskräfte von großem Nutzen und insbesondere für digitale Führungskräfte und Entrepreneure unverzichtbar, da letzteren häufig der Zugang zu alternativen Ressourcen zur Steigerung der Mitarbeiterleistung in der Anfangsphase ihrer Unternehmensentwicklung fehlt.

Affect and Leadership: Exploring the emotional antecedents of leader behavior and the subsequent emotions and behavior of followers

Project Description

Emotionen sind fester Bestandteil innerhalb des Führungsprozess. Je besser wird diese Prozesse verstehen, desto besser lässt sich das Verhalten verstehen, vorhersagen und zum positiven für alle Beteiligten verändern. Emotionen sind wichtige Treiber von Motivation, Kognition und Verhalten (Keltner & Haidt, 1999), weshalb diese auch für Führungskräfte eine bedeutsame Rolle spielen, da sie auf die Art und Weise wie sie mit ihren Mitarbeitenden umgehen Einfluss nehmen.
Jedoch hat man sich bisher konkret mit diesem Thema innerhalb der Wissenschaft nur sehr wenig beschäftigt. Ziel des Projekts ist es, herauszufinden, warum Führungskräfte aufgrund ihres affektiven Erlebens ein bestimmtes Führungsverhalten zeigen (oder auch nicht) und wie dieses Führungsverhalten das affektive Erleben der Mitarbeitenden beeinflusst, das wiederum deren Verhalten bestimmt, das von den Führungskräften wahrgenommen wird und in der Folge das emotionale Erleben der Führungskräfte beeinflusst (ein Kreislaufprozess). Als erstes werden wir die Beziehung zwischen dem affektiven Erleben von Führungskräften am Arbeitsplatz und der Führung in einem Teamkontext untersuchen (Multi-Source-Querschnittsdesign). Das Kreislaufprozess Modell werden wir mit einer Reihe von Experimenten testen, die eine stringente Testung der Effekte von Emotionen (Gooty et al., 2010) bieten und Kausalaussagen zulassen. Letztlich werden wir, mit dem Ziel den Emotionsregulationsprozess innerhalb von Führungskräften zu erfassen (d.h. intra-individuelle Unterschiede), eine Experience Sampling Studie durchführen. Die Ergebnisse dieses Projekts dienen als wichtige Grundlage für zukünftige Forschung und bieten Führungskräften Erkenntnisse darüber, wie ihre Emotionen ihr Verhalten, ihren Arbeitsplatz und die Organisation beeinflussen (können).

Schlagwörter: Führung; Emotionen, Verhalten, Emotionsregulation

Relevance to Liechtenstein

Die Forschungsergebnisse fließen in die Ausbildung der Studierenden der Universität Liechtenstein, sowie in die Ausbildung der in der Region praktisch tätigen (bspw. MBA Studierende) ein. Durch die Vermittlung und Anwendung des Wissens, wie affektives Erleben auf das Führungsverhalten und das Verhalten wiederum auf affektives Erleben wirkt, lernen Führungskräfte ihr eigenes Handeln noch effektiver zu gestalten, wodurch auch die Organisation als Ganzes profitiert.

Scientific, Economic and Societal Impact

Emotionen sind überall, und der Kontext zwischen Führungskraft und Gefolgschaft bildet da keine Ausnahme. Emotionen sind mächtig, wenn es darum geht, Kognition und Verhalten zu beeinflussen. Führungskräfte können von Erkenntnissen über ihr eigenes Führungsverhalten profitieren. Führungskräfte erhalten Erkenntnisse darüber, wie sich ihre Emotionen auf ihr Verhalten, ihren Arbeitsplatz und die Organisation selbst auswirken. Führungskräfte können von dem Wissen profitieren, wie sie ihre Emotionen als Vorteil für ihre Führungsrolle nutzen können. Die Ergebnisse dieses Projekts und das gewonnene Wissen können in Leadership-Entwicklungsprogrammen genutzt werden, zum Beispiel in der Aus- und Weiterbildung (z.B. an der Universität Liechtenstein; MBA und zukünftige Zertifikatsprogramme).

Advancing the value of humanities

Project Description

Die Fähigkeiten, die auf dem Wissens- und Fachkorpus der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften (der "Humanities") aufbauen, sind gefordert. Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft bedürfen Hochschulabgängerinnen und Hochschulabgänger mit Befähigung zum kritischen Denken, Hinterfragen, ganzheitlichen Herangehen, kontextuellen Situieren, konstruktiven Umgang mit (inter-)kulturellen Settings, kreativen und interdisziplinären Agieren. Nur so können gegenwärtige Herausforderungen erkundet, verstanden, zukunftsgerichtet und nachhaltig angepackt werden. Die Humanities gelten als die wichtigste Förderin und Garantin für diese gesellschafts- und wirtschaftspolitisch äusserst relevanten Fähigkeiten.
Hochspezialisierte Fachkräfte bedürfen dieser grundlegenden Fähigkeiten für einen erfolgreichen Einstieg in die Arbeitswelten. Dies verdeutlicht die dringende Nachfrage der Wirtschaft und deren Suche nach Talenten. Notwendig wird eine Stärkung und Vermittlung dieser Fähigkeiten infolge zunehmender Verschränkung von Wirtschaft und Wissenschaft, gesamtgesellschaftlicher und damit verbunden auch bildungspolitischer Transformation. Zu diesen Forderungen gesellt sich ein seitens politischer Akteurinnen und Akteure formulierter Handlungsbedarf. Denn Menschen mit Befähigungen zu konstruktiv-kritischem Denken, Reflexion, kreativem und interdisziplinärem Kollaborieren sind bedeutsam, damit die Rahmen, Werte und das Erbe der aufgeklärten, offenen Europäische Gesellschaften und Kulturen, die sozial inklusive sind, aufrecht erhalten und weitergebaut werden können.

Hier schliesst die strategische Partnerschaft "Advancing the Value of Humanities - in Academia, Society and lndustry" an.
Sie untersucht aus der Perspektive der Kulturwissenschaften und anhand ausgewählter Lehrformate mit interdisziplinärer Schnittstelle zur Architektur an drei Universitäten die Vermittlung, Greifbarkeit und Qualitäten der skizzierten Fähigkeiten und stärkt ihre Relevanz für Bildung, Gesellschaft und Wirtschaft. Die strategische Partnerschaft der Universität Liechtenstein, Universität Graz und HafenCity Universität Hamburg nimmt dabei laufende, singuläre Bestrebungen und Profile der Beteiligten auf; führt sie komplementär mittels forschendem Peer-Learning, Kooperation und Austausch zusammen und ermöglicht Synergien für einen innovativen und nachhaltigen Output im transnationalen Verbund des Europäischen Raums.

Relevance to Liechtenstein

Die Fallstudie des Liechtensteiner Lehrformates ist vor Ort angesiedelt. Die Rolle der "Humanities" in Academia, Gesellschaft und Wirtschaft wird zum einen an der Universität Liechtenstein einfliessen, diese ist wiederum konkret mit dem liechtensteinischen Kontext verflochten. An der Abschlusskonferenz werden lokale Stakeholder zur Diskussion eingeladen.

Project Participants

Employee
Anna Ospelt MA
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin
Dr. sc. Anna-Lydia Capaul
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin
Employee
Dr. Roman Banzer
- Projektleiter
Projektleiter
Employee
Dr. Monika Litscher
- Projektleiterin
Projektleiterin
Employee
Dr. sc. Celina Martinez-Cañavate
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin
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