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Führung auf Distanz

Project Description

Mit der rapiden Ausbreitung des Internets haben sich ebenso schnell neueste Kollaborationstechnologien etabliert, von welchen internationale Unternehmen wirtschaftlich profitieren können. Möglichkeiten mobiler Arbeitsarrangements, sowie Videokonferenzen und online Meetings machen es möglich, dass die Zusammensetzung von Arbeitsgruppen nicht mehr ausschliesslich durch die Präsenz der Teammitglieder, sondern vermehrt durch die Kombination erforderlicher Kompetenzen bestimmt wird. Nebst den offensichtlichen Vorteilen, können sich hinter dieser virtualisierten Arbeitsweise auch gewisse Herausforderungen verbergen.

Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, wie Führungskräfte ihre distanzierten Mitarbeiter effektiv führen können. Die Dissertation legt dabei den Fokus auf die Beziehung zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden und evaluiert quantitativ den Einfluss verschiedener Distanzen (physischer Distanz, beziehungsorientierter Distanz und Interaktionsfrequenz). Zentral richtet sich dabei die Untersuchung auf die Erörterung der Fragestellung wie sich Distanz auf die Selbstführung sowie die Performance der Mitarbeitenden auswirkt.

Relevance to Liechtenstein

Das Projekt untersucht die Wirkungszusammenhänge von Führung und Mitarbeiterperformance über physische Distanzen hinweg, wobei Technologiekonzerne aus Liechtenstein und dem Rheintal den Untersuchungsgegenstand bilden. Aufgrund der Internationalität der hier ansässigen Unternehmen, werden Mitarbeiter in zunehmendem Masse aus der Ferne geführt.
Ergebnisse sollen Unternehmen im Raum Liechtenstein/Schweiz dabei unterstützen, geografische Distanzen zu überbrücken und Mitarbeiter aus der Ferne effektiv zu führen.

Schlüsselwörter

Leadership Führung auf Distanz Elektronische Führung Team Performance Selbstführung

Project Participants

Employee
Dr. rer. oec. Nadine Poser
- Projektleiterin
Projektleiterin
Employee
Dr. rer. oec. Steffen Harald Schröder MSc
- Projektmitarbeiter
Projektmitarbeiter
Employee
Prof. Dr. Martin Wenz
- Koreferent
Professor - Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Steuerrecht Akademischer Leiter - Liechtenstein Executive School
Koreferent
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Führen und Managen durch paradoxe Spannungen in Organisationen

Project Description

Da unsere Welt zunehmend "VUCA" - d. h. volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig - wird (Lewis & Smith, 2022: 530), weisen Organisationen zunehmend Strukturen, Systeme oder Praktiken auf, die als widersprüchlich wahrgenommen werden können (z.B. Schad et al., 2016; Smith & Lewis, 2011). Das Managen und Führen durch die daraus resultierenden paradoxen Spannungsfelder wurde als "ultimativer Vorteil und Herausforderung für Organisationen" bezeichnet (Andriopoulos & Lewis, 2009: 709; Lüscher & Lewis, 2008).
Bisherige Forschungsarbeiten bieten zahlreiche Managementansätze, mit denen das Managen von Paradoxien innerhalb und zwischen Organisationen gelingen kann (Lewis & Smith, 2022; Schad et al., 2016), und in den neuesten Untersuchungen wird paradoxe Führung (PL) - die Integration scheinbar widersprüchlicher, aber miteinander verbundener Führungsverhaltensweisen (z.B. Aufrechterhaltung von Distanz und Nähe) - als wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Führen von Individuen, Teams oder sogar ganzen Organisationen durch paradoxe Spannungsfelder betont (Zhang et al., 2022).
Trotz dieser Fortschritte ist die aktuelle Forschung zu PL noch relativ fragmentiert und erklärt nicht die gesamte Komplexität des Managements von Paradoxien, insbesondere in multinationalen Organisationen. Dementsprechend soll in diesem Projekt zunächst die Literatur zu PL aufbereitet werden, um die verschiedenen Forschungsströme zu integrieren und zu konsolidieren. Anschließend soll eine große multinationale Organisation empirisch untersucht
werden, um zu verstehen, wie paradoxe Spannungsfelder über nationale Grenzen und unterschiedliche nationale Kulturen hinweg entstehen und gemanagt werden.

Relevance to Liechtenstein

Das Forschungsprojekt befasst sich hauptsächlich mit drei der sechs Forschungsschwerpunkte der Universität Liechtenstein, nämlich Innovation, Verantwortung und Nachhaltigkeit.
Innovation in Organisationen erfordert oft ein Gleichgewicht zwischen Optimierung und Erneuerung. Die Anwendung von paradoxer Führung (PL) durch Führungskräfte kann ein wichtiger Mechanismus sein, um die wahrgenommenen Konflikte zwischen diesen beiden zu überwinden. Die Erkenntnisse und Ergebnisse dieses Projekts sollen daher Organisationen dabei helfen, innovative Projekte über Grenzen hinweg erfolgreich umzusetzen.
Nachhaltigkeit und Verantwortung sind eine weitere Quelle potenzieller paradoxer Spannungen in Organisationen, da Organisationen oft versuchen, die Widersprüche zwischen Nachhaltigkeit und Rentabilität und/oder zwischen Leistung und Fürsorge in Einklang zu bringen, um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die eigenen Organisationsmitglieder und die Gesellschaft im Allgemeinen zu haben. Um solche Spannungen erfolgreich zu bewältigen, ist die Anpassung von PL daher ein wichtiger Mechanismus, insbesondere in Veränderungsprozessen, die paradoxe Spannungen deutlicher hervortreten lassen. Unsere Erkenntnisse werden für Organisationen aus Liechtenstein und der Region Rheintal sehr aufschlussreich sein, da sich viele hiesige Unternehmen bereits als besonders nachhaltige und verantwortungsvolle Innovationsführer mit starkem Geschäftssinn positionieren. Gerade diese Unternehmen sind daher zunehmend mit paradoxen Spannungen konfrontiert und könnten daher auch von den Erkenntnissen dieses Forschungsprojekts profitieren.

Scientific, Economic and Societal Impact

Teilprojekt 1: Angesichts eines fragmentierten Literaturbildes über paradoxe Führung (PL) verfolgt der geplante Review drei Hauptziele. Zunächst betrachten wir den Mehrebenencharakter von PL und beschreiben paradoxe Spannungen, die in der Führungskraft und in der Organisation verwurzelt sind, als zwei unterschiedliche, aber miteinander verbundene Arten von PL. Darüber hinaus geben wir einen Überblick über die Erkenntnisse über die Auswirkungen von PL auf die Ergebnisse auf individueller und organisatorischer Ebene sowie über die Rahmenbedingungen für diese Beziehungen. Schließlich leiten wir auf Basis unseres Ansatzes Möglichkeiten für künftige Forschung ab und schlagen vor, das Zusammenspiel von PL auf individueller und organisatorischer Ebene sowie deren separate und integrative Triebkräfte und Ergebnisse zu berücksichtigen.
Teilprojekt 2: Dieses Projekt zielt darauf ab, den Umgang des Managements mit paradoxen Spannungen auf der Ebene der Tochtergesellschaft eines multinationalen Unternehmens zu untersuchen, indem der Implementierungsprozess einer kulturellen Veränderungsinitiative in einem führenden globalen Unternehmen mit Hauptsitz in der DACHLI-Region betrachtet wird. Durch die Untersuchung der Art und Weise, wie das Management der Tochtergesellschaft des Unternehmens solche Spannungen während einer kulturellen Veränderungsinitiative wahrgenommen und gehandhabt hat, zielt dieses Forschungsprojekt darauf ab, Ähnlichkeiten und Unterschiede zu ermitteln, zu verstehen, wo sie ihren Ursprung haben, und mehr und weniger effektive Managementansätze für ähnliche konzernweite Initiativen in der Zukunft zu identifizieren.

Schlüsselwörter

Paradoxical Leadership Paradox Management Organisationale Identität

Participating Institutions

From ESG Integration to Impact Investing

Project Description

Das übergeordnete Ziel dieses Projekts ist es, die unterschiedlichen Auswirkungen nachhaltiger Anlagestrategien
darzustellen. Die Teilnehmer werden lernen, dass - obwohl nachhaltige Anlagestrategien angewandt werden - die daraus resultierenden Wirkungen sehr unterschiedlich
sein können.

Unsere IOs in Form von Online-Kursen werden die Teilnehmer in die Lage versetzen, ihre eigenen verantwortungsvollen Investitionsentscheidungen zu treffen und auf ein höheres Wirkungsniveau zu achten. Der langfristige Nutzen dieses Projekts liegt in der Unterstützung von Anlegern, die mündig und verantwortungsbewusst werden, sowie von Emittenten von Finanzprodukten und Beratern von privaten und institutioneilen Anlegern. Die Gesamtzielgruppe für dieses Projekt sind Millionen von Menschen, die verantwortungsvolle Positionen auf den Finanzmärkten innehaben.
Alle erstellten Kurse werden auf frei zugängliche Plattformen hochgeladen und interessierten Universitäten angeboten, so dass die Teilnehmer nach Abschluss des Projekts freien Zugang haben. Die Partneruniversitäten werden die Forschungsergebnisse für ihre eigenen Programme im Bereich der konsekutiven (BSc, MSc)
oder weiterführenden Ausbildung nutzen.

Participating Institutions

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, Bank- und Finanzmanagement / Projektleitung
Universidad Nacional de Education a Distancia / Partner
Università Degli di Roma La Sapienza / Partner
Università Degli Studi di Roma Unitelma Sapienza / Partner

Project Participants

Employee
Prof. em. Dr. Marco J. Menichetti
- Projektleiter
Emeritierter Professor - Liechtenstein Business School
Projektleiter
Employee
Dr. rer. oec. Tian Luan MSc
- Projektmitarbeiter
Projektmitarbeiter

Fostering learner-centered education in the field of taxation

Project Description

Das Projekt analysiert die Auswirkungen der Base Erosion and Profit Shifting -Initiative (BEPS) und des Anti-Tax Avoidance Package (ATAP) vor dem Hintergrund der jeweiligen nationalen Steuersysteme der Partnerländer. Die beiden Initiativen zielen darauf ab, sicherzustellen, dass Gewinne dort besteuert werden, wo sie auch tatsächlich generiert wurden. Da drei der vier Partnerländer EU-Mitgliedstaaten sind und der andere Partner (FL) Teil des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ist, tauchen in jedem Partnerland die Fragen nach der Umsetzung von BEPS und/oder der Anti-Tax Avoidance Directive (ATAD) auf. Darüber hinaus werden im Rahmen des Projekts internationale Fallstudien erstellt, die sich mit grenzüberschreitenden Aktivitäten und Besteuerungen und den Auswirkungen von BEPS und ATAD befassen. In diesen Fallstudien kann das Zusammenspiel zwischen nationalen Steuergesetzen, Steuerabkommen und den neuen supranationalen Steuervorschriften abgebildet werden.
Zusätzlich zu den rechtlichen Aspekten wird das Projekt auch die wirtschaftlichen Auswirkungen von BEPS und ATAD analysieren. Da sich die politischen Entscheidungsträger damit befassen, wie die Steuerpolitik Innovation und Wachstum fördern kann, was auch eine neue steuerpolitische Säule der G20 ist, wird das Projektteam die Auswirkungen von Steuern, insbesondere des Eigenkapitalzinsabzugs (EKZ), auf die Übernahme unternehmerischer Risiken analysieren.

Relevance to Liechtenstein

Das Projekt analysiert die Auswirkungen der Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) Initiative und des Anti-Tax Avoidance Package (ATAP) auf die Liechtensteinische Steuerpolitik. In einem Rechtsvergleich wird hierbei untersucht, wie in Liechtenstein, welches Teil des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ist, sowie in weiteren EU-Ländern die Umsetzung von BEPS und/oder der Anti-Tax Avoidance Directive (ATAD) in die nationalen Steuergesetze gestaltet wurde. Darüber hinaus werden im Rahmen des Projekts internationale Fallstudien erstellt, die sich mit grenzüberschreitenden Aktivitäten beschäftigen und die Auswirkungen von BEPS und ATAD auf die Besteuerung dieser Aktivitäten analysiert. In diesen Fallstudien kann das Zusammenspiel zwischen nationalen Steuergesetzen, Steuerabkommen und den neuen supranationalen Steuervorschriften aufgezeigt werden.
Darüber hinaus werden die wirtschaftlichen Auswirkungen der BEPS-Initiative und der ATAD auf Innovation und Wachstum empirisch untersucht und quantifiziert. Der Fokus liegt hierbei auf den Ländern Liechtenstein, Italien und Belgien, welche einen Eigenkapital-Zinsabzug, d.h. einen abzugsfähigen Freibetrag für unternehmerisches Eigenkapital, eingeführt haben. Dies wird mit der deutschen Steuerpolitik kontrastiert, welche eine Zinsschranke eingeführt hat, d.h. die Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen für die Fremdfinanzierung begrenzt. Da davon ausgegangen wird, dass die beiden Regelungen gegenläufige Auswirkungen auf die unternehmerische Risikobereitschaft haben, bietet diese Ländergruppe ein interessantes Umfeld, um die Auswirkungen der Besteuerung auf die unternehmerische Innovations- und Risikobereitschaft zu erforschen. Dies ist besonders interessant, da die Zinsobergrenzenregel ein Element der ATAD ist und somit ein verpflichtender Standard innerhalb der EU.

Forgetting and Unlearning in Organizations

Project Description

Das Forschungsgebiet der Organisationswissenschaften hat bereits eine Vielzahl von Studien und wissenschaftlichem Diskurs bezüglich Organisationales Lernen hervorgebracht. Wie und warum Organisationen Wissen verlieren wurden innerhalb wissenschaftlicher Anstrengungen jedoch eher vernachlässigt. Dieses Forschungsvorhaben zielt darauf ab das Konstrukt des organisationalen Vergessens und Verlernens zu analysieren, zu verstehen und empirisch zu testen. Das Projekt soll zu einem besseren Verständnis beitragen und ergründen warum und wie Organisationen vergessen und verlernen. Dabei ist es wichtig zwischen vorhandenem und neu erworbenem Wissen (z.B. Innovationen) sowie beabsichtigtem Verlernen und ungewolltem Vergessen zu unterscheiden. Das Einordnen dieser Unterscheidungen sowie das Verständnis hinsichtlich warum und wie Organisationen vergessen und verlernen sind zentrale Forschungsfragen dieses Projekts. Des weiteren untersucht das Dissertationsvorhaben den Einfluss von organisationalem Vergessen und Verlernen auf den Erfolg eines Unternehmens. Empirische Resultate sollen Einblicke bezüglich Besonderheiten von organisationalem Vergessen und Verlernen gewähren als auch dessen Einfluss auf unternehmerischen Erfolg erläutern.

Schlüsselwörter

Organisationales Vergessen Organisationales Verlernen

Project Participants

Employee
Dr. Adrian Klammer
- Projektleiter
Projektleiter
Employee
PD Dr. habil. Stefan Güldenberg
- Projektmitarbeiter
Projektmitarbeiter
Employee
Dr. Stefan Wilhelm
- Projektmitarbeiter
Hochschuldozent - Entrepreneurship und Strategisches Management
Projektmitarbeiter
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Foresight for a (product) lifetime: developing a lifecycle- encompassing foresight process

Project Description

Der Umgang mit Diskontinuitäten im Markt, sich wandelnden Wettbewerbsvorteilen und bestehenden Informationsunsicherheiten in Entscheidungs- und Innovationsprozessen stellt eine tägliche Herausforderung für Unternehmen auf der ganzen Welt dar. Unterstützung kann jedoch die Identifikation und Beobachtung von zukünftigen Markt- und Technologietrends bieten. Während im Rahmen der Foresight (dt. Vorausschau) nach dem aktuellen Stand der Forschung bereits einige Analyse- und Planungsmethoden dafür zur Verfügung stehen, entwickelt sich ihre weitere Erforschung grösstenteils losgelöst von wichtigen Management Disziplinen. Eine solche Management Disziplin, deren zukunftsorientiert Entscheidungsfindung sich aufgrund verstärkender Wettbewerbsdynamiken und fortschreitender Digitalisierung ausserdem als zunehmen komplexer gestaltet, stellt das Produktlebenszyklus-Management dar. Unser Forschungsprojekt erkennt das Potenzial der Foresight zur Minimierung von Informationsunsicherheit im ProduktlebenszyklusManagement an und verfolgt das Ziel, einen neuartigen lebenszyklusumfassenden Foresight-Prozess für Industrieunternehmen zu entwickeln. Dabei stützen wir uns auf die Ergebnisse vorangegangener Forschungsarbeiten, die bereits belegen, dass ausreichend Foresight Datenquellen und Methoden existieren, um den gesamten Produktlebenszyklus mit Foresight Aktivitäten abzudecken und vielversprechende Anknüpfungspunkte zwischen der Lebenszyklusmanagement und der Foresight-Forschung bestehen. Den thematischen Anwendungskontext für den angestrebten Foresight Prozess bilden im Rahmen unserer Forschung die Themengebiete der Future Mobility sowie des Industrial Metaverse.

Relevance to Liechtenstein

Ein Bezug zum Land Liechtenstein besteht dadurch, dass mehrere liechtensteinische Unternehmen wertvolle qualitative Daten für das Forschungsprojekt liefern. Die forschungsbezogene Diskussion von Foresight-Themen wird von den lokalen Unternehmen sehr geschätzt und unterstützt. Bestehende und neue Kontakte mit ortsansässigen Unternehmen werden durch das Forschungsprojekt unterhalten und gefördert. Selbstverständlich können auch Industrieunternehmen in Liechtenstein das zu erwartende Ergebnis eines neuen Foresight-Prozesses für das Lebenszyklus-Management für ihre Zwecke nutzen.

Scientific, Economic and Societal Impact

Der Anwendungsbezug des Projektes besteht sowohl darin, dass die zugrundeliegende Problematik teils aus der Praxis abgeleitet ist, als auch in der unmittelbaren praktischen Anwendbarkeit der erwarteten Ergebnisse. Aus diversen Gesprächen mit Industrievertretern ging hervor, dass das Thema Foresight im Allgemeinen und insbesondere die Entwicklung von strukturierten Prozessen zur Eingliederung von Foresight-Aktivitäten in bestehende Innovationsmanagementstrukturen von grosser praktischer Relevanz ist. Ein dedizierter Foresight-Prozesses für das Produktlebenszyklus-Management kann zukünftig als Orientierungshilfe für eine besser strukturierte Organisation und Durchführung von Foresight-Aktivitäten in Industrieunternehmen dienen. Auch die Ergebnisse der geplanten Trendstudien in den Anwendungskontexten der Future Mobility und des Industrial Metaverse können von Praxisunternehmen inhaltlich genutzt werden.

FLUIDGLASS CUBE

Project Description

Ziel des Forschungsprojekts „FLUIDGLASS CUBE“ ist es, von einem einzelnen mit Flüssigkeit durchströmten Fassadenelement einen Schritt weiter zu gehen, hin zu Gebäuden mit einer Fluidglashülle. Das Potential dieser Technologie wird mittels numerischer Simulation untersucht. Es wird bestimmt, inwieweit mit einer flüssigkeitsdurchströmten Fassade bei reduziertem Gesamtenergieverbrauch ein gesteigerter Komfort erreicht werden kann.

Relevance to Liechtenstein

Das Projekt ist in der Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wie GlassX in der Schweiz und Hoval in Liechtenstein entstanden. Es wurde die Grundlage für weitere Forschungsarbeiten im Bereich von flüssigkeitsdurchströmten Fassaden geschaffen. Zusammen mit dem Institut für Entrepreneurship wurden Interviews mit Personen aus der Wirtschaft und der Wissenschaft geführt, aus denen die hohe Bedeutung dieser Forschung auch für den regionalen Markt hervorgeht.

Scientific, Economic and Societal Impact

Als übergeordneter Treiber für die Forschung in diesem Projekt kann das Schlagwort „Nachhaltigkeit“ herangezogen werden. Es geht darum, die Grundlagen für ein „Cleantech“ Produkt im Bereich des nachhaltigen Bauens zu erforschen.

Entwicklungen im Bereich energieoptimierter Fassaden und erhöhte Nutzung von erneuerbaren Energien (transparenter Sonnenkollektor) leisten einen wichtigen Beitrag gegen die globale Klimaerwärmung.

Schlüsselwörter

Architektur Erneuerbare Energie Ökotechnik ("Ecotech") Bauphysik Nachhaltiges Bauen

Project Participants

Employee
Dr. Daniel Gstöhl
- Projektleiter
Projektleiter
Employee
Prof. Dipl.-Arch. ETH/SIA Dietrich Schwarz
- Projektmitarbeiter
Professor - Nachhaltiges Bauen Studienleiter BSc AR - Liechtenstein School of Architecture
Projektmitarbeiter
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Employee
PD Dr. habil. Christian Marxt
- Projektmitarbeiter
Projektmitarbeiter
Employee
Dr. rer. oec. Zorica Zagorac-Uremović MSc
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin
Employee
Dr. Markus Spiegel
- Projektmitarbeiter
Projektmitarbeiter
Employee
Eve Stocklasa MSc
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin

FLUIDGLASS - Solar Thermal Facades with Adjustable Transparency

Project Description

Im Rahmen des FLUIDGLASS Projekts wird ein neues und innovatives Konzept für multifunktionale solarthermische Glasfassadensysteme entwickelt. FLUIDGLASS verwandelt passive Glasfassaden in aktive, transparente Sonnenkollektoren und reguliert gleichzeitig den Energiefluss in der Gebäudehülle. FLUIDGLASS vereint vier Schlüsselfunktionen in einem integralen System: Zum Ersten ist das System ein gänzlich transparenter Sonnenkollektor, der die Gewinnung von Sonnenenergie auch bei Gebäuden mit grossen Glasflächen ermöglicht. Zum Zweiten wirkt es als transparente Isolationsschicht, und drittens reguliert es die Transmission der Sonnenstrahlung sowie die Oberflächentemperatur auf der Innenseite des Glases. So wird der thermische Komfort im Raum erhöht und gleichzeitig der Bedarf an Heizung, Kühlung und Beleuchtung reduziert. FLUIDGLASS ersetzt zudem konventionelle HLK-Komponenten wie Heiz- und Kühlelemente und bringt im Vergleich zu den existierenden Lösungen entscheidende Kostenvorteile, da es vier Systeme in einem vereint. Mit FLUIDGLASS wird die Effizienz des gesamten Gebäudes verbessert, was bei Gebäudesanierungen einer Energieeinsparung von 50-70 %, bei Neubau von Niedrigenergiegebäuden von 20-30 % entspricht. Dies mit deutlich verbessertem Komfort für die Benutzer. Im Vergleich zu anderen modernen Sonnenkollektoren zeichnet sich FLUIDGLASS durch das neutrale Äussere von klarem Glas und somit durch eine elegante Ästhetik aus. Das lässt Architekten den vollen Gestaltungsspielraum bei Neubauten und ermöglicht Gebäudesanierungen, die die ursprüngliche Optik eines bestehenden Gebäudes nicht zerstören. FLUIDGLASS wird unter verschiedenen klimatischen Bedingungen getestet werden.

Relevance to Liechtenstein

Im Rahmen des FLUIDGLASS Projekts wird ein neues und innovatives Konzept für multifunktionale solarthermische Glasfassadensysteme entwickelt. Es wird mit elf Partnern aus der Wissenschaft und der Wirtschaft betreut, u.a. in der Zusammenarbeit mit Hoval in Liechtenstein, Mayer Glastechnik in Feldkirch und NTB in Buchs. Durch dieses Projekt wird die Reputation Liechtensteins als Forschungsstandort für neue Technologien im Bauwesen gefördert.

Scientific, Economic and Societal Impact

Das Konsortium besteht aus Spezialisten aus den Bereichen Glasarchitektur, Gebäudesimulation und Energiemanagement, aber auch Komponentenprüfung, HLK-Systeme, Herstellung von Verglasungseinheiten und Fassadenbau. Dabei wurde auf eine ausgeglichene Beteiligung von Forschung/Entwicklung und der Branchen geachtet, die die gesamte innovative Wertschöpfungskette der künftigen Gebäudehülle abdecken. Zudem ist den beteiligten KMU eine wichtige Rolle zugedacht.

Schlüsselwörter

Energieeinsparung (Massnahmen zur-) Energiespeicher Energietransport

Project Participants

Employee
Dr. Daniel Gstöhl
- Projektmitarbeiter
Projektmitarbeiter
Employee
Dr. Volker Ritter
- Projektmitarbeiter
Projektmitarbeiter
Employee
Prof. Dipl.-Arch. ETH/SIA Dietrich Schwarz
- Projektleiter
Professor - Nachhaltiges Bauen Studienleiter BSc AR - Liechtenstein School of Architecture
Projektleiter
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Fluiddurchströmte Glasfassadenelemente zur aktiven Energietransmissionskontrolle

Project Description

Es wird ein Glasfassadensystem entwickelt, dass die Energieflüsse bereits in der transparenten Gebäudehülle kontrolliert. Es ermöglicht einen perfekten Komfort im Gebäude, bei gleichzeitiger Reduktion des Energiebedarfs. In der Fassadenebene werden zwei Flüssigkeit führende Schichten eingeführt, diese regulieren die Energietransmission durch die gläserne Gebäudehülle. Die innere Schicht hält die Oberflächentemperatur konstant auf Raumtemperatur und die äussere Schicht kontrolliert durch Absorption gleichzeitig die solare Einstrahlung. Die Schwierigkeit des Projektes liegt in erster Linie darin, die durch die Flüssigkeitsfüllung entstehenden Kräfte in den Scheibenzwischenräumen aufzufangen und in zweiter Linie die gesamte Haustechnik zu einem aufeinander abgestimmten kompakten System zusammenzuführen.
Das System wird auf perfekte Art in einem Element die Funktionen von Bodenheizung, Kühldecke, Sonnenkollektoren, Verschattungssystem und isolierender Gebäudehülle vereinen. Die transparente Gebäudehülle steigert die Energieeffizienz von Gebäuden in jeder Klimazone und ermöglicht die Nutzung von Erneuerbaren Energien -Solarenergie- über die gesamte Fassadenfläche.

Scientific, Economic and Societal Impact

Architekten und Ingenieure erhalten ein standardisiertes Produkt, das die Effizienz ihrer Gebäude entscheidend verbessert. Mit Fensterelement, Rahmen- und Haustechniksystem entsteht ein anwenderfreundliches Gesamtsystem, dass die effiziente Nutzung von Erneuerbaren Energien optimal und einfach ermöglicht. Durch die aktive Steuerung kann das System in jeder Klimazone und bei jedem Gebäudetypus eingesetzt werden.

Schlüsselwörter

Architektur Erneuerbare Energie Bauphysik Nachhaltiges Bauen Systementwicklung
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