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Das Strafanwendungsrecht liechtensteinischer juristischer Personen

Project Description

Das Strafanwendungsrecht (auch sog. Internationales Strafrecht genannt) betrifft, analysiert und behandelt strafrechtsrelevante Sachverhalte mit Auslandsberührung. Es ist im Fürstentum Liechtenstein im Wesentlichen in den §§ 62 ff. StGB verankert und bestimmt, in welchem Umfang der liechtensteinische Staat von seiner Strafbefugnis Gebrauch machen kann und darf.
Geregelt wird somit die Anwendung inländischen (hier: liechtensteinischen) Rechts, indem dessen Geltungsbereich festgelegt wird ("Die liechtensteinischen Strafgesetze gelten …"). Dabei handelt es sich nicht um internationales, sondern um genuin innerstaatliches Recht, welches durch die Grundsätze des Völkerrechts eingeschränkt wird.
Diese Materie gilt zunächst einmal für Straftaten, die natürlichen Personen zugerechnet werden. Umso interessanter und wirtschaftlich wichtiger sind aber die Fragen, die sich stellen, wenn es sich um Straftaten handelt, die nach § 74a StGB die Verantwortlichkeit von juristischen Personen begründen. So regelt § 74e StGB die inländische Gerichtsbarkeit in Bezug auf Straftaten juristischer Personen wie folgt: "Macht das Gesetz die Geltung liechtensteinischer Strafgesetze für im Ausland begangene Taten vom Wohnsitz oder Aufenthalt des Täters im Inland oder von dessen liechtensteinischer Staatsangehörigkeit abhängig, so ist für juristische Personen deren Sitz oder der Ort des Betriebes oder der Niederlassung massgebend".
Das Projekt widmet sich gerade dieser Materie und untersucht sämtliche praxisrelevante Aspekte.

Schlagwörter: Juristische Personen, Strafbarkeit, Internationalität, transnationale Delikte, Compliance

Relevance to Liechtenstein

So klein das Fürstentum Liechtenstein in geografischer Hinsicht ist, so groß ist seine Bedeutung als Finanzort und Sitz zahlreicher Unternehmen. Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der rasanten Entwicklungen im Bereich der Compliance und Digitalisierung bedarf es einer gründlichen Untersuchung des Strafanwendungsrechts von liechtensteinischen juristischen Personen.
Ziel des Projektes ist es somit, das liechtensteinische Strafanwendungsrecht zu analysieren und es für international tätige Unternehmen zu erarbeiten. Das Projekt soll zugleich aufgrund des genuin grenzüberschreitenden und stark rechtsvergleichenden Charakters international wahrgenommen werden.

Scientific, Economic and Societal Impact

Das Wirtschaftsstrafrecht (von einem "banalen" Betrug über Steuerhinterziehung und Geldwäscherei bis zur Terrorismusfinanzierung) ist inzwischen weitestgehend grenzüberschreitender Natur, sodass ein Unternehmen, das international tätig ist, unter Umständen mit Strafansprüchen verschiedener Rechtsordnungen konfrontiert werden könnte.
Der Aspekt der Compliance kann den Anwendungsbezug besonders anschaulich schildern: Internationale Geschäftsbeziehungen (denke man z.B. an den VW-Skandal) bringen immense Rechtsrisiken mit sich - von den manchmal gigantischen Kosten für interne Ermittlungen bis zu Bußgeldern bzw. genuinen Verbandsstrafen oder Vermögensabschöpfungen. Unabhängig davon, ob liechtensteinische juristische Personen mittels ausländischer Niederlassungen oder Tochtergesellschaften im Ausland tätig sind, oder umgekehrt ob ausländische juristische Personen mittels liechtensteinischer Niederlassungen oder Tochterunternehmen im Fürstentum tätig sind, oder ob nationale Unternehmen über Zulieferer bzw. Vertriebs- oder Handelspartner international agieren - Kenntnisse der landesspezifischen Compliance-Maßgaben stellen ein absolutes zwingendes Muss dar.
Die im Rahmen des Projekts veranlassten zahlreichen Länderberichte werden ausserdem als eine entscheidende Richtschnur für Vorstandsmitglieder, Verteidiger, Rechtsanwender, Staatsanwälte und Forschende fungieren.

Das Potenzial des Architekturschaffens als Mehrwert für die Kreativwirtschaft Liechtensteins (PARK)

Project Description

Das Forschungsprojekt PARK definiert ‚Architekturschaffen', als die Kunst, Wissenschaft und Praxis des Entwerfens, Vermittelns und Bauens. Es ist die Vermittlung von Architektur, die im Fokus unseres Vorhabens steht. Das Architekturschaffen als solches zu fördern und seine kulturellen Aktivitäten in seiner wirtschaftlichen Bedeutung zu erkennen ist Ziel dieser Studie und soll dazu beitragen, die im Kulturleitbild Liechtensteins formulierten Absichten zu erreichen. Das von der Regierung genannte Wirkungsziel in den nächsten 10 Jahren "Unternehmen in der Kreativwirtschaft sind Impulsgeber für Kultur und Wirtschaft" soll Gradmesser dieser Studie sein.

Folgende Fragen sollen im Forschungsprojekt untersucht werden:

Welchen Beitrag kann das Architekturschaffen zur Umsetzung des Kulturleitbildes Liechtensteins leisten?
Insbesondere interessiert hier die Erbringung eines empirischen Nachweises des Zusammenhangs von der Vermittlung von Architektur in der Öffentlichkeitsarbeit und dem Erfolg eines gestärkten Bewusstseins der Gesellschaft für ihre kulturell nachhaltige Umwelt.

Wie kann das Architekturschaffen die Kreativwirtschaft Liechtensteins nachhaltig stärken?
Hier interessieren die Prozesse, die zu einer Stärkung von Kreativwirtschaften durch das Architekturschaffen führen können. Es soll untersucht werden, welche Grundlagen bereits existieren und welche Voraussetzung geschaffen werden müssen, um das Architekturschaffen als Teil der Kreativwirtschaft zu einem Wirtschaftsfaktor für Liechtenstein zu entwickeln.

Wie kann eine starke Kreativwirtschaft zum positiven Imageträger Liechtensteins werden?
Im dritten Teil liegt der Fokus auf der Erarbeitung einer Umsetzungs- und Vermittlungsstrategie für eine nachhaltige Aussenwirkung Liechtensteins. Dabei ist das Ziel von PARK, in enger Zusammenarbeit mit Marketingakteuren aus Wirtschaft, Kultur und Bildung neu gewonnene Stärken im Bewusstsein eines interessierten Publikums weltweit zu verankern.

Relevance to Liechtenstein

Es ist die Vermittlung von Architektur, die im Fokus dieses Forschungsvorhabens steht. Ziel der Studie ist zu erörtern, inwiefern Architektur und das Architekturschaffen zu einem kulturellen wie auch wirtschaftlichen Mehrwert in der Gesellschaft beitragen kann. Durch gezielte Projekte (bspw. Kreativwirtschaft Liechtenstein) und Umfragen wird untersucht, welche Massnahmen in einem Land getroffen werden können/müssen, um dies zu erreichen.

Schlüsselwörter

Architektur Kultur Architekturvermittlung Kreativwirtschaft

Project Participants

Employee
Prof. Peter A. Staub
- Projektleiter
Projektleiter
Employee
Dr. sc. Celina Martinez-Cañavate
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin
Employee
Dr. Ruth Jochum-Gasser MA
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin
Employee
Dr. sc. Vera Kaps
- Projektmitarbeiterin
Projektmitarbeiterin

Publications

Das Maiensäss - Thesen zur gegenwärtigen Maiensässkultur im Kanton Graubünden

Project Description

Durch die Industrialisierung, den damit verbundenen technischen Errungenschaften und den gesellschaftlichen Veränderungen verlieren Maiensässbauten seit Mitte des letzten Jahrhunderts immer öfter ihre landwirtschaftliche Nutzung. Der Wandel in Zweitwohnsitze beruht auf der Sehnsucht nach idyllischen und ruhigen Orten - temporären Lebenswelten jenseits der beruflich-urbanen Alltagswelt. Oft besteht eine emotionale Bindung und ein moralisches Verantwortungsgefühl, die traditionelle Bausubstanz der Maiensässe zu erhalten. Bei Ersatzbauten ist, neben der Imitation der traditionellen Bausubstanz, eine Angleichung der Architektur an die neue Nutzung zu beobachten. Durch die Anpassung der Ausstattung und Infrastruktur an die Alltagswelt führt diese Entwicklung dazu, dass die Sehnsucht nach dem Einfachen und Ursprünglichen zur Utopie wird. In der bisherigen Forschung wurden die landwirtschaftlichen Betriebsformen rekonstruiert und die regionalen kulturellen Prägungen untersucht. Im Bezug auf den Wandlungsgehalt wurden die raumplanerischen Vorschriften der Bergkantone verglichen. Es fehlt eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Raumvorstellungen von Maiensässnutzern, um daraus zukunftsorientierte Landschaftsszenarien, bestehend aus Bildern und Thesen, zu entwickeln. Die Daten und Dokumente werden durch Feldforschungen und Interviews ergänzt. Das Ziel ist die Sensibilisierung, um auf die Angleichung an die Alltagsarchitektur und die Zersiedlung in den Berggebieten aufmerksam zu machen.

Schlüsselwörter

Alpine Architektur Landschaftszenarien Raumvorstellung

Project Participants

Dr. sc. Anna-Lydia Capaul
- Doktorandin
Doktorandin
Employee
Prof. em. Dipl. Arch. ETH Urs Meister
- Betreuer
Betreuer
Prof. Arch. Gion A. Caminada
- Kobetreuer
Kobetreuer

DAFNE-EFC Philanthropy Advocacy: Legal and fiscal country profile Liechtenstein 2020

Project Description

In einem gemeinsamen Projekt von DAFNE (Donors and Foundations Networks Europe) und EFC (European Foundation Centre) werden von Experten auf nationaler Ebene Länderprofile erstellt.

Vor dem Hintergrund der jüngsten rechtlichen Entwicklungen erscheint eine neue Ausgabe der zuletzt im Jahr 2014 erschienenen rechtlichen und steuerlichen Länderprofile. Für Liechtenstein wird das Länderprofil von Dr. Alexandra Butterstein, LL.M., Assistenzprofessorin und Vertreterin des Lehrstuhls für Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht gemeinsam mit Dipl.-Kfm. Matthias Langer, LL.M., actus ag in Liechtenstein erstellt.

Dr. Butterstein stellt hierbei die zivilrechtlichen und Dipl.-Kfm. Langer die steuerrechtlichen Informationen zusammen und beantworten vertieft rechtliche Fragestellungen, zum Beispiel zu Anforderungen an die Registrierung, die Berichterstattung und die wirtschaftliche Tätigkeit sowie verschiedene weitere Aspekte. Die Ergebnisse des Projekts sollen als Instrument für weitere Forschungen im Bereich des rechtlichen und steuerlichen Umfelds der Rechtsform der Stiftung genutzt werden und über die Rahmenbedingungen in einem bestimmten Land informieren.

Relevance to Liechtenstein

Das gegenständliche Projekt gibt einen Überblick der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen für Stiftungen in Liechtenstein.

Schlüsselwörter

Gesellschaftsrecht Stiftung Wirtschaftsstandort Liechtenstein Wissenstransfer

Culture in Business Process Management (BPM): Exploring the Cultural Fitness of Organizations for BPM

Project Description

The research project aims at developing a deeper understanding of organizational culture in the context of BPM. It particularly focuses on objectives in the following three domains.

Body of knowledge in science
While research on the role of culture in business process management has been acknowledged to be highly relevant by both practitioners and academics, a significant lack of research on the topic can be identified. Therefore, this project aims at contributing to the body of knowledge in the BPM field through insights on the role of organizational culture in BPM, i.e. basic findings on how to analyze and achieve the cultural fitness of organizations for BPM.

Academia
In the context of this research project, it is intended to build up an international research group on the topic culture in BPM. Therefore, an academic board of the research project has been established, including members who are particularly interested in research on the topic. The research project further aims at reflecting common research approaches of this international group based on this project. Beyond, the research project is intended to support the dissertation of Theresa Schmiedel, PhD student at the Institute of Information Systems, and further dissertations which follow up on this project.

Practice
Based on the identified relevance of the research topic for local practitioners in Liechtenstein, the research project is intended to directly provide useful insights for the industry partner involved in the research project. Furthermore, the project aims at distributing the findings among practitioners in the region via existing networks associated with the Institute of Information Systems.

Academic Board
Jan Recker, Queensland University of Technology, Brisbane, Australia
Stijn Viaene, Katholieke Universiteit Leuven, Belgium
Willem Mertens, Katholieke Universiteit Leuven, Belgium
Tyge Kummer, Humboldt-Universität zu Berlin, Germany
Peter Trkman, University of Ljubljana, Slovenia

Relevance to Liechtenstein

Regional companies benefit directly from the project since it allows to assess the cultural fitness of organizations for BPM. The analysis helps organizations to further develop their corporate culture to facilitate BPM. Ivoclar Vivadent is involved as a project partner, other companies that contribute to the project are Oerlikon Balzers, Oerlikon Mechatronics, and ThyssenKrupp Presta.

Project Participants

Publications

CRD IV Basel III

Project Description

Das Projekt betrifft die Kapitalisierung Liechtensteinischer Banken unter Berücksichtigung der Europäischen Regelwerke (CRD IV/CRR) und globalen Standards (Basel 3). Kernfragen des Projekts sind die Äquivalenzanforderungen der internationalen Finanzmarktregulierung, die eine Voraussetzung für die grenzüberschreitende Tätigkeit und Anerkennung sind, sowie die Frage der Größenproportionalität (Überregulierung?) angesichts in Liechtenstein recht kleiner Einheiten.

Relevance to Liechtenstein

Das Projekt betrifft die Kapitalisierung Liechtensteinischer Banken unter Berücksichtigung der Europäischen Regelwerke (CRD IV/CRR) und globalen Standards (Basel 3).

Project Participants

Employee
Prof. Dr. Dirk Zetzsche LL.M. (Toronto)
- Professor
Professor

CRAFTING THE FACADE: Reuse, Reinvent, Reactivate

Project Description

The strategic partnership „CRAFTING THE FACADE: Reuse, Reinvent, Reactivate" is directed and coordinated by the University of Liechtenstein, Prof. Urs Meister and DI Carmen Rist-Stadelmann. The aim of the partnership is to establish an intensive cultural and social exchange between the participating students and teachers of the three partner Universities, the Academie van Bouwkunst in Amsterdam, the Mackintosh School of Architecture in Glasgow, and the University of Liechtenstein, concerning the subject of building envelopes and the concerned architectural traditions.

The project „CRAFTING THE FACADE: Reuse, Reinvent, Reactivate" fosters an interdisciplinary approach that enriches the focus on architectonic and constructive notions with cultural, social and economic issues that promote the discussion on structural and material aspects within the European building tradition.

With the definition of three terms reuse, reinvent and reactivate, a clear emphasis is placed on the existing and future building culture. Reuse analyses existing constructions, components and building materials. Reactivate is concerned with traditions in craftsmanship and technical aspects. With reinvent, we learn from existing buildings and try to take advantage for the future. Against the background of the climate change and the current need for resource efficient building, these fields of research allow defining the design of building envelopes in an innovative way and to meet the targets of the strategy 2020 of the European Commission.

The programme consists of three parts: education, research and results. In the participating Universities, existing teaching modules are combined with new elements that create a whole new environment. In education, design studio are supplemented with the joint workshop that is dedicated to prototyping in scale 1:1. In research, a parallel topic is explored and documentet on the interactive e-learning platform. During the whole project, results of the design

Participating Institutions

Institut für Architektur und Raumentwicklung / Projektleitung
Europäische Kommission Brüssel / Förderer

Project Participants

Crafting Clay - Exploring circularity with local earth

Project Description

Vor dem Hintergrund der Diskussion um Suffizienz und graue Energie in der Bauproduktion interessiert sich das Projektkonsortium in diesem Projektantrag für die Untersuchung des regional verfügbaren Materials Ton und dessen Eigenschaften des regionalen Bodens. Die Untersuchung des in der Vergangenheit traditionell genutzten und in Vergessenheit geratenen Werkstoffs Ton gewinnt heute wieder enorm an Bedeutung. Mit modernen maschinellen Verfahren ist es heute möglich, reine Lehmbauten oder in Kombination mit anderen Materialien herzustellen, die früher von Hand gefertigt wurden. In diesem Antrag werden auch bestehende technische und handwerkliche Traditionen und Aspekte des Lehmbaus betrachtet und analysiert, um aus unseren bestehenden Bauten zu lernen und Lehren für die Zukunft zu ziehen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und dem Gebot des ressourcenschonenden Bauens ermöglicht es dieser Themenbereich, neue Alternativen im Bauwesen zu etablieren und neu zu definieren und damit den europäischen Diskurs über den intelligenten, nachhaltigen und ressourcenschonenden Einsatz von Materialien langfristig zu bereichern.

In den vier an der Partnerschaft beteiligten Ländern wird dieses Thema derzeit auf fachlich und kulturell grundsätzlich unterschiedliche Weise diskutiert und bewertet. Durch diese unterschiedlichen Herangehensweisen in Kombination mit praktischem Fachwissen aus der Bauindustrie schafft das Projekt eine einzigartige und bereichernde Basis für neues Wissen im europäischen Kontext, sowohl für den akademischen Kontext als auch für die Baupraxis.

Die in diesem Projekt konzipierten Aktivitäten, bestehend aus einem Designstudio, einer Online-Vorlesung und einem Workshop, ermöglichen eine Überprüfung und Umsetzung des beschriebenen Themas. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und Entwicklungsschritte gewährleisten einen direkten, lebendigen und praxisnahen Austausch zwischen den beteiligten Hochschulen und der Bauwirtschaft. Damit liefert das Projekt wichtige innovative Aspekte und neue Impulse zu diesem Thema für die europäische Dimension.

Die Verbreitung der Erfahrungen aus der dreijährigen Projektpartnerschaft "Crafting Clay - Exploring circularity with local earth" erfolgt durch ein Symposium, Homepages der jeweiligen Partneruniversitäten und eine Publikation im Park Books Verlag, Zürich.

Relevance to Liechtenstein

Das Projekt will durch die Nutzung und Erforschung der Kreislauffähigkeit des Materials Lehm einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der grauen Energie in der Bauproduktion leisten. Vor dem Hintergrund der Diskussion um den Klimawandel und die Notwendigkeit der Ressourcenschonung im Bauwesen sind wir daran interessiert, die kulturelle und historische Verwendung von Lehm in den vier beteiligten Partnerländern zu analysieren. Ziel dieses Projektantrags ist es, dieses Wissen mit unseren aktuellen Anforderungen zu verknüpfen und mit den vier Projektpartnern als europäische internationale Kooperation neue innovative Ansätze für die Zukunft zu entwickeln und zu erproben. Diese Projektziele stehen im Einklang mit dem Forschungsschwerpunkt "Innovation, Gesellschaft und Nachhaltigkeit" der Universität Liechtenstein.
Die angestrebte interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Erdbaupraxis ermöglicht eine innovative und kreative Partnerschaft zwischen diesen beiden Bereichen. Das von den Projektteilnehmern, bestehend aus Studenten und Dozenten der vier Partneruniversitäten, entwickelte Fachwissen in den Bereichen Design, Architekturtheorie und dem Know-how von Lehmbauspezialisten bereichert dieses Projekt. Dieses Fachwissen ist im europäischen Architekturdiskurs eine absolute Notwendigkeit und von großer Bedeutung für Umwelt und Gesellschaft.
Der Mix aus verschiedenen Lehrmethoden schafft einen Dialog zwischen Akteuren aus internationalen Universitäten und Praktikern. Durch diese innovative Lehr- und Lernpraxis erwerben die teilnehmenden Studierenden ein breites Fachwissen und erweitern gleichzeitig ihre unternehmerischen Fähigkeiten. Dazu werden gemeinsame Designstudios und Online-Vorlesungen zu einem gemeinsam definierten Inhalt entwickelt und in einem 1:1-Workshop erprobt. Damit leistet das Projekt einen engen und wichtigen Beitrag zur Verwirklichung eines Europäischen Hochschulraums mit den beteiligten Hochschulen.

Project Participants

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