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Impact of Transdisciplinary and Transformative Teaching (ITTT)

Project Description

Das Projekt untersucht die langfristigen gesellschaftlichen Wirkungen transdisziplinärer Lehrformate in Architektur und Design. Aufbauend auf Erfahrungen wie dem Pro-Bono-Format der Universität Liechtenstein sowie weiteren etablierten Ansätzen der Partnerinstitutionen werden unterschiedliche Perspektiven von Studierenden, Universitäten, Partnern, Förderinstitutionen und Nutzer*innen einbezogen. Ziel ist es, Empfehlungen für die Integration transdisziplinärer Lehre in Curricula sowie für Projektpartner und Stakeholder zu entwickeln, um die nachhaltige gesellschaftliche Wirkung solcher Projekte zu stärken.

Die deutsche Verbrauchsstiftung im Rechtsvergleich mit der österreichischen Verbrauchsstiftung in Gegenüberstellung zur liechtensteinischen Verbrauchsstiftung

Project Description

Durch die anhaltende Niedrigzinsphase hat die Verbrauchsstiftung in Deutschland an Attraktivität gewonnen, da sie im Gegensatz zur klassischen Ewigkeitsstiftung den planmäßigen Verbrauch des Stiftungsvermögens zur Zweckerfüllung erlaubt. Während die Verbrauchsstiftung im deutschen Stiftungsrecht eine eng begrenzte, stark regulierte Ausnahme vom gesetzlichen Grundtypus einer Ewigkeitsstiftung und dem Grundsatz der Kapitalerhaltungspflicht darstellt, ist sie im österreichischen Privatstiftungsrecht als Regelfall konzipiert. Vor diesem Hintergrund untersucht die Dissertation die rechtliche Ausgestaltung der Verbrauchsstiftung in Deutschland und Österreich und stellt diese vergleichend der Rechtslage in Liechtenstein gegenüber, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede der jeweiligen Stiftungsordnungen herauszuarbeiten und deren praktische Auswirkungen systematisch zu analysieren. Methodisch basiert die Arbeit auf einer rechtsvergleichenden Auswertung der einschlägigen gesetzlichen Regelungen, der Rechtsprechung sowie der juristischen Literatur. Die Analyse erfolgt entlang des Lebenszyklus einer Stiftung mit besonderem Fokus auf gesetzliche Grenzen der Stifterfreiheit, Vorgaben hinsichtlich des Vermögensverbrauchs und Transparenzanforderungen. Besondere Berücksichtigung findet dabei die deutsche Stiftungsrechtsreform aus dem Jahr 2023 (Bundesgesetzblatt 2021, Teil I, Nr. 46 vom 16.07.2021). Die Untersuchung zeigt, dass das deutsche Recht auch nach der Stiftungsrechtsnovelle durch eine stärkere Regulierung geprägt ist, während das österreichische und liechtensteinische Recht größere Flexibilität und Individualität bieten. Die Dissertation leistet damit einen Beitrag zum besseren Verständnis der Verbrauchsstiftung im deutschsprachigen Raum und liefert Impulse für die stetige Weiterentwicklung des Stiftungsrechts sowie den Austausch zwischen den Ländern.

IoT Sustainability Lab

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Das IoT Sustainability Lab erforscht, wie das Internet of Things (IoT) zur nachhaltigen Entwicklung der Bodenseeregion beitragen kann. Digitale Technologien können einerseits zusätzlichen Ressourcenbedarf erzeugen, andererseits aber grosse Potenziale für Energieeinsparungen und effizientere Gebäude bieten. Deshalb untersucht das Lab am Beispiel des Gebäudesektors, wie vernetzte Systeme – etwa für Heizung, Strom oder Abfall – umweltfreundlicher, kostengünstiger und nutzerorientierter gestaltet werden können. Dabei werden reale Beispiele aus Wohnen, Arbeiten und Bauen betrachtet und technische Lösungen, Geschäftsmodelle sowie Handlungsempfehlungen entwickelt.

In dieser grenzübergreifenden Zusammenarbeit arbeiten Hochschulen und Unternehmen aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz gemeinsam an neuen technischen Ansätzen, ökologischen Bewertungswerkzeugen, nachhaltigen Geschäftsmodellen und Empfehlungen für Politik und Wirtschaft. Fallstudien und digitale Simulationen, etwa über Gebäudemodelle wie das Ecolar Haus, machen die Wirkung von IoT-Systemen sichtbar und überprüfbar. Dazu gehören unter anderem Tools zur Bewertung des ökologischen Fussabdrucks von IoT-Geräten, Konzepte für wiederverwendbare und interoperable Technologien sowie neue Geschäftsprozesse für Unternehmen. Gleichzeitig baut das Lab ein regionales Netzwerk auf, das Wissen zwischen Forschung, Wirtschaft und Behörden über vier Länder hinweg teilt.

Das Lab verfolgt das Ziel, ein gemeinsames Verständnis von nachhaltigem IoT aufzubauen, neue Lösungen in Unternehmen zu verankern und die regionale Digitalisierung verantwortungsvoll voranzubringen. Dabei sollen sowohl IoT-Systeme selbst nachhaltiger gestaltet als auch die Bodenseeregion durch ihren Einsatz insgesamt nachhaltiger werden.

Als Teil eines vernetzten Innovationsverbunds trägt das IoT Sustainability Lab dazu bei, die Bodenseeregion als Modell für nachhaltige digitale Transformation zu etablieren. Es unterstützt damit eine zukunftsfähige Digitalisierung der Region und liefert konkrete Lösungen, die direkt in Unternehmen und öffentliche Institutionen übertragen werden können.

Im IoT Sustainability Lab untersucht das Team der Universität Liechtenstein die Energieeffizienz von durch grosse Sprachmodelle (LLMs) generiertem Code. Mit dem jüngsten Aufkommen des sogenannten «Vibe Coding», also dem Einsatz von KI zur Codegenerierung, wird die Energieeffizienz solcher Codes zunehmend zentral. Die experimentelle Bewertung verschiedener LLMs anhand von Benchmark-Problemen zur Energieeffizienz hat gezeigt, dass LLM-generierter Code überraschend effizient ist – teilweise effizienter als die besten von Menschen geschriebenen Implementationen. Diese Ergebnisse sind besonders vielversprechend im Kontext des IoT, in dem der Energieverbrauch der jeweiligen Geräte einen wesentlichen Bestandteil ihres gesamten ökologischen Fussabdrucks darstellt.

Auf dem Weg zu einer sozial nachhaltigen Verdichtung im Alpenrheintal: Die Rolle der Bodenpolitik und der Unternehmensstruktur

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Das Projekt untersucht, wie sich Eigentumsverhältnisse und Immobilienentwicklungen in Liechtenstein und Vorarlberg verändern - und welche Folgen dies für leistbares Wohnen und das Stadtwachstum hat. Immer mehr Wohnbauprojekte werden von Unternehmen statt von Privatpersonen oder gemeinnützigen Bauträgern umgesetzt. Diese Entwicklung wirft Fragen nach Transparenz und den sozialen Auswirkungen von Verdichtung auf.
Dazu kombiniert das Projekt statistische Daten, Unternehmensanalysen und Experteninterviews. Ausserdem werden die gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich und Liechtenstein verglichen. Es wird untersucht, welche Rechtsformen sich eignen, um Wohnbauprojekte durchzuführen und ob es hierbei Abweichungen in der österreichischen sowie liechtensteinischen Rechtsordnung gibt. In Workshops mit Partnern wie Wohnbaugenossenschaften und der Arbeiterkammer werden Massnahmen für eine sozial nachhaltige Verdichtung diskutiert. Ziel ist es, Wissen und konkrete Empfehlungen für leistbaren Wohnraum, transparente Bodenpolitik und faire Stadtentwicklung in Liechtenstein und der Region zu erarbeiten.

Schlüsselwörter

Architektur Gesellschaft Raumentwicklung Alpine Architektur
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