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Datenschutzbewusste Terminplanung

Project Description

Privacy ist ein wichtiges Menschenrecht, das durch moderne Informationstechnologie ständig herausgefordert wird. Mehrere regulatorische Rahmenwerke, wie z..B. die GDPR der Europäischen Union, verpflichten Organisationen dazu, die Privacy von Individuen zu schützen. Viele Organisationen verfügen über Protokolle und Technologien zum Schutz offensichtlich sensibler Daten wie medizinischer Unterlagen. Allerdings offenbaren einige Geschäftsaktivitäten indirekt private Informationen, z..B. ein typisches Beispiel aus dem Alltag: Viele Menschen könnten vermuten, dass eine Frau schwanger ist, wenn sie auf einer Party keinen Alkohol trinkt. Das Verständnis darüber, wie Organisationen indirekt private Informationen offenbaren, ist von höchster Bedeutung und sollte weiter untersucht werden.
In früheren Arbeiten wurde gezeigt, dass private Informationen aus veröffentlichten Schedules abgeleitet werden können, wie sie beispielsweise im Gesundheitswesen üblich sind. Ein häufiges Ziel der Privacy-Forschung ist es, zu quantifizieren, wie viele Informationen in einem bestimmten Setup preisgegeben werden. Frühere Arbeiten von Fahrenkrog-Petersen et al. quantifizierten den Privacy loss für Schedules unter der Annahme, dass ein öffentlicher Schedule optimal und korrekt ist. Kleine Abweichungen im Schedule machten es jedoch unmöglich, den Privacy loss zu quantifizieren, da der Inference attack auf inverse optimization basierte und einen optimalen Schedule erforderte. Dadurch wurde eine potenzielle Anonymisierung der Daten trivial.
In diesem Projekt wollen wir die Quantifizierung von Privacy losses bei veröffentlichten Schedules weiter verbessern. Zu diesem Zweck möchten wir realistischere Inference attacks entwickeln, die eine genauere Berechnung des Privacy loss ermöglichen. Solche Ergebnisse können genutzt werden, um neuartige Privacy protection techniques weiterzuentwickeln und den bestehenden Privacy loss auf eine breitere Palette von Scheduling problems zu verallgemeinern.

Relevance to Liechtenstein

Das Forschungsprojekt ist für Liechtenstein und die Region Alpenrheintal von besonderer Relevanz, insbesondere aufgrund des Potenzials einer Veröffentlichung in einem hochrangigen wissenschaftlichen Journal. Eine solche Publikation würde die strategische Positionierung Liechtensteins als Hightech-Region unterstreichen. Darüber hinaus verfügt Liechtenstein über strenge Datenschutzgesetze, weshalb das Verständnis darüber, wie moderne Technologien die Privacy von Individuen beeinflussen, von großer Bedeutung für das Land ist. Sollte das Projekt zu einem zusätzlichen SNF-Forschungsprojekt führen, würde dies die Sichtbarkeit und Positionierung Liechtensteins als Hightech-Standort weiter stärken und zugleich die finanzielle Basis der Universität Liechtenstein festigen.

Schlüsselwörter

Informationstechnologie Innovation Digitalisierung

Die DAO und das neue Organisationsmodell der Unternehmensführung für das digitale Zeitalter

Project Description

Diese Dissertation untersucht das Potenzial dezentraler autonomer Organisationen (DAOs) als alternatives Governance-Modell im digitalen Zeitalter. Ziel ist es, Chancen und Herausforderungen zu identifizieren, die DAOs für sozio-technische Systeme, Unternehmensprozesse und Governance-Mechanismen bieten. Mit einem Design-Science-Research-Ansatz werden Artefakte entwickelt, die Transparenz, Rechenschaftspflicht und Beteiligung in Organisationen verbessern sollen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung eines Community-Driven-Carbon-Credit-Modells in Brasilien, das ökologische Integrität und soziale Teilhabe sicherstellt.

Project Participants

Employee
Pablo Marcelo Coirolo MBA
- Doktorand
Doktorand
Employee
Prof. Dr. Jan vom Brocke
- Betreuer
Gastprofessor - Information Systems und Process Science
Betreuer
icon
Prof. Dr. Axel Winkelmann
- Kobetreuer
Kobetreuer

Internationale Steuerarchitektur für Investment-, Vermögens- und Philanthropie-Zentren (Hubs)

Project Description

Das Forschungsprojekt untersucht die internationale Steuerarchitektur für Investment-, Vermögens- und Philanthropie-Zentren (Hubs), insbesondere in kleinen, hochentwickelten Staaten mit hohen Einkommen. Ziel ist es, Erfolgsfaktoren für steuerliche Wettbewerbsfähigkeit zu identifizieren, die gleichzeitig mit internationalen Standards wie OECD-BEPS, EU-Code-of-Conduct oder GloBE vereinbar sind. Im Mittelpunkt stehen rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen für wirtschaftlich tätige Unternehmen, Stiftungen, Trusts, Family Offices und philanthropische Aktivitäten.
Die Untersuchung fokussiert auf den Standort Liechtenstein im internationalen Vergleich und bietet fundierte Handlungsempfehlungen für dessen weitere Positionierung als wettbewerbsfähiger Hub.

Relevance to Liechtenstein

Liechtenstein spielt im Projekt eine zentrale Rolle, da es viele Merkmale jener Investment-, Wealth- und Philanthropie-Hubs aufweist, die international untersucht werden. Als kleines, hochentwickeltes Land mit starkem Finanzsektor sowie einem hochentwickelten Stiftungs- und Trustrecht steht Liechtenstein im Spannungsfeld zwischen Standortattraktivität und globalen steuerlichen Entwicklungen. Die zunehmende internationale Mobilität von Vermögen und erweiterte Transparenzpflichten wirken sich direkt auf Liechtenstein aus und erfordern eine fortlaufende Weiterentwicklung des geltenden gesetzlichen und steuerlichen Rahmens.
Die Analyse anderer vergleichbarer Jurisdiktionen zeigt, wie Staaten ähnlicher Grösse und wirtschaftlicher Struktur ihre steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen anpassen, um sowohl international kompatibel als auch wettbewerbsfähig zu bleiben. Für Liechtenstein ergeben sich daraus wesentliche Erkenntnisse darüber, welche Ansätze langfristig erfolgreich sind und wie bestehende Strukturen zukunftsfähig gestaltet werden können. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur strategischen Positionierung des Standorts, indem es fundierte Handlungsmöglichkeiten für eine moderne, international anschlussfähige und zugleich attraktive Ausgestaltung von Investment-, Wealth- und Philanthropieaktivitäten aufzeigt.

Scientific, Economic and Societal Impact

Das Projekt entfaltet hohen praktischen Nutzen für Politik, Verwaltung, Beratungspraxis, Finanzintermediäre, Family Offices sowie gemeinnützige Organisationen. Insbesondere untersucht das Projekt verschiedene Rechtsformen sowie die steuerliche Behandlung von Investment- und Vermögensstrukturen wie Stiftungen, Trusts und philanthropischen Institutionen in ausgewählten Jurisdiktionen. Besonders relevant sind dabei Themen wie die neu geschaffene globale Mindeststeuer, Substanzanforderungen, Transparenzpflichten, steuerliche Qualifikation und Zurechnung von Einkommen und Vermögen sowie die Gestaltung von Anreizen für Vermögens- und Philanthropieaktivitäten.
Für die öffentliche Hand dienen die Ergebnisse als Grundlage für evidenzbasierte Weiterentwicklungen in der Gesetzgebung und der Aufsichtspraxis. Für Praktiker liefern sie klare Leitlinien zur Strukturierung von Vermögens- und Philanthropielösungen, die sowohl den steigenden internationalen Anforderungen entsprechen als auch effiziente, flexible und langfristig tragfähige Konzepte ermöglichen. Gemeinnützige Organisationen profitieren von den Erkenntnissen zu den steuerlichen Rahmenbedingungen grenzüberschreitender Spendentätigkeit sowie zu den Möglichkeiten zur Beseitigung bestehender Hürden. Insgesamt trägt das Projekt dazu bei, praxisnahe Lösungen für ein zunehmend komplexes steuerliches und regulatorisches Umfeld im internationalen Kontext zu entwickeln.

Deep and (Un-) Constrained Portfolio Optimization

Project Description

Since its birth in the 1950ies, portfolio optimization has suffered from errors regarding the esti-mation of the input parameters (Michaud, 1989). To overcome the resulting underperformance, recent advances in Machine Learning mitigate the impact of estimation errors by directly opti-mizing portfolio weights from raw input data, e.g., using deep neural networks. However, these initial approaches still lack one important practical aspect by neglecting the (portfolio) weight constraints faced by real world asset management companies (e.g., short sale restrictions, in-dustry exposure limitation, factor exposure targets, diversification requirements, or upper bounds on transaction costs). We strive to improve on existing approaches by allowing for the implementation of such constraints. At the conclusion of this project, in addition to a scientific paper, we plan to provide a software toolbox in R and/or Python that implements our findings.
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