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Über die Rolle des Wandels im Geschäftsprozessmanagement (BPM)

Project Description

Heutzutage sehen sich Organisationen mit sich ständig verändernden Bedingungen und zunehmendem Wettbewerb auf dem Markt konfrontiert. Um zu überleben, müssen sich Organisationen grösstmöglich an ihre Umwelt anpassen. Das Geschäftsprozessmanagement (BPM) hat sich zu einer wichtigen Managementdisziplin entwickelt, welches sich dem systematischen Management von Prozessen entlang ihres gesamten Lebenszyklus unter Anwendung moderner Informationstechnologie (IT) widmet. Motiviert durch BPM-Initiativen in der Praxis, wendet der Student einen gemischten methodischen Ansatz an: Zusätzlich zu systematischen Literaturrecherchen werden Experteninterviews und Fallstudien durchgeführt, um Phänomene und Dynamiken in einzelnen oder mehreren Organisationen zu untersuchen. Das Forschungsprojekt wird in Form einer kumulativen Dissertation mit starker Ausrichtung auf BPM in der Praxis durchgeführt. Das primäre Ziel dieses Dissertationsprojekts ist es, einen Beitrag zum bestehenden Wissensbestand zu leisten, insbesondere innerhalb der BPM-Forschungsgemeinschaft. Im Rahmen der Studie wird untersucht, wie Unternehmen BPM in ihre Organisationsstruktur, Strategie und Prozesse integrieren und diese mit den sechs Kernelementen von BPM (Strategie, Methode, Menschen, Governance, Kultur und Informationstechnologie) in Einklang bringen. Darüber hinaus leistet der Doktorand einen Beitrag zum neu entstandenen Forschungsfeld des Process Science ("Prozesswissenschaft"), die sich mit der Untersuchung des kontinuierlichen Wandels beschäftigt. Auf der Grundlage dieser Einzelstudien will der Doktorand Leitlinien entwickeln, die als Blaupause für Praktiker dienen, die ihren BPM-Ansatz ganzheitlich neu gestalten, um die Unternehmensstrategie und den Mehrwert für die Kunden zu verwirklichen.

Project Participants

Employee
Prof. Dr. Jan vom Brocke
- Betreuer
Gastprofessor - Information Systems und Process Science
Betreuer
icon
Dr. rer. oec. Manuel Weber MSc
- Doktorand
Doktorand
Prof. Dr. Maximilian Röglinger
- Kobetreuer
Kobetreuer

Über das Verhältnis von Advanced Analytics und Unternehmenswert

Project Description

Big Data hat große Investitionen in fortgeschrittene Analytiklösungen stimuliert, während die Unternehmen immer noch versuchen zu bestimmen, ob diese Investitionen messbaren Geschäftswert generieren. Obwohl mehrere Fallstudien und Vortrage die geschäftlichen Nutzen und den strategischen Wert von Advanced Analytics hervorgehoben haben, sind umfangreiche und zuverlässige empirische Daten über den Geschäftswert von Advanced Analytics Investitionen noch knapp.

Diese Dissertation konzentriert sich auf Entflechtung des Verhältnisses zwischen Advanced Analytics und sein Geschäftswert. Es zielt darauf ab, robuste empirische Evidenz für die Auswirkungen der Advanced Analytics Einführung auf Unternehmensproduktivität zu beweisen, und die Randbedingungen festzustellen, unter denen die Fähigkeit des Unternehmens, von Advanced Analytics Systemnutzung zu profitieren, erhöht oder vermindert werden kann.

Mit dem Erreichen dieses Ziels wird diese Forschung zum Wissensstand in den Bereichen IT-Wert und Investition einerseits und der geschäftlichen Seite der fortgeschrittenen Analytik andererseits beitragen. Darüber hinaus würden Schätzungen und Zeitrahmen für erwartete Auszahlungen und Einfluss von Advanced Analytics Einführung in verschiedenen Branchen unter Berücksichtigung von Unternehmensmerkmalen Organisationen unterstützen, um das Unternehmenswert von Advanced Analytics Investitionen abzuleiten.

Schlüsselwörter

Big Data Analytics Advanced analytics Unternehmensperformance Produktivität ökonometrische Analyse IT Business Value

Project Participants

Employee
Dr. rer. oec. Maria Fay
- Doktorandin
Doktorandin
Employee
Prof. Dr. Jan vom Brocke
- Betreuer
Gastprofessor - Information Systems und Process Science
Betreuer
icon
Employee
Prof. Dr. Oliver Müller
- Kobetreuer
Kobetreuer

Trusts in Civil Law and Mixed Jurisdictions

Project Description

Die globale Bedeutung von Trusts als Vermögensverwaltungsvehikel ist auf dem Vormarsch. Demgegenüber ist die Anwendung von Trusts in Liechtenstein jedoch rückläufig. Eine Reihe von Faktoren spielen bei dieser Entwicklung eine Rolle: die immanenten Schwierigkeiten, die mit der Anwendung eines im Common Law entwickelten Rechtsinstruments in einem Civil Law Umfeld verbunden sind, sowie das Fehlen von Gesetzesänderungen/-reformen, Rechtsprechung und Literatur zu liechtensteinischen Trusts.

Mit diesem Projekt werden die folgenden drei Ziele verfolgt:
  • Identifizierung der Probleme des liechtensteinischen Trustrechts
  • Ermittlung und Bewertung von Lösungen aus anderen Civil Law Rechtsordnungen
  • Bewertung der Realisierbarkeit von adaptierten oder neu entwickelten Lösungen

Dieses Projekt ist das erste seiner Art in Bezug auf Liechtenstein. Zwar liegen rechtsvergleichende Arbeiten zum liechtensteinischen Trustrecht vor, diese beschränken sich jedoch auf einen Vergleich mit dem Trustrecht der Common Law Rechtsordnungen oder mit der deutschen Treuhand. Die meisten internationalen rechtsvergleichenden Publikationen zum Thema Trusts in Civil Law Rechtsordnungen gehen nicht ausdrücklich auf Liechtenstein ein.

Um die gesetzten Ziele zu erreichen, wird das Projekt in drei Phasen mit jeweils unterschiedlichen Forschungsmethoden unterteilt. Der Schwerpunkt wird auf das Gewinnen von Informationen durch die Analyse der Rechtsquellen und der Rechtslehre gelegt. Es bedarf aber auch empirischer Forschung, um eventuelle Lücken zu füllen.

Das erwartete Ergebnis des Projekts soll eine Basis für die Weiterentwicklung der gesetzlichen Bestimmungen und der Rechtsprechung darstellen. Die Projektergebnisse werden durch die Veröffentlichung von Artikeln und Präsentationen bei Konferenzen verbreitet. Dadurch werden die Ergebnisse anderen Fachkreisen zugänglich gemacht, um sowohl die wissenschaftliche Diskussion zum Thema anzukurbeln also auch die Beratungspraxis zu unterstützen.

Relevance to Liechtenstein

Ziel dieses Projekts ist es, die Probleme des liechtensteinischen Trustrechts zu identifizieren, Lösungen aus anderen Civil Law-Rechtsordnungen zu ermitteln und aufbauend darauf die Realisierbarkeit von adaptierten oder neu entwickelten Lösungen für Liechtenstein zu bewerten. Besonders hervorzuheben ist, dass es sich um das erste Projekt dieser Art mit Bezug zu Liechtenstein handelt, da in diesem Projekt erstmals Civil Law Rechtsordnungen untersucht werden, die mit gleichgelagerten Problemen bei der Regelung des Trustrechts konfrontiert sind wie Liechtenstein. Das erwartete Ergebnis des Projekts soll eine Basis für die Weiterentwicklung der gesetzlichen Bestimmungen und der Rechtsprechung darstellen.

Schlüsselwörter

Trustrecht Rechtsvergleichung Rechtssicherheit kontinentaleuropäische Rechtskreis Vermögensverwaltungsvehikel

Project Participants

Employee
Univ.-Prof. Dr. Francesco A. Schurr
- Projektleiter
Gastprofessor - Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht
Projektleiter
icon
Employee
Mandeep Lakhan LL.B. (Hons), M.A., LL.M.
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin
Employee
Dr. iur. Ines Fässler LL.M.
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin
Employee
Dr. iur. Angelika Layr BSc, LL.M.
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin
Employee
Prof. em. Dr. Urs Baldegger
- Koreferent
Koreferent

Publications

Transmission channels of corporate taxation

Project Description

Die Besteuerung ist eines der wichtigsten Instrumente, mit denen Regierungen die Wirtschaft beeinflussen kann. Um der Schuldenverzerrung entgegenzuwirken und Innovation und Wachstum zu fördern, haben mehrere Länder (darunter Liechtenstein) in ihrem Unternehmenssteuersystem einen Eigenkapitalzinsabzug für Unternehmen (Allowance for Corporate Equity, ACE) eingeführt. Auch der Vorschlag der Europäischen Kommission für eine gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage(GKKB) für 2016 beinhaltet eine Variante des Eigenkapitalzinsabzugs.
In diesem Forschungsprojekt wird analysiert, wie sich die Besteuerung von Unternehmen auf die unternehmerische Risikobereitschaft auswirkt. Insbesondere konzentrieren wir uns auf die zugrundeliegenden Übertragungswege, über die die Unternehmen auf Veränderungen im Steuersystem reagieren. Hierbei ist es wichtig die Determinanten der Risikofreudigkeit zu verstehen, da Manager Risiken eingehen müssen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihre Innovationskraft zu verbessern.

Projektergebnisse:

Relevance to Liechtenstein

Da der Eigenkapitalzinsabzug - ein Eckpfeiler des liechtensteinischen Steuersystems und als Blaupause für die zukünftige europäische Steuerpolitik betrachtet - die Finanzierungsentscheidungen beeinflusst, ist es notwendig, die Übertragungswege zu erforschen, die durch einen Eigenkapitalzinsabzug ausgelöst werden.

Scientific, Economic and Societal Impact

Das geplante Forschungsprojekt ist von hoher Relevanz für Wissenschaft und Praxis. Zunächst wird ein theoretisches Modell erstellt, das die Auswirkungen eines ACE formalisiert und die Übertragungswege der Steuerpolitik erläutert. Zweitens wird das Modell den Praktikern im Bereich Steuern und Finanzen ermöglichen, ihre Entscheidungsfindung zu verbessern. Drittens können die Forschungsergebnisse sofort in einem politischen Kontext angewendet werden. Zum Beispiel im Bereich der Steuerpolitik, wobei aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen Empfehlungen für eine optimale Steuerpolitik abgeleitet werden können. Dies ist von besonderer Bedeutung im Hinblick auf den Eigenkapitalzinsabzug, der ein zentrales Element des liechtensteinischen Steuersystems ist.

Towards Trustworthy AI: Validating & Explaining AI Models and Decisions

Project Description

Digitalisierung und Innovation versprechen, unser tägliches Leben zu erleichtern. Beide Trends werden maßgeblich von Technologien, Modellen und Algorithmen aus dem Bereich der Künstlichen
Intelligenz (KI) vorangetrieben. Trotz des Erfolges der KI leidet diese noch immer unter gravierenden
Mängeln. Dazu gehören ihr “Blackbox” als auch ihr statistischer Charakter. Das heißt, KI ist für Menschen schwer zu verstehen, und jede Vorhersage kann falsch sein - auch wenn sie
scheinbar einfach zu tätigen ist. Diese unerwünschten Eigenschaften haben den Bereich der erklärbaren KI (XAI) gefördert und verlangen nach Ansätzen zur Validierung von KI-Modellen und Entscheidungen. Dieses Projekt möchte einen Beitrag zu diesen Bereichen leisten, indem es drei spezifische Probleme untersucht. Zwei davon stehen in engem Zusammenhang mit bestehenden Projekten mit regionalen Unternehmen.

Towards a Value-oriented Perspective on Business Process Management - On the Design of Methods to Evaluate the Economic Impact of Alternative Process Designs

Project Description

Aus sich der Wirtschaftsinformatik können Organisationen als Informationssysteme - Mensch-Aufgabe-Technik-Systeme - verstanden werden. Diesem Verständnis folgend sind technische und betriebswirtschaftliche Gestaltungsteilbereiche miteinander abzustimmen. Diese Form der Abstimmung wird auch als "IT-Business-Alignment" bezeichnet. Konstituierend ist hier die Frage des wertsteigernden Einsatzes der Informationstechnologie (IT) durch eine differenzierte Abstimmung mit betriebswirtschaftlichen Anforderungen. Entscheidend ist nicht, ob IT einen Einfluss auf den Unternehmenswert hat, sondern vielmehr wie durch IT gerade ein positiver Wertbeitrag erzielt werden kann.

Grundsätzlich hat die (Um-)Gestaltung von Informationssystemen nach Maßgabe wirtschaftlicher Überlegungen zu erfolgen. Bisherige Ansätze zur Informationssystemgestaltung fokussieren die sachliche Abstimmung von Informationssystemen und adressieren somit die Frage nach der Effektivität einer Gestaltungsalternative. Zusätzlich sind jedoch auch Methoden bereitzustellen, um den Wertbeitrag alternativer Informationssystemgestaltungen zu beurteilen. Der Vorteil einer wertorientierten Gestaltung von Informationssystemen besteht insbesondere darin, dass sich die Entscheidungsunterstützung bereits auf die Phase der Konstruktion von Informationssystemen oder deren Gestaltungsteilbereiche bezieht (und nicht etwa erst auf deren Steuerung). Dies ist von besonderer Bedeutung, da in der Phase der Konstruktion über den eigentlichen Rahmen der Gestaltung disponiert wird, sodass hier der wesentliche Einfluss auf den (späteren) Wertbeitrag ausgeübt wird.

Project Participants

Employee
Dr. Christian Sonnenberg MScIS
- Doktorand
Doktorand
Employee
Prof. Dr. Jan vom Brocke
- Betreuer
Gastprofessor - Information Systems und Process Science
Betreuer
icon
Employee
Prof. Dr. Ulrike Baumöl
- Kobetreuerin
Kobetreuerin

Publications

Auf dem Weg zu einer Periodisierung der Urbanisierung im Alpenrheintal

Project Description

Urban und rural sowie Zentralität und Peripherie sind zwei der zentralen Begriffspaare in den aktuellen Debatten der kritischen Stadtforschung. Während man diese Begriffe im Alltagsgebrauch als Gegensätze versteht, zeigt die aktuelle Forschungs- und Theoriearbeit, wie sozialräumliche und soziomaterielle Konfigurationen seit Jahrzehnten durch Mischformen dieser Prozesse entstanden sind. Anhand des Alpenrheintal verfolgt dieses Forschungsprojekt zwei Ziele: Einerseits sollen spezifische sozialräumliche Konstellationen und deren Entstehungsgeschichten in den letzten 200 Jahren untersucht werden. Anderseits wollen wir aufzeigen, wie Zentralitäten und Peripherien im Alpenrheintal durch eine Vermengung von globalen und lokalen Prozessen entstanden sind. Durch dieses Projekt können wir bestehende Forschungsarbeiten an der Urbanism and Society research group ausbauen und vertiefen.

Relevance to Liechtenstein

Durch den Blick auf das Alpenrheintal sowie dessen Nachbarregionen sollen historische und aktuelle Vernetzungen Liechtensteins in den Urbanisierungsprozess der Region aufgearbeitet werden.

Scientific, Economic and Societal Impact

Das Projekt soll dazu beitragen ein Netzwerk aus akademischen und Praxispartnern im Alpenrheintal sowie dessen näherer Umgebung aufzubauen. Dabei soll die Diskussion über Urbanisierungsprozesse in der Region auf ein wissenschaftliches Fundament gehoben werden und langfristig wirkende Prozesse in die Diskussion einbezogen werden.

Schlüsselwörter

Urbaner Wandel

Towards a Context-sensitive Conceptual Framework and Design Principles for Internet of Things Solution

Project Description

The project "Towards a Context-sensitive Conceptual Framework and Design Principles for Internet of Things Solutions" identifies how the material properties of Internet of Things (IoT) technologies provide salient affordance primitives (action potentials) in terms of sensing, storing, processing, actuating, and networking and how these translate into key process-level affordances that allow for emergent functionality and emergent control structures. It is argued that we are seeing a shift from established dual hierarchies (control and function) to function-control networks that are characterized by multidimensional information flows, decentralized information processing, distributed control, and human actors as intermediaries. Against this background, the results highlight that one can conceive of the IoT as a global infrastructure for digital innovation. The project further identifies key i mplementation challenges due to the contextual nature of IoT solutions in practice.

Project Participants

Prof. Dr. Stefan Seidel
- Projektleiter
Projektleiter
Employee
Dr. Michael Gau
- Projektmitarbeiter
Senior Scientist - Dekanat Liechtenstein Business School
Projektmitarbeiter
icon
Employee
Dr. rer. oec. Michael Reiner Kamm MSc
- Projektmitarbeiter
Projektmitarbeiter

Top Management Team Incentives and Paradox (Proposal Development)

Project Description

Mit den Ergebnissen des Projekts wird die Wichtigkeit von finanziellen und sozialen Anreizen für den CEO und die anderen TMT Mitglieder im Umgang mit Spannungsfeldern in Unternehmen aufgezeigt. Dabei wird insbesondere die Bedeutung für das gleichzeitige Streben nach Innovation und Effizienz sowie für die soziale Performance dargelegt.

Schlüsselwörter

Ambidextrie Paradoxien Anreize Hybridität Top Management Team

Top Management Team Incentives and Paradox

Project Description

Ziel dieses Forschungsprojekts ist zu untersuchen, wie die Anreizsetzung des TMT dazu beiträgt, strategische Paradoxien bzw. Spannungsfelder in Unternehmen anzugehen und zu überwinden. Die sich mit der Verknüpfung dieser beiden relevanten Forschungsströme ergebenden Forschungslücken sollen durch ein konzeptionelles
und zwei empirische Paper adressiert werden. In der ersten Studie soll die umfassende Literatur zu nicht-finanziellen
Leistungskennzahlen in der Vergütung des TMT untersucht werden und Forschungslücken, Cluster und zukünftige Forschungsmöglichkeiten anhand eines selbst entwickelten Frameworks identifiziert werden. Im zweiten Projekt soll erforscht werden, wie sich die Integration unterschiedlicher sozialer Anreize
in Vergütungssystemen sowohl auf die soziale als auch auf die finanzielle Leistung von Unternehmen auswirkt und welche Rolle dabei die soziale und ökonomische Wertorientierung spielt. Im dritten Projekt soll ergründet werden, wie finanzielle Anreizstrukturen des TMT zur Innovation und Effizienz eines Unternehmens beitragen und welche Effekte in Zusammenhang mit der finanziellen Performance eines Unternehmens beobachtet werden können.

Schlagwörter: Ambidextrie, Paradoxien, Top Management Teams, Anreize, Vergütung

Relevance to Liechtenstein

Aufgrund der sozialen und finanziellen Leistungsimplikationen ist es für Unternehmen, Manager und Verwaltungsräte in Liechtenstein und dem Rheintal sehr wichtig, ein besseres Verständnis über die Wirkungsweisen von Vergütungsanreizen und deren Auswirkung auf die Fähigkeit von Unternehmen mit teils entgegengesetzten, aber miteinander verbundenen Zielen (z.B. Innovation vs. Effizienz oder soziale vs. finanzielle Performance) zu erlangen. Mit den Ergebnissen dieses Projektes werden diese spannenden und herausfordernden Themen adressiert. So wird beispielsweise aufgezeigt, dass neben den eher informellen Ansätzen wie Werte, Kultur und Symbolik auch die Einbindung von Nachhaltigkeits- und Verantwortungszielen in formale Systeme und Strukturen (z.B. das Vergütungssystem) notwendig ist, um die soziale Leistung zu fördern. Da Unternehmen in Liechtenstein und dem Rheintal besonderen Wert auf Werte, Normen, Nachhaltigkeit und die Gesellschaft legen, sind diese Erkenntnisse für verschiedene Arten von Organisationen in Liechtenstein und dem Rheintal besonders relevant. Zudem sind Anreize für Führungskräfte ein regelmässiges Thema intensiver öffentlicher Debatten in der Schweiz und in Liechtenstein. Daher könnten die Ergebnisse des Projekts somit nicht nur für Manager, sondern auch für politische Entscheidungsträger und die breite Öffentlichkeit von Bedeutung sein.

Scientific, Economic and Societal Impact

Da die Ausgestaltung von Vergütungsanreizen für die Geschäftsleitung und der Zusammenhang zu sozialen und finanziellen Leistungskennzahlen für diverse Organisationen relevant ist, weisen alle drei Teilprojekte einen starken Anwendungsbezug auf. Ein vertieftes Verständnis über den Einbezug nicht-finanzieller Leistungskennzahlen in die Vergütung der Geschäftsleitung im ersten Teilprojekt erlaubt es Eigentümern und Vorständen, die Wirksamkeit bestimmter Governance-Mechanismen besser zu verstehen sowie die Effektivität der in der Organisation eingesetzten Anreiz- und Vergütungssysteme zu verbessern. Durch die Ergebnisse des zweiten Teilprojektes können Manager, Personalleiter oder das Vergütungskomitee besser einschätzen, wie die spezifischen sozialen und finanziellen Komponenten in den jeweiligen Vergütungssystemen strukturiert und gewichtet werden sollen, um den gesellschaftlichen und regulatorischen Anforderungen (bspw. ESG) gerecht zu werden. Zudem können Entscheidungsträger durch die Ergebnisse des dritten Projekts beurteilen, welche Anreiz- und Vergütungsstrukturen innerhalb der Geschäftsleitung für die Erreichung innovations- und effizienzbezogener Themen am sinnvollsten erscheinen.
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