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LLMs in der Cybersicherheit: Fluch oder Segen?

LLMs in der Cybersicherheit: Fluch oder Segen?

Denkraum-Blog
Large Language Models und Cybersicherheit

Seit drei Jahren beschäftigt sich unsere Gesellschaft mit einer zentralen Frage: Welche Folgen bringt die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz, insbesondere der sogenannten „grossen Sprachmodelle“ (Large Language Models, LLMs)? Was wird aus unseren Kindern, wenn sie in der Schule von oder mithilfe von LLMs lernen? Wie verändern LLMs das Leben älterer Menschen?

Und auch im Bereich der digitalen Sicherheit stellt sich diese Frage: Werden LLMs hier zum Game Changer – oder flaut der Hype bald ab und „business as usual“ kehrt zurück? Die Antwort scheint klar: Das „Geschäft“ verändert sich auch in der Cybersicherheit grundlegend – wenn auch anders, als viele zunächst vermuten.

LLMs haben sich in kürzester Zeit als Werkzeuge zur Erstellung verblüffend echter Phishing-Mails, gefälschter Vorstandsanrufe, manipulierter Videos und überzeugender Desinformation etabliert. Diese Risiken sind erheblich, aber grundsätzlich beherrschbar. Die eigentliche Machtprobe von LLMs als Cyberwaffe findet jedoch in den „technischen Ecken“ der digitalen Welt statt.

Kernaufgabe der Cybersicherheit ist die Erkennung und Beseitigung von Schwachstellen – also Programmfehlern, die es Unbefugten ermöglichen, unbefugte Befehle auszuführen, Daten zu verschlüsseln oder zu stehlen. Die Identifikation solcher Schwachstellen erfordert ein hohes Mass an technischem Verständnis. Hier bieten LLMs, mit ihrer Fähigkeit, komplexe Fragen zu beantworten und dabei meist nützliche Lösungen zu liefern – Halluzinationen hin oder her – ein hochwirksames Werkzeug zur Produktivitätssteigerung. Für wen? Für alle, die es nutzen – mit welchen Absichten auch immer.

Das gleiche Phänomen zeigt sich bei einer anderen, sehr praxisnahen Aufgabe: beim Hacking. Dabei geht es um die Überwindung tatsächlicher Hürden, die durch Sicherheitsmechanismen geschaffen werden, um die Integrität von IT-Systemen zu schützen. Um das Vorgehen der Angreifer nachzuahmen und entdeckte Probleme rasch zu beheben, werden häufig sogenannte Penetrationstests eingesetzt. Auch hier gilt: LLMs machen solche Vorgänge effizienter und kostengünstiger – allerdings auch für die Angreifer.

Fazit: Am Wettrennen um den technologischen Vorsprung ändert sich auch im Zeitalter der LLMs nichts Grundlegendes. Sicherheit bleibt ein Wettlauf zwischen menschlicher Skrupellosigkeit – und menschlichem Anstand.

Large Language Models und Cybersicherheit

Der Weg in die digitale Souveränität führt durch das «Tal der Tränen»

Der Weg in die digitale Souveränität führt durch das «Tal der Tränen»

News_Campus-Gespraeche_Harald-Wehnes_Universitaet-Liechtenstein

Im zweiten Campus Gespräch 2026 referierte Prof. Dr. Harald Wehnes zum Thema «Digitale Souveränität - Machen». Der Informatikprofessor der Universität Würzburg vertritt die Ansicht, dass Europa jetzt ins Handeln kommen muss, um nicht als digitale Kolonie zu enden. Der Weg aus der Abhängigkeit von den US-Tech-Giganten führe aber durch das «Tal der Tränen».

Die Campus Gespräche 2026 stehen unter dem Leitthema «Weltordnung im Wandel».

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Der Vortrag von Prof. Dr. Harald Wehnes am 27.1.2026

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Treuhand-Award mit einem Preisgeld von 9000 Franken verliehen

Treuhand-Award mit einem Preisgeld von 9000 Franken verliehen

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S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein, Dr. Klaus Jachmann (3. Platz), Corinna Rüffer (2. Platz), Leander Seyb (1. Platz), Prof. Dr. Alexandra Butterstein und Mag. Anton Rüf . (v.l.) Foto: Paul Trummer

Drei Studierende des Executive Master of Laws (LL. M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht der Universität Liechtenstein gewannen am Montagabend ein Preisgeld von insgesamt 9000 Franken. 

Mit ihren Lösungsansätzen für eine treuhänderische Vermögensstruktur, die sie im Rahmen des sechsten I&F Family Wealth Preservation Awards entwickelten, überzeugten sie die Jury. Grundlage war das folgende Fallbeispiel:

Ein Ehepaar führt ein Familienunternehmen in dritter Generation. Es plant die Übergabe an die Nachfolgegeneration und möchte sicherstellen, dass das Unternehmen von künftigen Generationen weitergeführt und modern gehalten wird. Das Ehepaar sieht dies als Verantwortung gegenüber den Vorgängergenerationen, die das Vermögen aufgebaut haben. Es wünscht eine rechtliche Lösung, die dieses Ziel langfristig und über mehrere Generationen hinweg sichert. Zudem soll die Lösung gewährleisten, dass die Entscheidungsgewalt über das Unternehmen in der Familie bleibt. Mit Blick auf die minderjährigen Enkelkinder wünscht das Ehepaar, dass diese im Unternehmen mitarbeiten können, sofern sie später Interesse zeigen.

Die Studierenden sollten einen Lösungsweg für das Ehepaar entwickeln und dabei folgende Fragen klären:

 

  • Über welche Rechtsträger (Stiftungen, Trusts etc.) lässt sich sicherstellen, dass das Familienunternehmen langfristig Bestand hat und mehrheitlich im Familienbesitz bleibt?
  • Wie sind die zu wählenden Rechtsträger zu gestalten?
  • Wie und in welcher Form können zukünftige Zuwendungen geregelt werden?
  • Welche Family Governance Mechanismen sind für diese Familienkonstellation ratsam?

 

Das Fallbeispiel erforderte eine vielschichtige Betrachtung und ein breites Verständnis der innerfamiliären Situation, der Ziele des Ehepaars sowie grenzüberschreitender Sachverhalte und verschiedener Rechtsgebiete.

S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein, geschäftsführender Präsident des Verwaltungsrats von Industrie- und Finanzkontor Ets., verkündete die Platzierungen und gratulierte den Gewinnern zu ihren Arbeiten:

1. Platz: Leander Seyb (Preisgeld CHF 4'000) 
2. Platz: Corinna Rüffer (Preisgeld CHF 3'000) 
3. Platz: Dr. Klaus Jachmann (Preisgeld CHF 2'000)

 

Nachfolgend Zitate anlässlich der Preisverleihung

 

Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M., Studiengangsleiterin des Executive Master of Laws (LL.M.) für Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht und Dekanin der Liechtenstein Business Law School: «Es ist uns eine grosse Freude, dass wir den I&F Family Wealth Preservation Award auch in diesem LL.M.-Durchgang in enger Zusammenarbeit mit dem liechtensteinischen Treuhandunternehmen Industrie- und Finanzkontor Ets. durchführen konnten. Dieser Award bietet den Teilnehmenden des Executive Master of Laws (LL.M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht eine wertvolle Gelegenheit, ihr Wissen in der Gestaltung anspruchsvoller Vermögensstrukturen unter Beweis zu stellen und dabei fundierte, praxisorientierte Kompetenzen zu entwickeln. Dabei gilt es nicht nur, die rechtlichen und praktischen Anforderungen im Blick zu haben, sondern auch die vielfältigen Dimensionen der Family Governance einzubeziehen. Wir freuen uns sehr, dass wieder zahlreiche Arbeiten der Studierenden eingegeben wurden.»

«Vermögen zu erhalten, zeugt nicht nur von einer Verantwortung gegenüber der Familie an sich, sondern auch gegenüber der Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig, dass man sich überlegt, mit welchen Instrumentarien man Familienvermögen langfristig vor Verlust schützen und für Generationen sichern kann. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Familie der Kernbestandteil einer funktionierenden Gesellschaft ist. Und ohne Eigentumsrechte und Privatvermögen gibt es keine gesunde Wirtschaft. Mit dem I&F Family Wealth Preservation Award schärfen wir dieses Verständnis», führt S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein aus, geschäftsführender Präsident des Verwaltungsrats von Industrie- und Finanzkontor.

Preisträger Leander Seyb: «Der I&F Family Wealth Preservation Award hat verdeutlicht, dass jeder Vermögenswert und jedes Familienmitglied einzeln zu betrachten sind, damit am Ende eine für alle optimale und langfristig haltbare rechtliche Struktur entwickelt werden kann. Dieser Award bietet die einmalige Gelegenheit, die eigene Denkweise zu reflektieren und das erlernte theoretische Wissen praxisnah anzuwenden.» 

Preisträgerin Corinna Rüffer: «Die Komplexität der Situation, die unterschiedlichen Generationen, die verschiedenen Jurisdiktionen sowie die privaten und beruflichen Ausrichtungen waren herausfordernd. Der I&F Family Wealth Preservation Award ermöglicht es auf hervorragende Weise, an einem praxisnahen Fallbeispiel die im LL.M.-Studiengang erlernten Fachkenntnisse direkt anzuwenden und zeigt, wie umfassend eine langfristige und generationenübergreifende Vermögensplanung ist.»

Preisträger Dr. Klaus Jachmann:  «Der I&F Family Wealth Preservation Award beinhaltete sehr praxisnahe und herausfordernde Fragestellungen. Die Aufgabenstellung verdeutlicht, dass es keine standardisierten Lösungsansätze gibt. Die Stiftung nach liechtensteinischem Recht bietet große Flexibilität, um auf die sich im Lauf der Zeit verändernde Situation der Familie angemessen reagieren zu können.»

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S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein, Dr. Klaus Jachmann (3. Platz), Corinna Rüffer (2. Platz), Leander Seyb (1. Platz), Prof. Dr. Alexandra Butterstein und Mag. Anton Rüf . (v.l.) Foto: Paul Trummer

12 Stipendien für die Internationale Medienakademie 2026: Jetzt bewerben!

12 Stipendien für die Internationale Medienakademie 2026: Jetzt bewerben!

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Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein vergibt im August 2026 erneut zwölf begehrte Stipendien für die Internationale Medienakademie an der Universität Liechtenstein.

In einem komplett überarbeiteten Programm lernen junge Medientalente drei Wochen lang die Grundlagen des Journalismus – mit besonderem Fokus auf die Herausforderungen der digitalen Transformation, etwa Künstliche Intelligenz (KI) und Verifikation.  Vom 3. bis 22. August 2026 verwandelt sich der Campus der Universität Liechtenstein in einen lebendigen Newsroom. Unter der Leitung der erfahrenen Medientrainerin Claudia Schanza richtet sich das intensive Programm an journalistische Einsteiger, fortgeschrittene Studierende aller Fachrichtungen und junge Medienprofis aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz.

 

Journalismus im Wandel: KI und Fakten-Check

Das Programm wurde grundlegend modernisiert, um den aktuellen Umbrüchen in der Medienbranche gerecht zu werden. Angesichts von Desinformation und riesigen Datenmengen liegt ein Schwerpunkt auf der Erkennung gefälschter Videos und Fotos sowie dem Umgang mit Datensätzen. Pulitzerpreisträger Christo Buschek (DER SPIEGEL, Mozilla) leitet dazu mehrere Workshops. Katia Murmann Amirhosseini zeigt, wie Redaktionen KI sinnvoll einsetzen können. 

 

Praxisnah und exklusiv

Die Teilnehmenden erwartet ein straffes Programm mit täglichen Redaktionssitzungen und praktischen Aufgaben. Ein Höhepunkt ist die Zusammenarbeit mit der größten Liechtensteiner Tageszeitung, die Berichte der Studierenden noch während der Akademie veröffentlicht. Zum Abschluss führen die angehenden Journalisten ein einstündiges Interview mit Regierungschefin Brigitte Haas. 

 

Eckdaten zur Bewerbung

Stipendien: Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein übernimmt die Lehrgangskosten für 12 Stipendiaten (Anreise und Unterkunft ausgenommen).

Abschluss:  Absolventen erhalten 10 ECTS-Punkte nach den Bologna-Richtlinien sowie eine Teilnahmebescheinigung.

Voraussetzungen: Matura, sehr gute Deutschkenntnisse, Verfügbarkeit im August und ein erfolgreiches Aufnahmeverfahren. 

Bewerbungsfrist: Bewerbungen sind bis zum 14. April 2026 einzureichen.

Interessierte senden ihre Unterlagen an kirsten.steinhofer@uni.li

Weitere Informationen zum Programm und Ablauf finden Sie unter:

Medienakademie 2026
News_Medienakademie_2026_Universitaet-Liechtenstein

Präsentation der Festschrift: 100 Jahre Liechtensteinisches Personen- und Gesellschaftsrecht

Präsentation der Festschrift: 100 Jahre Liechtensteinisches Personen- und Gesellschaftsrecht

News_100-Jahre_PGR_Buchpraesentation_Universitaet-Liechtenstein

Am Abend des 20. Januar 2026 versammelten sich rund 90 Gäste im Auditorium der Universität Liechtenstein, um die «Festschrift 100 Jahre Liechtensteinisches Personen- und Gesellschaftsrecht» zu feiern. 

Das liechtensteinische Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR) hat wie kaum ein anderes Gesetz die wirtschaftliche Entwicklung des Fürstentums geprägt. Sein 100-jähriges Bestehen bot Anlass für Rückblick und Würdigung. Die von Alexandra Butterstein, Helmut Heiss, Bernhard Lorenz und Martin Schauer herausgegebene Festschrift vereint Beiträge von Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis, die sich mit den Herausforderungen des PGR – gestern, heute und morgen – auseinandersetzen. 

 

Einführung und Würdigung des PGR

Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL. M., Mitherausgeberin und Dekanin der Liechtenstein Business Law School, moderierte die zweistündige Buchvorstellung. In ihrer Eröffnungsrede hob sie hervor, dass das PGR als Höhepunkt des Strebens nach einem eigenständigen liechtensteinischen Gesetzeswerk gilt und einst als modernstes Gesetz Europas gefeiert wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg trug es – neben dem liberalen Steuerrecht – massgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung des Fürstentums bei. Dr. Christian Frommelt, Rektor der Universität Liechtenstein, ergänzte, dass das PGR als Zweimann-Projekt entstand, was seine nachhaltige Wirkung auf den Wirtschaftsstandort umso beeindruckender mache. Dr. Manuel Walser, LL. M., Präsident der Liechtensteinischen Rechtsanwaltskammer, würdigte das PGR als eigenständiges, flexibles und zukunftsweisendes Werk. Es schaffe Stabilität und Sicherheit und biete durch gezielte Gesetzesanpassungen weiterhin eine solide Grundlage für Innovation. 

 

Festvorträge: Rückblick und Ausblick

Zwei Festvorträge beleuchteten die Geschichte und Zukunft des PGR. Dr. Georges Baur, Forschungsleiter Recht am Liechtenstein-Institut, eröffnete mit dem Thema «Das PGR gestern und heute – Von der Entstehung über zahlreiche Novellen bis in die Gegenwart». Er stellte die Gesetzesredaktoren Wilhelm und Emil Beck in den Mittelpunkt, die das schweizerische Rechtsverständnis in die damals österreichisch geprägte liechtensteinische Rechtsordnung einbrachten. Auch das angelsächsische Trustrecht diente als Vorbild. Selbst Kritiker Wilhelm Becks erkannten das PGR als Meilenstein an. 

Dr. Wilhelm Ungerank, LL. M., stellvertretender Präsident des Fürstlichen Obersten Gerichtshofes, knüpfte mit seinem Vortrag «Das PGR heute und morgen – Ein epochales Werk, ein paar Baustellen und wie weiter? » an. Er benannte Schwachstellen des PGR, etwa überholte oder inhaltlich schwache Bestimmungen, und schlug vor, eine ständige PGR-Kommission aus Wissenschaft und Praxis einzurichten, die das Amt für Justiz bei Gesetzesreformen beraten könnte.

 

Podiumsdiskussion und Ausblick

In der anschliessenden Podiumsdiskussion debattierten die Herausgeber und Autoren der Festschrift über Stärken, Schwächen und Reformbedarf des PGR. Besonders kontrovers diskutierten sie, ob Schiedsgerichte künftig auch über aufsichtsrechtliche Streitigkeiten entscheiden sollten. Kritisiert wurden zudem die komplexen Verweisungsketten des PGR, die Rechtsunsicherheit schaffen. Weitere Vorschläge zielten darauf ab, den liechtensteinischen Vermögensstrukturierungsstandort attraktiver zu machen, etwa durch digitale Verfahrensunterlagen oder englischsprachige Prozesse. 

Zum Abschluss stellten Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Heiss, LL. M., und Prof. Dr. Martin Schauer die Beiträge der Festschrift vor und gaben einen Überblick über deren Inhalte. Die Veranstaltung endete mit einem Dank an das Team der Professur für Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht, das die Organisation der Festschrift massgeblich übernommen hatte. Beim anschliessenden Apéro riche klang der Abend in stimmungsvoller Atmosphäre aus. 

Fernsehbeitrag von 1FLTV

Nächste Veranstaltung zu 100 Jahre PGR
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Erfolgreicher Auftakt zu den Campus Gesprächen 2026

Erfolgreicher Auftakt zu den Campus Gesprächen 2026

News_Campus-Gespraeche_Bierling_Universitaet-Liechtenstein

Die Universität Liechtenstein eröffnete am 15. Januar die Campus Gespräche 2026 mit einem hochkarätigen Vortrag. Unter dem Leitthema «Weltordnung im Wandel» steht die Frage im Mittelpunkt: «Ist die Welt noch in Ordnung? ». Den Auftakt machte der renommierte Amerika-Experte Prof. Dr. Stephan Bierling, der die globalen Auswirkungen von Donald Trumps zweiter Amtszeit beleuchtet. 

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Der Vortrag von Prof. Dr. Stephan Bierling am 15.1.2026

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Verleihung des sechsten I&F FAMILY WEALTH PRESERVATION AWARDS am 26.01.2026

Verleihung des sechsten I&F FAMILY WEALTH PRESERVATION AWARDS am 26.01.2026

News_Ankuendigung_I&F_Award_Universitaet-Liechtenstein

Das liechtensteinische Treuhandunternehmen Industrie- und Finanzkontor Ets. und die Universität Liechtenstein zeichnen am 26.01.2026 Studierende des Executive Master of Laws (LL. M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht mit dem I&F FAMILY WEALTH PRESERVATION AWARD aus. Der Preis bietet praxisnahe Einblicke in das liechtensteinische Treuhandwesen und betont die Bedeutung von Vermögen und familiären Werten.

Im Rahmen einer praxisorientierten Case Study setzten sich die Teilnehmenden mit komplexen Fragen zur Vermögensstrukturierung über Rechtsträger, zur generationenübergreifenden Nachfolgeplanung, zum langfristigen Vermögensschutz und zu Mechanismen der Family Governance auseinander. Sie entwickelten Lösungen, die rechtliche, unternehmerische und familiäre Aspekte gleichermaßen berücksichtigten. Langfristige Vermögensplanung, oft über Generationen hinweg, erfordert nicht nur juristisches Fachwissen, sondern auch ein Gespür für familiäre Dynamiken und Ziele.

Der I&F FAMILY WEALTH PRESERVATION AWARD ermöglicht den Studierenden, die Anforderungen treuhänderischer Tätigkeiten kennenzulernen und die Vermögensstrukturierung mit Stiftungen, Trusts oder Anstalten praktisch anzuwenden. Innerhalb des LL. M.-Programms im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht hat sich der Award zu einer wertvollen Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis entwickelt.

Am Montag, dem 26.01.2026, werden die Gewinnerinnen und Gewinner des sechsten I&F FAMILY WEALTH PRESERVATION AWARDS feierlich geehrt und mit einem Preisgeld von insgesamt 9'000 Franken ausgezeichnet.

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Auftakt Campus Gespräche 2026: Ein Jahr Trump II mit Stephan Bierling

Auftakt Campus Gespräche 2026: Ein Jahr Trump II mit Stephan Bierling

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Die Universität Liechtenstein lädt am 15. Januar zum Auftakt der Campus Gespräche 2026 ein. Das diesjährige Leitthema der Reihe lautet «Weltordnung im Wandel» und geht der zentralen Frage nach: «Ist die Welt noch in Ordnung?». 

Den Auftakt macht am 15. Januar der renommierte Amerika-Experte Prof. Dr. Stephan Bierling. In seinem Vortrag beleuchtet er die Folgen von Donald Trumps zweiter Amtszeit.

Das Thema könnte aktueller kaum sein: Die USA greifen in Venezuela ein und kündigen an, Grönland «übernehmen» zu wollen. Bierling analysiert, wie die US-Politik die seit 1945 aufgebaute liberale Weltordnung zunehmend durch das «Gesetz des Dschungels» ersetzt. Trump agiert radikaler und autoritärer als je zuvor. Er untergräbt die «checks and balances» der Verfassung und formt die Regierung nach seinem Willen. 

Prof. Dr. Stephan Bierling leitet den Bereich Internationale Politik an der Universität Regensburg und ist im gesamten deutschsprachigen Raum als Analyst für Presse, Funk und Fernsehen bekannt. Sein aktuelles Buch «Die Unvereinigten Staaten» beleuchtet in dritter Auflage die tiefen Deformationen des politischen Systems der USA. In seinem Referat wird er aufzeigen, was Trumps Kurs für internationale Allianzen, den Freihandel und die Rolle Europas in einer zunehmend düsteren Welt bedeutet.

Nach dem Referat folgt eine kurze moderierte Diskussion. Im Anschluss gibt es bei einem Apéro die Gelegenheit für einen Austausch.  Die Campus Gespräche werden durch die Peter Marxer Lecture Foundation ermöglicht.

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Neue «Denkraum»-Zeitung: Impulse für eine Welt im Wandel

Neue «Denkraum»-Zeitung: Impulse für eine Welt im Wandel

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Die Universität Liechtenstein startet mit der ersten Ausgabe der «Denkraum»-Zeitung ein Format, das zum Nachdenken anregt und neue Perspektiven eröffnet. 

Unter dem Titelthema «Weltordnung und Weltgeschehen» widmen sich Forschende der Universität Liechtenstein zentralen Fragen aus Technologie, Recht, Gesellschaft und Politik. Ihre Beiträge verbinden globale Entwicklungen mit deren Bedeutung für Liechtenstein und die Region.

 Die Leserinnen und Leser erwartet eine Auswahl spannender Themen: 

  • 30 Jahre EWR-Mitgliedschaft: Eine Reflexion über Liechtensteins staatliche Souveränität und aussenpolitische Ausrichtung.
  • Digitale Souveränität: Eine Untersuchung der Abhängigkeit von globalen IT-Plattformen und Strategien für mehr digitale Eigenständigkeit.
  • KI und Bildung: Wie künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt und die Hochschulbildung als «Baustelle Zukunft» prägt.
  • Nachhaltiges Bauen: Ideen für eine zirkuläre Bauwirtschaft, die Gebäude als Materialressourcen begreift.
  • Lebenshaltungskosten: Ein Blick auf die paradoxe Realität des «teuren Paradieses» Liechtenstein.

Der «Denkraum» bleibt nicht auf Papier beschränkt. Die Universität lädt dazu ein, die Diskussion über unsere Zukunft aktiv fortzusetzen – etwa bei den Campus Gesprächen 2026, die sich ebenfalls dem Thema «Weltordnung im Wandel» widmen. 

Die vollständige Ausgabe der Denkraum-Zeitung steht hier zum Download bereit. 

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Themenabend des Executive Master of Laws (LL.M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht

Themenabend des Executive Master of Laws (LL.M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht

Hubertus Schumacher im Gespräch mit Teilnehmenden

Am 4. Dezember 2025 lud die Professur für Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht im Rahmen des gleichnamigen Executive Master of Laws (LL.M.) zu einem Themenabend mit dem Titel «Drohende Insolvenz, aussergerichtliche Sanierungsversuche und Haftungsgefahren bei der Verbandsperson» in das Auditorium der Universität Liechtenstein ein. Vor rund fünfzig Teilnehmenden referierte RA Univ.-Prof. Dr. Hubertus Schumacher, Präsident des Fürstlichen Obersten Gerichtshofs, über Besonderheiten des liechtensteinischen Insolvenzrechts und teilte exklusiv seine praktischen Erfahrungen.

Univ.-Prof. Schumacher sprach in seinem mitreissenden Vortrag zunächst allgemein über die Insolvenzantragspflicht und präzisierte sodann die beiden Insolvenzgründe bei Verbandspersonen – Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf die höchstgerichtliche Auslegung dieser Begriffe und bereitete so den Boden für das weitere Verständnis. Während sich hinsichtlich der persönlichen Haftung bei Insolvenzverschleppung (Quotenschaden für Altgläubiger; Vertrauensschaden für Neugläubiger) keine grösseren dogmatischen Unklarheiten zeigten, widmete sich Hubertus Schumacher in weiterer Folge der für Liechtenstein besonders relevanten Frage, ob und wenn ja, wann ein Insolvenzantrag in der Praxis tatsächlich gestellt werden muss. Die liechtensteinische Besonderheit besteht nämlich darin, dass neben der Insolvenzordnung auch die Regelungen des Personen- und Gesellschaftsrechts berücksichtigt werden müssen. Dieses Zusammenspiel stellte Schumacher detailliert dar und untermauerte es mit eigenen, praxisnahen Überlegungen.

Vor allem die Verflechtung von wissenschaftlicher und praktischer Expertise sowie die eloquente Vortragsweise begeisterten die Teilnehmenden, die im Anschluss an den Vortrag noch Gelegenheit hatten, Fragen zu stellen. Bei einem weihnachtlichen Apéro mit Glühwein und Maroni klang der Themenabend stimmungsvoll aus.

Hubertus Schumacher im Gespräch mit Teilnehmenden
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