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Liechtenstein Business School

Forschung

Zwei Studierende entwickeln ein Forschungsthema auf einer beschrifteten grünen Tafel mit Kreide und Farben.

Unsere Forschung konzentriert sich inhaltlich auf Schlüsselbereiche von regionaler Bedeutung, die sich in den Professuren abbilden. Die Qualität der Forschung wird dadurch sichergestellt, dass Forschungsergebnisse regelmässig auf internationalen Konferenzen präsentiert und in renommierten Fachzeitschriften publiziert werden.

Zwei Studierende entwickeln ein Forschungsthema auf einer beschrifteten grünen Tafel mit Kreide und Farben.
Highlight

Digitale Nähe: Wie authentische Beziehungen in sozialen Netzwerken entstehen

Studentin mit VR-Brille lacht und bewegt Controller im Klassenzimmer.

Eine im A*-Journal Journal of the Association for Information Systems veröffentlichte Studie mit Assoz. Prof. Dr. Johannes Schneider (Universität Liechtenstein) analysiert über 440.000 Social-Media-Nachrichten. Sie zeigt: Persönlichkeit, Neugier, Respekt und Teilen fördern hochwertige Beziehungen. Soziale Netzwerke leben nicht von ihrer Struktur, sondern von der Qualität der Interaktionen, mit wichtigen Impulsen für menschlicher gestaltete digitale Plattformen.
Weitere Informationen unter Capturing the “Social” in Social Networks

Studentin mit VR-Brille lacht und bewegt Controller im Klassenzimmer.
Highlight

Künstliche Intelligenz zur Früherkennung von Bankenkrisen: Forschungsteam der Universität Liechtenstein präsentiert interessante Ergebnisse

Dozent präsentiert mathematische Funktion an Flipchart, während eine Teilnehmerin aktiv mitschreibt.

Beim Finance Forum Liechtenstein präsentierten Prof. Dr. Michael Hanke und die Doktoranden Merlin Bartel und Sebastian Petric Forschung zur KI-gestützten Vorhersage von Bankenkrisen. Anhand der US-Regionalbankenkrise 2023 zeigten sie, wie maschinelles Lernen Frühwarnsignale erkennt und Investoren Handlungsempfehlungen bietet. Die Studie verdeutlicht das Potenzial datenbasierter Modelle zur Risikoreduktion und stärkt die Rolle der Universität Liechtenstein in der Finanzforschung. Nähere Informationen unter Künstliche Intelligenz zur Früherkennung von Bankkrisen

Dozent präsentiert mathematische Funktion an Flipchart, während eine Teilnehmerin aktiv mitschreibt.

Forschungsseminare

Die Zielsetzung der vom Department für Finance und Economics veranstalteten Forschungsseminare besteht darin, aktuelle Forschungsideen und Forschungsprojekte zu präsentieren und vor einem Fachpublikum zu verteidigen, um ein Feedback zu erhalten. Diese Seminare tragen zur Weiterqualifizierung des wissenschaftlichen Personals bei.

Weitere Informationen zum Finance Research Seminar und zum Wirtschaftspolitischen Seminar Alpenrhein finden Sie unter: 

 

Zu allen Forschungsseminaren

Anstehende Veranstaltungen

Research Projects

Cyberresilienz - eine Analyse von Art 9 Abs 1 und 2 EWR-DORA-DG

Project Description

Für die Verfügbarkeit und Integrität von Finanzdienstleistungen spielen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) eine entscheidende Rolle. Die Verordnung (EU) 2022/2554 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor (DORA) hat zum Ziel, Finanzunternehmen in die Lage zu versetzen, Cyberangriffen standzuhalten und den operativen Betrieb auch im Falle einer solchen Attacke aufrechtzuerhalten. Die DORA trat am 16. Januar 2023 in Kraft, und ihre Vorgaben müssen von den betroffenen Finanzintermediären in der EU bis zum 17. Januar 2025 umgesetzt werden. Zum Geltungsbereich zählen nach Art. 2 DORA unter anderem Kredit-, Zahlungs- und E-Geld-Institute, Anbieter von Krypto-Dienstleistungen, Wertpapierfirmen, Verwaltungsgesellschaften sowie Transaktionsregister und Versicherungen. Die DORA enthält einheitliche Anforderungen an das Risikomanagement von IKT, die Behandlung, Klassifizierung und Berichterstattung von IKT-bezogenen Vorfällen, das Testen der digitalen operationalen Resilienz, das Management des IKT-Drittparteienrisikos sowie den Informationsaustausch. In Liechtenstein gilt die DORA nach ihrer Übernahme in das EWR-Abkommen unmittelbar; einige Vorschriften erforderten jedoch eine nationale Umsetzung, für die das EWR-DORA-DG geschaffen wurde. Dieses soll am 1. Februar 2025 in Kraft treten. In Art. 9 DORA-DG sind die Strafbestimmungen verankert, wobei insbesondere Abs. 1 eine gerichtlich strafbare Handlung (Vergehen) vorsieht und Abs. 2 mehrere von der FMA sanktionierten Verwaltungsübertretungen regelt; alle Strafbestimmungen sind sog. Blankettstrafnormen, weil sie auf Bestimmungen der DORA verweisen und deren Unrechtsgehalt erst durch das Zusammenlesen mit den entsprechenden sog. Auffüllungsnormen erkennbar ist. Das Projekt analysiert diese beiden Absätze und zielt darauf ab, rechtzeitig vor dem geplanten Inkrafttreten auf die neuen Strafbarkeitsrisiken hinzuweisen. Vorab wird der Bereich der Cyberkriminalität erläutert, zu deren Abwehr Cyberresilienz eine wesentliche Strategie darstellt.

Relevance to Liechtenstein

DORA soll das Bewusstsein für IKT-Risiken schärfen und darauf hinweisen, dass die finanzielle Solidität von Finanzunternehmen durch IKT-Vorfälle und eine unzureichende operationale Widerstandsfähigkeit gefährdet sein kann. Der Ausbau der IKT-Kapazitäten und der allgemeinen Widerstandsfähigkeit von Finanzunternehmen, insbesondere zur Bewältigung operativer Ausfälle, ist entscheidend für die Wahrung der Stabilität und Integrität des EWR-Binnenmarkts für Finanzdienstleistungen und der Finanzmärkte in den EWR-Staaten. Dies trägt dazu bei, einen hohen Schutz für Anleger und Verbraucher im gesamten EWR sicherzustellen. Liechtenstein, dessen Volkswirtschaft stark von den Finanzdienstleistungen geprägt wird, profitiert in besonderem Masse von der Umsetzung dieser Regelungen, zumal die Anwendung von DORA die Resilienz der Finanzunternehmen im Land stärken kann. Die Analyse der Strafbestimmungen hilft, mögliche Haftungsrisiken besser zu verstehen und entsprechende Präventionsstrategien für Finanzunternehmen zu formulieren. Leitungsorgane können auf Basis dieser Analyse praxisnahe Handlungsempfehlungen entwickeln, um Haftungsrisiken zu minimieren und die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen.

Scientific, Economic and Societal Impact

Im Rahmen des Projekts wird eine umfassende Analyse der Strafbarkeitsrisiken vorgenommen, die durch das EWR-DORA-DG entstehen. Ziel ist es, potenzielle rechtliche und regulatorische Herausforderungen im Bereich der Cyberresilienz für Finanzunternehmen und deren Führungskräfte frühzeitig zu identifizieren. Besonderes Augenmerk liegt auf den einzelnen strafbewehrten Regelungen. Dabei werden sowohl die relevanten Begriffe von Vorsatz und Fahrlässigkeit erläutert als auch die Frage der Verbandsverantwortlichkeit untersucht.

Publikationen